
Doppelsieg für GR Yaris Rally2 unter schwierigen Bedingungen in der WRC2 Das Toyota Gazoo Racing World Rally Team sicherte sich bei der Rallye Portugal einen Doppelpodiumsplatz, nachdem der mögliche Sieg durch eine unglückliche Wendung im späten Verlauf eines spannenden und anspruchsvollen Wettbewerbs zunichtegemacht wurde.
Sébastien Ogier schien nach einer starken Leistung unter schwierigen, nassen Bedingungen am Samstagnachmittag auf dem Weg zu einem weiteren Rekordsieg auf dem klassischen Schotterevent zu sein.
Sein Vorsprung betrug nach den ersten beiden Wertungsprüfungen am Sonntag auf den ikonischen sandigen Strecken nordöstlich von Porto 17,3 Sekunden. Doch unter den ausgefahrenen und steinigen Bedingungen beim zweiten Durchgang von Vieira do Minho mussten er und sein Beifahrer Vincent Landais anhalten, um ein Rad und einen Reifen zu wechseln, wodurch sie rund zwei Minuten verloren.

Diese vorletzte Prüfung brachte dem Team doppelte Probleme: Auch der auf Rang drei liegende Sami Pajari musste unter ähnlichen Umständen für über zwei Minuten stoppen, was ihm und seinem Beifahrer Marko Salminen ein fünftes Podium in Folge verwehrte.
Oliver Solberg und Elfyn Evans profitierten vom Pech ihrer Teamkollegen, rückten auf die Podiumsplätze vor und sicherten sich somit den zweiten beziehungsweise dritten Gesamtrang. Gleichzeitig belegten sie im „Super Sunday“-Klassement ebenfalls die ersten beiden Plätze und sammelten damit wertvolle zusätzliche Meisterschaftspunkte.
Evans war in der abschließenden Power Stage der schnellste Fahrer des Teams und erzielte zusammen mit seinem Beifahrer Scott Martin die drittbeste Gesamtzeit. Evans baut damit seine Führung in der Fahrerwertung auf 12 Punkte Vorsprung vor Takamoto Katsuta aus, der gemeinsam mit seinem Beifahrer Aaron Johnston den fünften Gesamtrang belegte.
Solberg und sein Beifahrer Elliott Edmondson wurden Vierte in der Power Stage und klettern in der Meisterschaft auf den dritten Platz, 31 Punkte hinter der Spitze. Ogier und Pajari komplettierten die Top sieben des Rallye-Ergebnisses.
In der WRC2-Kategorie gab es für den GR Yaris Rally2 einen Doppelsieg nach einem ebenso engen und ereignisreichen Wettbewerb unter anspruchsvollen Bedingungen. Teemu Suninen und Janni Hussi setzten sich durch und sicherten sich den Sieg mit ihrem von Delta Rally vorbereiteten Fahrzeug. Ihre finnischen Landsleute Roope Korhonen und Anssi Viinikka belegten mit ihrem von Printsport eingesetzten und von Rautio Motorsport gemeldeten Fahrzeug den zweiten Platz.
TGR WRC Challenge Program-Fahrer Yuki Yamamoto sammelte auf den anspruchsvollen Prüfungen wertvolle Erfahrung und überwand zahlreiche Herausforderungen, um schließlich auf Rang neun im 43 Fahrzeuge starken Rally2-Feld ins Ziel zu kommen.
Juha Kankkunen (Stellvertretender Teamchef)
„Es ist nie ein schönes Gefühl, einen Rallyesieg so kurz vor dem Ende noch zu verlieren, aber wir haben in diesem Jahr in Kroatien von einer ähnlichen Situation profitiert und diesmal standen wir auf der anderen Seite. So ist der Rallyesport: Es ist nie vorbei, bis es vorbei ist. Es sieht so aus, als hätten sich Seb und Sami auf dieser vorletzten Prüfung an einer ähnlichen Stelle jeweils einen Reifenschaden eingefangen; das ist frustrierend, denn beide haben zuvor einen richtig starken Job gemacht, insbesondere bei den schwierigen Bedingungen im Nassen gestern. Dennoch konnten Oliver und Elfyn auf das Podium fahren und den Super Sunday mit den Plätzen eins und zwei abschließen. Wir haben ein starkes Team und jetzt blicken wir voller Zuversicht auf die Rallye Japan.“

















