
Das ADAC Racing Weekend auf dem Salzburgring war von wechselhaften Wetterbedingungen mit Sonne und Regen geprägt. In den verschiedenen Rennserien setzten sich am Wochenende sowohl Favoriten als auch strategisch klug agierende Teams durch. Während Moritz Groneck im ADAC Tourenwagen Junior Cup beide Läufe für sich entschied, zeigten Finn Zulauf und Felix Hirsiger im ADAC GT Masters eine Aufholjagd vom letzten Startplatz bis zum Sieg.
Doppelsieg für Moritz Groneck im ADAC Tourenwagen Junior Cup
Im ersten Lauf des ADAC Tourenwagen Junior Cup, in dem alle Piloten mit baugleichen VW up! GTI antreten, sicherte sich Moritz Groneck seinen vierten Saisonsieg. Groneck verteidigte seine Startführung vor Alex Mohr und kontrollierte das Rennen auch nach einer kurzen Safety-Car-Phase bis ins Ziel. Den dritten Platz belegte Finn Niklas Wollnik nach mehreren Überholmanövern.
Der zweite Durchgang musste nach einem Unfall von Wollnik, der unverletzt blieb, neu gestartet werden. Beim Restart führte Groneck das Feld erneut vor Mohr an. Ein Dreher von Groneck kurz vor Rennende zwang die nachfolgenden Fahrer zu Ausweichmanövern durch das Kiesbett. Nach einer Safety-Car-Phase wurde das Rennen schließlich mit der roten Flagge abgebrochen. Gemäß dem Reglement wurde der Stand vor dem Abbruch gewertet, womit Groneck den Sieg vor Mohr und Hannes Ueberfeldt zugesprochen bekam.
Ein erfolgreicher Quereinstieg gelang in dieser Saison dem 16-jährigen Robin Böhm. Der ehemalige deutsche Kartslalom-Meister wechselte aus dem Automobilslalom auf die Rundstrecke. Böhm, der in dieser Saison bereits drei sechste Plätze verbuchen konnte, betonte den Wert seiner Slalom-Erfahrung für die schnelle Anpassung an den Rundstrecken-Motorsport und das Fahren im direkten Duell mit Konkurrenten.
Taktische Siege und Aufholjagden im ADAC GT Masters
Den ersten Lauf des ADAC GT Masters gewannen Tim Zimmermann und Leyton Fourie im BMW M4 GT3 Evo von Startplatz sieben aus. Ausschlaggebend war eine Boxenstopp-Strategie, bei der das Duo den ersten Pflichtstopp früh absolvierte und dadurch beim zweiten Halt von einer kürzeren Mindeststandzeit profitierte. Die bis dahin führenden Duos Leo Pichler/Colin Bönighausen (Porsche), Kiano Blum/Niklas Kalus sowie Fabian Dybionka/Emil Gjerdrum (beide Ford Mustang) wählten eine längere Standzeit, wodurch Zimmermann und Fourie die Führung übernahmen. Dybionka und Gjerdrum beendeten das Rennen auf Platz zwei vor Blum und Kalus.

Im zweiten Rennen fuhren die Tabellenführer Finn Zulauf und Felix Hirsiger im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 vom letzten Startplatz aus nach vorne. Nach dem zweiten Boxenstopp übernahmen sie die Führung. Trotz des Drucks von Bönighausen in der Schlussphase sicherten sich Zulauf und Hirsiger den Sieg vor Pichler/Bönighausen. Das Podium komplettierten Jamie Alan Day und Baudouin Detout im Aston Martin Vantage GT3 Evo.
Tourenwagen Legenden reagieren auf Regen
Kurz vor dem Start des ersten Laufs der Tourenwagen Legenden sorgte einsetzender Regen für schwierige Streckenverhältnisse. Während der Großteil des Feldes auf Regenreifen wechselte, blieb Pole-Setter Altfrid Heger (Audi Quattro) auf Slicks. Heger verlor die Führung direkt am Start an Marcus Weege (BMW M3 E46). Weege gewann den Lauf vor Thomas Ardelt (Porsche 997 GT3 Cup) und Thomas Weberhofer (Opel Omega V8 STAR), während Heger auf den sechsten Rang zurückfiel.
Im zweiten Lauf übernahm Ardelt die Führung und verteidigte diese auch nach einer Safety-Car-Phase beim Restart. Er setzte sich im Verlauf des Rennens bei den Überrundungen ab und siegte mit rund vier Sekunden Vorsprung vor Marcel Hoppe (Porsche). Den dritten Platz belegte Christoph Gürtler im BMW M3 E30.
VFV GLPpro ermittelt Sieger in der Gleichmäßigkeit
Die VFV GLPpro trug auf dem österreichischen Kurs drei Gleichmäßigkeitsprüfungen aus. In der ersten Gruppe der Tourenwagen und GT-Fahrzeuge siegte Max Lixl (BMW 328i) vor Christian Hausner (Opel C-Kadett) und Markus Lixl (BMW 325i). In der zweiten Tourenwagen- und GT-Gruppe fuhr Scott Kleijsen (Mercedes Benz 190) die konstantesten Rundenzeiten und gewann vor Maic Germann (BMW E30) und Sofie Bayer (Mini Cooper S). Bei den Formel- und Sportwagen ging der Sieg an Michael Diewald (Formel Ford) vor Felix Hrach (Lotus 61) und Wolfgang Görlitz (Dallara).

















