
Audi belebt den Namen A2 als vollelektrisches Kompaktmodell neu. Der A2 e-tron setzt konsequent auf Aerodynamik, bidirektionales Laden und Kreislaufwirtschaft. Mit einem Verbrauch von 12,8 kWh pro 100 Kilometer avanciert der Neuling zum effizientesten Modell der Marke. Der Marktstart steht kurz bevor.
Audi bringt mit dem neuen A2 e-tron einen vollelektrischen Einstiegstromer auf den Markt, bei dem maximale Effizienz statt schierer Batteriegröße im Vordergrund steht. Das gezielt für den europäischen Markt entwickelte Kompaktmodell bricht mit dem Trend zu immer größeren Akkus und setzt stattdessen auf technische Optimierung. Das Fahrzeug ist ab dem 10. September 2026 zu Preisen ab 38.200 Euro bestellbar. Die ersten Auslieferungen an Kunden sind für Dezember 2026 geplant.
Die Modellvarianten und Preise im Überblick
Zum Marktstart bietet Audi den A2 e-tron in vier Leistungsstufen und drei Batteriegrößen an. Die Preisstruktur staffelt sich wie folgt:
| Modellvariante | Leistung | Batteriekapazität (Brutto) | Max. Reichweite (WLTP) | Einstiegspreis (DE) |
| A2 e-tron Basis | 125 kW (170 PS) | 52 kWh | ca. 400 – 450 km | 38.200 € |
| A2 e-tron Effizienz-Modell | 140 kW (190 PS) | 61 kWh | bis zu 500 km | 41.900 € |
| A2 e-tron Mid-Range | 170 kW (231 PS) | 84 kWh | ca. 500 – 550 km | 48.900 € |
| A2 e-tron Topmodell | 240 kW (326 PS) | 84 kWh | bis zu 646 km | 51.200 € |
Aerodynamik-Bestwert im Kompaktsegment
Der niedrige Energieverbrauch des A2 e-tron basiert maßgeblich auf einer ausgefeilten Aerodynamik. Mit einem cw-Wert von 0,24 erreicht der Stromer den Bestwert im kompakten Audi-Portfolio.
Ermöglicht wird dies durch eine Reihe technischer Kniffe:
- Steuerbarer Kühllufteinlass: Öffnet sich nur bei tatsächlichem Kühlbedarf.
- Geschlossener Unterboden: Minimiert Verwirbelungen unter dem Fahrzeug.
- Gap Reducer: In die Radlaufblenden integrierte Elemente verkleinern den Spalt zum Rad.
- Aero-Räder: Speziell designte Felgen optimieren den Luftstrom.
- Bündige Türgriffe: Elektrische, flügelförmige Griffe fügen sich nahtlos in die Seitenlinie ein.
Effizientester Audi aller Zeiten schafft bis zu 646 Kilometer
Kunden können beim Antrieb aus vier Leistungsstufen wählen. Das Spektrum reicht von der Basisvariante mit 125 kW (350 Nm) bis zum Topmodell mit 240 kW (545 Nm). Die Energie wird über drei Batteriegrößen mit 52, 61 oder 84 kWh Brutto-Kapazität bereitgestellt. Der Antrieb erfolgt über permanenterratene Synchronmaschinen auf die Hinterachse.
In der Spitze ermöglicht das System eine WLTP-Reichweite von bis zu 646 Kilometern. Als Sparmeister positioniert sich der A2 e-tron mit 140 kW und optionalem Effizienzpaket: Er begnügt sich laut WLTP mit 12,8 kWh auf 100 Kilometer und ist damit der sparsamste Audi der Unternehmensgeschichte. Für die Energierückgewinnung stehen vier Rekuperationsstufen inklusive echtem One-Pedal-Driving zur Verfügung.

Bidirektionales Laden als mobiler Heimspeicher
Ein technologisches Highlight des A2 e-tron ist die Fähigkeit zum bidirektionalen Laden. Über die „Vehicle-to-Load“-Funktion (V2L) können externe Geräte wie E-Bikes über eine Steckdose im Kofferraum oder per Adapter geladen werden.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz geht Audi noch einen Schritt weiter: Mittels „Vehicle-to-Home“ (V2H) und einer kompatiblen DC-Wallbox lässt sich das Fahrzeug als privater Batteriespeicher nutzen, um Strom wieder in das heimische Hausnetz einzuspeisen.
Viel Platz und rollendes Büro im Innenraum
Trotz kompakter Abmessungen soll das Interieur ein großzügiges Raumgefühl bieten. Ein 1,6 Quadratmeter großes, UV-geschütztes Panoramaglasdach sorgt für viel Tageslicht. Erstmals verbaut ein Premiumhersteller zudem das patentierte Magnet-Befestigungssystem von Fidlock serienmäßig, mit dem sich Zubehör wie Cupholder oder Ladekabeltaschen modular im Auto fixieren lassen.

Für Business-Kunden integriert die VW-Tochter das Paket „Audi connected work“. Dieses bringt Microsoft Outlook, Teams und einen KI-basierten Work Agent direkt ins Cockpit, um produktives Arbeiten von unterwegs zu ermöglichen.
Fokus auf Nachhaltigkeit und verkürzte Entwicklungszeit
Beim Bau des Fahrzeugs setzt Audi verstärkt auf die Kreislaufwirtschaft. Über 300 Bauteile bestehen aus Rezyklaten, darunter Anteile aus Stahl, Aluminium und Kunststoffen. Mehr als 100 Komponenten nutzen Post-Consumer-Rezyklate. Zudem wurde das Fahrzeug so konstruiert, dass sich die Bauteile nach dem Lebenszyklus einfacher recyceln lassen.
Auch in der Produktion im Stammwerk Ingolstadt wurden Ressourcen geschont. Durch gestraffte Prozesse und digitale Vorserien-Reife rollt der A2 e-tron 21 Monate früher auf die Straße als vergleichbare Vorgängerprojekte. Audi nutzt in der Fertigung rund 1.200 bestehende Komponenten sowie 250 bereits vorhandene Roboter. Durch das Fabriksteuerungs-Prinzip der „Perlenkette“ wird zudem die Logistik-Komplexität in der Montage drastisch reduziert.


















