Die Formel 1 steht vor einer historischen Premiere: Zum ersten Mal seit 45 Jahren kehrt die Königsklasse des Motorsports in die spanische Hauptstadt zurück. Nach einem starken Wochenende in Monza richtet das Mercedes-AMG Petronas F1 Team den Blick voll auf das anstehende Debüt auf dem neuen Stadtkurs in Madrid. Teamchef Toto Wolff warnt jedoch vor den völlig neuen fahrerischen und technischen Herausforderungen.
Wolff: „Fokus liegt voll auf Madrid“
Hinter Mercedes liegt eines der erfolgreichsten Rennwochenenden der bisherigen Saison. In Monza konnte das Team aus Brackley und Brixworth das Maximum aus dem aktuellen Paket herausholen. Doch für Feierstimmung bleibt keine Zeit. „Das liegt nun hinter uns. Sobald wir Italien verlassen hatten, richtete sich unser Fokus auf Madrid“, betont Toto Wolff.
Das kommende Rennwochenende wird laut Wolff eine völlig andere Dynamik annehmen. Die Charakteristik der neuen Strecke erinnere eher an die Kurse in Budapest oder Zandvoort. „Wir erwarten daher ein hart umkämpftes Wochenende. Unsere Aufgabe ist es, die Anforderungen der Strecke so schnell wie möglich zu verstehen“, so der Teamchef. Dass eine ikonische Weltstadt wie Madrid Teil des Formel-1-Kalenders wird, sieht Wolff als starkes Signal für den weltweiten Boom des Sports.
Die Schlüsselstelle: „La Monumental“ fordert die Fahrer
Da es sich um eine brandneue Rennstrecke handelt, starten alle Teams bei null. Der offizielle Mercedes-Ersatzfahrer Frederik Vesti gewährt Einblicke in die intensive Vorbereitung: „Madrid stellt eine völlig andere Herausforderung dar als alles, was wir bisher in dieser Saison erlebt haben. Wir haben viel Zeit im Simulator verbracht, um uns vorzubereiten und die Anforderungen der Strecke zu analysieren.“
Als absolutes Highlight und fahrerische Schlüsselstelle gilt die Kurve „La Monumental“. Dabei handelt es sich um eine lange, stark überhöhte Steilkurve. „In diesem Abschnitt die richtige Balance zwischen Performance, Stabilität und Reifenmanagement zu finden, wird eine zentrale Herausforderung sein“, erklärt das Team. Da Erfahrungswerte auf der neuen Strecke noch komplett fehlen, sieht Mercedes hierin auch eine Chance, sich frühzeitig einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen.
Streckencharakteristiken
Streckenlänge
5,416 km
Rennrunden
57
Renndistanz
308 km
Anzahl der Kurven
22 (10 L / 12 R)
Distanz von der Pole zur ersten Bremszone
N/A
Seite der Pole Position
N/A
Länge der Boxengasse mit Speed-Limit
N/A
Durchfahrtszeit bei 80 km/h
25 Sek.
Bremsvorgänge (>2G)
7
Starke Bremsvorgänge (<0.4s @ >4G)
0
Bremsenergie
Hoch
Topspeed
337 km/h (erwartet)
Rundenrekord (Rennen)
N/A
Absoluter Rundenrekord
N/A
Zahlen und Fakten zum neuen Großen Preis in Madrid
Historisches Comeback: Madrid richtet zum ersten Mal seit dem Großen Preis von Spanien 1981 (damals in Jarama) wieder ein Formel-1-Rennen aus.
Das Streckenprofil: Der neue „Madring“ ist 5,416 Kilometer lang, bietet 22 Kurven und kombiniert öffentliche Straßen mit permanenten Rennstrecken-Abschnitten.
Extreme Steilkurve: Das Herzstück „La Monumental“ besitzt eine Neigung von 24 Prozent und ist optisch an die historischen Stierkampfarenen der Stadt angelehnt.
Langfristige Partnerschaft: Das Debüt markiert den Beginn eines Zehnjahresvertrags, der der spanischen Hauptstadt einen festen Platz im Rennkalender bis mindestens 2035 sichert.