
Philip Ellis (SUI), Russell Ward (USA) und Winward Racing haben gemeinsam mit Mercedes-AMG Motorsport beim 29. Motul Petit Le Mans auf dem Michelin Raceway Road Atlanta Geschichte geschrieben. Zum dritten Mal in Folge sicherte sich die Mannschaft die GTD-Fahrer-, Team- und Herstellermeisterschaft der IMSA WeatherTech SportsCar Championship – eine solche Titelserie ist zuvor noch keinem anderen Konstrukteur in einer IMSA-Klasse gelungen.
Perfektes Finale unter Extrembedingungen
Trotz schwieriger und wechselhafter Wetterbedingungen feierten Philip Ellis und Russell Ward zusammen mit Indy Dontje (NED) nach 346 Runden den ersten Petit Le Mans-Sieg für Winward Racing überhaupt. Es war gleichzeitig ihr fünfter GTD-Saisonsieg. Durch den Erfolg machte das Trio auch den Triumph im IMSA Michelin Endurance Cup perfekt, womit das Team die Saison mit insgesamt fünf Titeln abschließt.
Der Grundstein für den Erfolg wurde bereits im Qualifying gelegt, als Mercedes-AMG Performance-Fahrer Philip Ellis mit einer Bestzeit von 1:18,674 Minuten die Pole Position holte. Auch beim Rennstart auf feuchter Strecke behauptete er im Mercedes-AMG GT3 #57 souverän die Führung.

Turbulentes Rennen und frühe Titelentscheidung
Da die beiden direkten Meisterschaftskonkurrenten schon in der Anfangsphase durch technische Defekte zurückgeworfen wurden, stand die erfolgreiche GTD-Titelverteidigung vorzeitig fest. Danach lag der Fokus voll auf dem Endurance Cup, in dessen Finale das Team mit vier Punkten Rückstand gegangen war.
Das Rennen verlangte Fahrern und Strategen alles ab: Insgesamt 16 Full-Course-Yellow-Phasen sorgten für einen neuen Rekord beim Petit Le Mans. Wegen heftiger Unwetter musste das Rennen nach gut dreieinhalb Stunden sogar für 30 Minuten unterbrochen werden. Die Startnummer 57 hielt sich jedoch konstant in der Spitzengruppe. Eine halbe Stunde vor Ende des Rennens übernahm das Team nach einer Gelbphase erneut die Führung und fuhr den Klassensieg nach Hause. Ein starkes Gesamtergebnis für Mercedes-AMG rundeten Lin Hodenius (NED), James Roe (IRL) und Luca Stolz (GER) ab, die im Auto von Lone Star Racing den vierten Platz belegten.
Eine historische Aufholjagd
Der Weg zum dritten Titel in Folge war eine bemerkenswerte Aufholjagd. Nach dem Auftaktsieg beim 24-Stunden-Rennen von Daytona geriet Winward Racing im Laufe der Saison zwischenzeitlich mit 300 Punkten in Rückstand. In der Geschichte der IMSA-Meisterschaft wurde nur ein einziges Mal ein größerer Rückstand aufgeholt. Mit einer Serie von drei Siegen in Folge (Canadian Tire Motorsport Park, Road America und Virginia International Raceway) kämpfte sich das Team zurück und feierte am Ende einen Vorsprung von 235 Punkten.
Ausblick auf die Saison 2027
Die Planungen für das kommende Jahr laufen bereits. Vom 22. bis 24. Januar 2027 startet die neue Saison mit dem „Roar Before the Rolex 24“, gefolgt von der 65. Ausgabe des legendären 24-Stunden-Rennens von Daytona eine Woche später. Auch in der neuen Saison werden Philip Ellis und Russell Ward das feste Fahrer-Duo des Mercedes-AMG GT3 #57 bilden.
















