Skoda Octavia erstmals als Vollhybrid: Effizienz-Offensive ohne Steckdose

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Octavia ist das erste Modell der Marke mit einem Vollhybrid-Antriebsstrang
Der Octavia wird als erstes Modell der Marke mit einem Vollhybrid-Antrieb angeboten. © Skoda Deutschland GmbH

Der tschechische Automobilhersteller Skoda baut seine Antriebspalette grundlegend aus und spendiert seinem Kernmodell eine bedeutende technologische Premiere. Der Skoda Octavia erhält als erstes Fahrzeug der Marke einen Vollhybrid-Antrieb. Das neue Modell kombiniert die Flexibilität des elektrischen Fahrens mit der Unabhängigkeit eines klassischen Verbrenners, da ein externes Laden an einer Ladesäule nicht notwendig ist.

Der Vorverkauf für das elektrifizierte Erfolgsmodell startet noch im Laufe des Oktobers, während die ersten Auslieferungen an Kunden für Dezember 2026 geplant sind. Das neue Antriebskonzept steht sowohl für die klassische Limousine als auch für den beliebten Octavia Combi zur Verfügung und kann in den Ausstattungslinien Selection und Sportline geordert werden.

Automatisches Zusammenspiel für maximale Effizienz

Johannes Neft, Skoda Auto Vorstand für Technische Entwicklung, betont die strategische Relevanz dieses Schrittes: Der Octavia ist das erste Skoda-Modell mit einem modernen Vollhybrid-Antriebsstrang. Das verbaute Seriell-Parallel-Hybridsystem arbeitet vollautomatisch und wählt in jeder Fahrsituation eigenständig den optimalen Modus aus. Die benötigte Energie für die Batterie wird während der Fahrt entweder direkt über den Verbrennungsmotor oder durch die Rückgewinnung von Bremsenergie erzeugt. Mit zwei verfügbaren Leistungsstufen für beide Karosserievarianten bietet der Vollhybrid den Kunden eine technisch vielseitige Option, die individuelle Bedürfnisse exakt abdeckt.

Das technische Herzstück des Systems bildet das Zusammenspiel aus einem effizienten 1,5-TSI-evo2-Verbrennungsmotor, zwei Elektromotoren, einer automatischen Kupplung und einem Ein-Gang-Automatikgetriebe. Die Kupplung stellt bei Bedarf eine direkte mechanische Verbindung zu den Vorderrädern her. Während der kleinere Elektromotor vor allem als Generator fungiert und den Benziner startet, übernimmt das größere Triebwerk den Antrieb der Vorderachse sowie die Rekuperation beim Verzögern.

Octavia ist das erste Modell der Marke mit einem Vollhybrid-Antriebsstrang
Der Vollhybrid des Skoda Octavia erkennbar durch ein HYBRID‘-Emblem an der Heckklappe © Skoda Deutschland GmbH

Drei Fahrmodi steuern den Vortrieb

Je nach Bedarf wechselt der Octavia nahtlos zwischen drei Betriebsmodi. Im rein elektrischen Modus nutzt der Wagen ausschließlich die Energie der Batterie, was eine emissionsfreie Reichweite von rund zwei Kilometern ermöglicht – ideal für verkehrsberuhigte Zonen. Im Seriellen Hybridbetrieb treibt der Verbrennungsmotor den Generator an, welcher wiederum den elektrischen Antriebsmotor mit Strom versorgt. Dieser Modus greift vorwiegend bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h sowie bei starker Beschleunigung. Oberhalb dieser Geschwindigkeitsmarke wechselt das System bei gleichmäßiger Fahrt in den Parallelen Hybridmodus. Hier treibt der Benzinmotor die Räder direkt mechanisch an, während der Elektromotor unterstützend eingreifen kann.

Zwei Leistungsstufen und hohe Alltagstauglichkeit

Kunden können zwischen zwei Leistungsvarianten wählen. Die Einstiegsversion kombiniert einen 96 kW (130 PS) starken Benziner mit den Elektromotoren zu einer Systemleistung von 100 kW (136 PS). Die stärkere Variante nutzt ein Verbrennungsaggregat mit 110 kW (150 PS) und erreicht eine Systemleistung von 125 kW (170 PS). In beiden Ausführungen ist die Höchstgeschwindigkeit elektronisch auf 180 km/h begrenzt. Die kompakte Antriebsbatterie besitzt eine Bruttokapazität von 1,6 kWh und ist platzsparend unter den Rücksitzen untergebracht. Ein automatisches Batteriemanagement hält den Ladezustand konstant zwischen 40 und 90 Prozent.

Der Skoda Octavia ist das erste Modell der Marke mit einem Vollhybrid-Antriebsstrang
Der kleinere der beiden Elektromotoren fungiert in erster Linie als Generator und dient gleichzeitig zum Starten des Verbrennungsmotors. © Skoda Deutschland GmbH

Die Unterbringung der Batterie führt zu einer geringfügigen Anpassung des Ladevolumens, das Fahrzeug bleibt jedoch voll alltagstauglich. Die Limousine bietet ein Kofferraumvolumen von 460 Litern, das sich durch Umklappen der Sitze auf bis zu 1.400 Liter erweitern lässt. Beim Octavia Combi stehen großzügige 485 bis 1.540 Liter zur Verfügung. Zur erweiterten Serienausstattung des Vollhybrids gehören ab Werk ein großes 13-Zoll-Infotainment-Display, das 10 Zoll große Virtual Cockpit sowie ein dezenter „HYBRID“-Schriftzug am Heck.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.