Road to DTM 2026: Fünf Champions auf der Erfolgsleiter und ein historischer Rekord

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Die „Road to DTM“-Sieger 2026
Die „Road to DTM“-Sieger 2026 Michael Schrey, Finn Zulauf, Denny Berndt und Lachlan Robinson (v.l.n.r) © Gruppe C Photography

Die ADAC-Motorsportpyramide beweist einmal mehr ihre Stärke als eines der effektivsten Nachwuchsprogramme im europäischen Automobilsport. In der Saison 2026 haben fünf hochtalentierte Piloten die begehrte „Road to DTM“-Wertung für sich entschieden. Vom Kartsport über den BMW M2 Cup und die ADAC GT4 Germany bis hin zum ADAC GT Masters greift das ganzheitliche Konzept, um junge Talente gezielt an die absolute Spitze – die DTM – heranzuführen. Neben einem historischen Doppelerfolg steht die Plattform vor einer millionenschweren Neuausrichtung für das kommende Jahr.

Finn Zulauf schreibt Motorsport-Geschichte

Die herausragende Geschichte der Saison 2026 schrieb ohne Zweifel Finn Zulauf. Der 22-Jährige aus Königstein im Taunus feierte beim packenden Saisonfinale auf dem Hockenheimring einen geschichtsträchtigen Meilenstein. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Felix Hirsiger sicherte sich der Lamborghini-Pilot vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport nicht nur den prestigeträchtigen Titel im ADAC GT Masters, sondern setzte sich auch an die Spitze der „Road to DTM“-Wertung.

Damit gelang dem jungen Hessen ein historisches Novum: Bereits im Jahr 2024 hatte Zulauf als Champion der ADAC GT4 Germany die Nachwuchsförderung gewonnen und war daraufhin erfolgreich aufgestiegen. Er ist nun der erste Pilot überhaupt, der die „Road to DTM“-Wertung auf zwei verschiedenen Stufen der ADAC-Pyramide für sich entscheiden konnte. „Es ist eine sehr coole Story, dass ich nach dem Erfolg in der ADAC GT4 Germany nun auch das ADAC GT Masters gewonnen habe“, freute sich Zulauf nach dem Finale. Der Lohn für den historischen Triumph ist ein maßgeschneidertes Förderpaket, das ihm einen möglichen Start in der DTM-Saison 2027 ermöglicht. Dass dieser Sprung gelingen kann, bewies in diesem Jahr bereits Vorjahressieger Finn Wiebelhaus, der 2026 im Ford Mustang GT3 von HRT Ford Racing auf Anhieb in der DTM beeindruckte.

Im ADAC GT Masters gewann Finn Zulauf zusammen mit Felix Hirsiger den Titel
Im ADAC GT Masters gewann Finn Zulauf zusammen mit Felix Hirsiger den Titel © Gruppe C Photography

Berndt und Robinson: Mit Porsche-Power in Richtung GT3

Auch in der hart umkämpften ADAC GT4 Germany wurden die Weichen für die Zukunft gestellt. Das Duo Denny Berndt (Berlin) und Lachlan Robinson (Australien) dominierte im Porsche 718 Cayman GT4 der Mannschaft AVIA W&S Motorsport. Die beiden Nachwuchsfahrer holten nicht nur gemeinsam den Fahrer- und den Junior-Titel der Rennserie, sondern sicherten sich auch ihren Platz im „Road to DTM“-Programm.

Durch den Erfolg erhalten Berndt und Robinson wertvolle Unterstützung für den geplanten Aufstieg in das ADAC GT Masters für das Jahr 2027. Für den Australier Robinson ist das Ziel klar: „Das Programm Road to DTM ist hochinteressant für mich – genauso wie der GT3-Sport. Es wäre eine riesige Ehre, im ADAC GT Masters antreten zu dürfen.“ Teamkollege Denny Berndt unterstrich die Bedeutung der ADAC-Initiative: „Die Unterstützung ist super und extrem hilfreich. Als junger Fahrer geht der Blick immer nach oben.“ Ob das Duo im kommenden Jahr gemeinsam im GT3-Auto angreift oder das Projekt Titelverteidigung in der GT4 angeht, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Routinier Schrey triumphiert im neuen BMW M2 Cup

Eine erfolgreiche Premiere feierte 2026 der BMW M2 Cup unter der organisatorischen Leitung des ADAC. In diesem hart umkämpften Markenpokal setzte sich mit Michael Schrey ein bekanntes Gesicht durch. Der erfahrene Routinier von Hofor Racing by Bonk Motorsport steuerte seinen BMW M2 Racing zum Gesamtsieg und trug sich damit ebenfalls in die Siegerliste der „Road to DTM“ ein. Schrey, der bereits 2021 Champion der ADAC GT4 Germany war, unterstrich mit dieser Leistung erneut seine Klasse im seriennahen Tourenwagensport.

BMW M2 Cup 2026
Im Jahr 2026 erstmals vom ADAC ausgerichteten BMW M2 Cup setzte sich Michael Schrey durch © Gruppe C Photography

Kart-Meister Jakub Kamenik gelingt der Sprung in den Automobilsport

Das Fundament der „Road to DTM“ bildet die Deutsche Kart-Meisterschaft (DKM). In der dortigen OK-N-Kategorie geht es für die jüngsten Talente um den ersten großen Schritt auf der Karriereleiter. In der Saison 2026 drückte Jakub Kamenik der Meisterschaft seinen Stempel auf. Der Tscheche sicherte sich den Meistertitel und damit die „Road to DTM“-Trophy.

Kamenik erhält für das Jahr 2027 ein umfassendes Paket, das die komplette Startgebühr für eine Teilnahme wahlweise im BMW M2 Cup oder in der ADAC GT4 Germany abdeckt. Damit ist der direkte, finanziell geförderte Übergang vom Kart- in den echten Automobilsport garantiert. „Ich freue mich riesig auf das, was vor mir liegt. Mit der ‚Road to DTM‘ eröffnet sich für mich die Chance, mich auf der nächsten Stufe zu beweisen“, blickt das Kart-Talent gespannt in die Zukunft.

Ausblick 2027: 1,5 Millionen Euro für die Stars von morgen

Der ADAC ruht sich auf den Erfolgen nicht aus und zündet für das kommende Jahr die nächste Stufe der Talentförderung. Für die Saison 2027 wird die „Road to DTM“ noch konsequenter auf den direkten Aufstieg in die jeweils höhere Motorsport-Liga ausgerichtet. Dafür werden die Förderpakete über alle Klassen hinweg optimiert und neu strukturiert.

Insgesamt stellt der Automobilclub für das Jahr 2027 ein Budget von stolzen 1,5 Millionen Euro in Form von Geld- und Sachpreisen zur Verfügung. Dieses finanzielle Fundament soll sicherstellen, dass fahrerisches Talent und sportliche Erfolge im Cockpit der entscheidende Faktor für den Aufstieg bleiben – unabhängig vom persönlichen Budget der Fahrer. Die Gewinner der kommenden Saison werden als Erste von diesen neuen, erweiterten Rahmenbedingungen profitieren.