
Lando Norris hat sich im packenden Qualifying zum Großen Preis der Niederlande die Pole Position gesichert. Der McLaren-Pilot bezwang die Konkurrenz in den Dünen von Zandvoort hauchdünn und verdrängte George Russell im Mercedes auf den zweiten Startplatz. Die Top 3 komplettiert Mercedes-Youngster Kimi Antonelli. Eine herbe Enttäuschung erlebte Lokalmatador Max Verstappen, der vor seinen Heimfans im Red Bull nicht über den siebten Rang hinauskam.
McLaren schlägt zurück: Norris wächst über sich hinaus
Nachdem George Russell zuvor noch den Formel-1-Sprint auf dem Circuit Zandvoort für sich entschieden hatte, schlug McLaren im entscheidenden Qualifying am Samstagnachmittag eindrucksvoll zurück. In einem von böigen Winden geprägten Q3 fuhr Lando Norris eine Fabelzeit von 1:11.163 Minuten. Russell verpasste die Bestzeit um lediglich 0,102 Sekunden.
Hinter dem Führungsduo lauerte die zweite Reihe auf ihre Chance: Andrea Kimi Antonelli überzeugte auf Platz drei und hielt den zweiten McLaren von Oscar Piastri in Schach, der von Rang vier ins Rennen gehen wird. Auf den Positionen fünf und sechs sortierten sich die beiden Ferrari-Piloten Lewis Hamilton und Charles Leclerc ein, womit drei Teams innerhalb der ersten drei Startreihen vertreten sind.
Red Bull in der Krise: Verstappen beim Heimspiel geschlagen
Für den dreifachen Champion Max Verstappen setzt sich das schwierige Wochenende in den Niederlanden fort. Nachdem der Red-Bull-Star bereits im Sprint-Qualifying am Freitag nur Sechster geworden war, reichte es im Haupt-Qualifying mit einer Zeit von 1:11.618 Minuten sogar nur für Platz sieben. Der Niederländer klagte über mangelnden Grip und Balance-Probleme seines Fahrzeugs.
Flankiert wird Verstappen in der vierten Reihe von seinem temporären Teamkollegen Liam Lawson, der als Ersatz für Isack Hadjar im zweiten Red Bull eine solide Leistung zeigte und Achter wurde. Die Top 10 komplettieren Audi-Pilot Gabriel Bortoleto und der junge Brite Arvid Lindblad auf Rang zehn.
Die Startaufstellung für den Großen Preis der Niederlande 2026
| Pos. | Nr. | Fahrer | Team | Zeit | Rückstand |
| 1 | 1 | L. Norris | McLaren | 1:11.163 | |
| 2 | 63 | G. Russell | Mercedes | 1:11.265 | +0:00.102 |
| 3 | 12 | A. Antonelli | Mercedes | 1:11.296 | +0:00.133 |
| 4 | 81 | O. Piastri | McLaren | 1:11.305 | +0:00.142 |
| 5 | 44 | L. Hamilton | Ferrari | 1:11.494 | +0:00.331 |
| 6 | 16 | C. Leclerc | Ferrari | 1:11.558 | +0:00.395 |
| 7 | 3 | M. Verstappen | Red Bull | 1:11.618 | +0:00.455 |
| 8 | 30 | L. Lawson | Red Bull | 1:11.733 | +0:00.570 |
| 9 | 5 | G. Bortoleto | Audi | 1:12.079 | +0:00.916 |
| 10 | 41 | A. Lindblad | Racing Bulls | 1:12.185 | +0:01.022 |
| 11 | 10 | P. Gasly | Alpine | 1:12.616 | |
| 12 | 22 | Y. Tsunoda | Racing Bulls | 1:12.627 | +0:00.011 |
| 13 | 27 | N. Hülkenberg | Audi | 1:12.797 | +0:00.181 |
| 14 | 43 | F. Colapinto | Alpine | 1:12.800 | +0:00.184 |
| 15 | 31 | E. Ocon | Haas F1 | 1:13.137 | +0:00.521 |
| 16 | 23 | A. Albon | Williams | 1:13.182 | +0:00.566 |
| 17 | 55 | C. Sainz | Williams | 1:13.574 | |
| 18 | 14 | F. Alonso | Aston Martin | 1:13.650 | +0:00.076 |
| 19 | 18 | L. Stroll | Aston Martin | 1:13.818 | +0:00.244 |
| 20 | 87 | O. Bearman | Haas F1 | 1:13.826 | +0:00.252 |
| 21 | 77 | V. Bottas | Cadillac | 1:14.371 | +0:00.797 |
| 22 | 11 | S. Perez | Cadillac | 1:14.600 | +0:01.026 |
Q1 und Q2: Debakel für Aston Martin, Hülkenberg verpasst Q3
Bereits im ersten Segment kam es zu großen Überraschungen. Das Team Aston Martin erlebte trotz einer neuen Ausbaustufe des Honda-Motors ein Debakel: Sowohl Lance Stroll (Platz 19) als auch Routinier Fernando Alonso auf Platz 18 schieden vorzeitig in Q1 aus. Alonso schimpfte am Boxenfunk über mangelnde Fahrbarkeit und ein Problem mit dem Drag Reduction System (DRS). Ebenfalls in Q1 die Segel streichen musste Sergio Pérez im Cadillac auf Rang 22.
In Q2 scheiterte der einzige deutsche Fahrer im Feld. Nico Hülkenberg steuerte seinen Audi auf den 13. Startplatz. Der Emmericher verpasste den Einzug in die Top 10 um gut drei Zehntelsekunden gegenüber seinem Teamkollegen Bortoleto und muss im Rennen am Sonntag auf eine aggressive Strategie hoffen, um in die Punkte zu fahren.

Statistischer Fakt: Startplatz als Schlüssel zum Zandvoort-Sieg
Die Statistik unterstreicht die enorme Bedeutung von Norris‘ Erfolg: Seit Zandvoort 2021 in den Rennkalender zurückgekehrt ist, wurde der Grand Prix ausnahmslos von der Pole Position gewonnen. Auf dem engen, kurvenreichen Kurs an der Nordseeküste ist das Überholen traditionell extrem schwierig. Norris hat somit die besten Karten, um seine Verfolgung im Kampf um die Weltmeisterschaft weiter zu forcieren.
Das Hauptrennen am Sonntag startet um 15:00 Uhr MESZ. Die Live-Übertragung für deutsche Fans erfolgt im Free-TV auf RTL sowie beim Pay-TV-Sender Sky Sport F1.


















