Formel 1 in Malaysia: Bitterer Sonntag für Mercedes trotz Antonelli-Podium

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Formel 1 GP von Bahrain 2026
F1 GP Bahrain Kimi Antonelli fährt aufs Podium und bitteres Aus für Teamkollegen George Russel © Mercedes Benz AG

Das Mercedes-AMG Petronas F1 Team blickt auf das wohl schwierigste Wochenende der laufenden Saison zurück. Beim Großen Preis von Bahrain in Malaysia reichte es für die Silberpfeile trotz einer zwischenzeitlichen Doppel-Führung durch einen späten technisch bedingten Ausfall von George Russell nicht für das erhoffte Doppelpodium beim Heimrennen des Titelpartners Petronas. Kimi Antonelli rettete mit Platz zwei Schadensbegrenzung für das Team, während Max Verstappen im Red Bull den Sieg einfuhr.

Turbulenter Start unter wechselhaften Bedingungen

Bereits vor dem Erlöschen der Startampel sorgte starker Regen für erhebliche Verzögerungen. Nach einer abgebrochenen Startsequenz und technischen Problemen bei mehreren Fahrzeugen auf der Einführungsrunde begann das Rennen unter extrem wechselhaften Bedingungen.

Mercedes bewies beim Start das richtige Händchen: Während sich einige Konkurrenten für Slicks entschieden, setzten sowohl Antonelli als auch Russell auf Intermediate-Reifen. Die Entscheidung zahlte sich sofort aus. Mit zwei Blitzstarts katapultierten sich die Mercedes-Piloten an die Spitze des Feldes und kontrollierten die Anfangsphase auf den Plätzen eins und zwei.

Fehlende Pace im Trockenen und bitteres Aus für Russell

Eine Safety-Car-Phase in der neunten Runde nutzte das Team optimal, um beide Fahrzeuge auf Medium-Reifen umzurüsten, da die Strecke zunehmend abtrocknete. Im Trockenen zeigte sich jedoch schnell die bittere Realität dieses Wochenendes: Die Rennpace des Wagens reichte nicht aus, um den heranstürmenden Red-Bull-Piloten Max Verstappen zu halten.

Dennoch schien ein doppeltes Podium für Mercedes sicher, da Antonelli und Russell auf den Plätzen zwei und drei ein einsames, aber kontrolliertes Rennen fuhren. Fünf Runden vor dem Ende der herbe Rückschlag: Ein vermutetes Problem mit der Power Unit zwang George Russell zur vorzeitigen Aufgabe. Kimi Antonelli brachte den zweiten Platz nach einem laut Teamchef Toto Wolff „schwierigen Wochenende“ schließlich sicher über die Ziellinie.

In der Konstrukteurswertung schrumpfte der Vorsprung von Mercedes vor dem anstehenden Finale des Triple-Headers in Singapur damit auf 151 Punkte.

Großer Preis von Bahrain 2026 in Malaysia
Mercedes Pilot Kimi Antonelli kann die Führung in der Fahrer WM beim GP von Bahrain ausbauen © Mercedes Benz AG

Stimmen aus dem Team: Frustration überwiegt trotz Podestplatz

Kimi Antonelli zeigte sich nach dem Rennen zwiegespalten: „Angesichts unserer Schwierigkeiten an diesem Wochenende denke ich, dass der zweite Platz das Maximum ist, das wir heute erreichen konnten. Das Team hat die Reifenentscheidungen gut getroffen. Trotzdem verlassen wir Malaysia frustriert, da unsere Pace nicht für den Sieg reichte und Georges Ausfall extrem enttäuschend ist.“

Der sichtlich geknickte George Russell sprach von einem weiteren harten Tag in einer für ihn ohnehin vom Pech verfolgten Saison: „Besonders bitter ist, dass wir auf dem besten Weg zu einem tollen Ergebnis für das Team und unseren Partner Petronas bei dessen Heimrennen waren. Wir werden als Team hart daran arbeiten zu verstehen, warum wir hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.“

Auch Teamchef Toto Wolff fand nach dem Rennen deutliche Worte: „Das war das schlechteste Wochenende der Saison für uns. Es tut weh und ist nicht akzeptabel, wie oft wir George in diesem Jahr schon im Stich gelassen haben. Wir waren in Malaysia weder schnell noch zuverlässig genug. Wir müssen jetzt genau analysieren, warum wir unter unseren Möglichkeiten geblieben sind.“

Andrew Shovlin, Trackside Engineering Director, lobte zumindest das strategische Verhalten der Crew in der hektischen Anfangsphase, mahnte jedoch auch an, dass bis zum nächsten Rennen in Singapur nur sehr wenig Zeit bleibe, um die Daten auszuwerten und das Auto für die völlig veränderten Bedingungen des Stadtkurses vorzubereiten.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.