FIA WEC in Austin: Dämpfer für BMW M Team WRT beim „Lone Star Le Mans“

10
FIA WEC Austin
FIA WEC - BMW M Team WRT, #20 Shell BMW M Hybrid V8, Hypercar, LMDh, Robin Frijns, Sheldon van der Linde, René Rast © BMW AG

Das BMW M Team WRT erlebte beim sechsten Lauf der FIA World Endurance Championship (FIA WEC) in Austin (USA) einen schwierigen Start in die zweite Saisonhälfte. Nach einer starken ersten Jahreshälfte mit zwei Siegen verpassten die BMW M Hybrid V8 auf dem Circuit of the Americas die Spitzenplätze. Trotz der Ränge acht und zwölf verteidigte das Team die Führung in der Fahrerwertung. In der LMGT3-Klasse blieb WRT nach technischen Problemen und Strafen ohne Punkte.

Hypercars kämpfen mit der Pace in Texas

Bei extremer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit erreichten die beiden LMDh-Prototypen nicht die Form der vergangenen Rennen.

  • Startnummer 15: Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor fuhren von Startplatz elf zeitweise bis in die Top-5 vor. Nach einer späten Safety-Car-Phase verloren sie jedoch den Anschluss an die Spitze und beendeten das 6-Stunden-Rennen auf Platz acht.
  • Startnummer 20: Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde kamen nach Problemen beim Boxenstopp auf dem zwölften Rang ins Ziel.

Die WM-Situation: Da der führende Toyota mit der Startnummer 7 kurz vor dem Ende ausschied, behaupten Frijns und Rast weiterhin punktgleich die Führung in der Fahrer-WM. In der Herstellerwertung belegt BMW M Motorsport mit 131 Punkten den zweiten Rang hinter Toyota (neun Punkte Rückstand).

FIA WEC Austin
FIA WEC Austin 2026 -Team WRT, #32 BMW M4 GT3 EVO, LMGT3, Augusto Farfus, Sean Gelael, Darren Leung © BMW AG

Rückschläge in der LMGT3-Klasse

Für die beiden BMW M4 GT3 EVO verlief das Rennen in Austin von Beginn an fehlerbehaftet.

  • Startnummer 69: Eine Kollision in der Startphase verursachte einen Reifenschaden und eine starke Rauchentwicklung im Cockpit. Trotz einer zusätzlichen Stop-and-Go-Strafe kämpften sich Anthony McIntosh, Parker Thompson und Dan Harper noch auf den elften Platz vor.
  • Startnummer 32: Augusto Farfus, Sean Gelael und Darren Leung verloren durch einen defekten Sensor zehn Runden in der Boxgasse. Eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Missachtung der Streckenbegrenzungen (Track Limits) warf das Trio weiter zurück. Sie belegten am Ende Platz 16.

Stimmen aus dem Team

Andreas Roos (Leiter BMW M Motorsport): „Das Ergebnis mit Platz acht und zwölf ist gemessen an unseren bisherigen Leistungen enttäuschend. Wir konnten bei diesen Bedingungen kein fehlerfreies Rennen zeigen. In der LMGT3-Klasse sind wir in diesem starken Feld folgerichtig leer ausgegangen.“

Vincent Vosse (Teamchef BMW M Team WRT): „Uns fehlte bei den Hypercars die nötige Pace. Dass wir die WM-Führung behaupten konnten, freut uns, aber der späte Ausfall des Toyota war extrem unglücklich für die Konkurrenz.“

Dries Vanthoor (Fahrer #15): „Wir wussten, dass es hier schwierig wird. Wir haben kein perfektes Rennen abgeliefert, aber die Punkte nehmen wir mit.“

Robin Frijns (Fahrer #20): „Ein Boxenstopp-Problem hat uns wichtige Sekunden gekostet. Ohne diesen Fehler wären Punkte möglich gewesen, mehr als Platz sechs oder sieben aber nicht.“

Dan Harper (Fahrer #69): „Beide Autos außerhalb der Punkte ist enttäuschend. Die hohen Temperaturen und der Reifenverschleiß waren heute die größten Probleme.“

Sean Gelael (Fahrer #32): „Nach einem guten Start auf Platz drei hat uns der Sensorfehler zehn Runden gekostet. Danach ging es für uns nur noch um das Sammeln von Daten für das nächste Rennen.“

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.