WEC 2026: Peugeot TotalEnergies vor Europa-Finale mit spektakulärem Fahrer-Debüt

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WEC Peugeot 9x8 6h Fuji
Peugeot 9X8 bei den 6 Stunden von Fuji © Peugeot

Das Team PEUGEOT TotalEnergies steht vor einem wegweisenden Saisonfinale in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) 2026. Aufgrund einer kurzfristigen Änderung des offiziellen Rennkalenders schließt die französische Werksmannschaft die Saison mit einem packenden Doppelrennen auf europäischem Boden ab. Die vorletzte Station führt das Feld zu einer echten Premiere nach Spanien, wo das Team gleichzeitig die Weichen für die Zukunft stellt.

Vom 16. bis 18. Oktober 2026 gastiert die weltweit führende Langstrecken-Rennserie zum ersten Mal überhaupt auf dem traditionsreichen Circuit de Barcelona-Catalunya. Für Peugeot ist es der Auftakt zu einem intensiven Endspurt: Nur wenige Wochen später, vom 6. bis 8. November, steigt im italienischen Monza das große Finale – auf genau der Strecke, auf der der PEUGEOT 9X8 im Jahr 2022 sein vielbeachtetes Renndebüt feierte.

Neue Herausforderung in Barcelona: Reifenmordende Kurven und Taktikspiel

Die 1991 eröffnete Rennstrecke in Barcelona setzt seit Jahrzehnten internationale Maßstäbe, ist für den WEC-Tross jedoch Neuland. Mit einer Länge von 4,657 Kilometern, einer über einen Kilometer langen Start-Ziel-Geraden und einer Kombination aus langgezogenen, extrem belastenden Kurven stellt der Kurs das Team PEUGEOT TotalEnergies vor eine harte Bewährungsprobe.

Besonders die Reifenhaltbarkeit und das dichte Überholgewimmel werden beim Sechs-Stunden-Rennen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Da Barcelona als extrem überholunfreundlich gilt, wird bereits dem Qualifying eine Schlüsselrolle zukommen, um die Fahrzeuge in eine optimale Ausgangslage zu bringen.

Cockpit-Wechsel bei der #93: Alex Quinn feiert Hypercar-Premiere

Das spanische Rennwochenende markiert gleichzeitig einen großen Meilenstein für die Zukunft des Teams. Der 25-jährige Brite Alex Quinn wird in Barcelona sein lang ersehntes Debüt in der höchsten Klasse des Langstreckenrennsports geben. Quinn, der nach starken Leistungen beim Rookie-Test 2025 und anschließenden Testfahrten für 2026 als Test- und Entwicklungsfahrer verpflichtet wurde, ersetzt bei den verbleibenden zwei Saisonrennen Stoffel Vandoorne im PEUGEOT 9X8 mit der Startnummer 93. Er greift damit an der Seite von Paul Nick Cassidy und Paul Di Resta ins Lenkrad.

Alex Quinn
Alex Quinn wird ab 2027 WEC-Stammfahrer beim Team PEUGEOT TotalEnergies © Peugeot

Die Beförderung kommt nicht von ungefähr: Peugeot hat Quinn bereits offiziell als Stammfahrer für die Saison 2027 bestätigt. Die Einsätze in Spanien und Monza dienen nun dazu, unter realen Rennbedingungen wertvolle Erfahrungen im Hypercar-Bereich zu sammeln.

Stimmen aus dem Team: Motivation und Vorfreude

Emmanuel Esnault (Teamchef PEUGEOT TotalEnergies):

„Spanien ist einer der Schlüsselmärkte von PEUGEOT – daher freuen wir uns umso mehr, am allerersten WEC-Rennen in diesem Land teilzunehmen. Die Aufholjagd der Startnummer 94 auf den sechsten Platz in Fuji motiviert uns enorm. Das Team konnte in Barcelona bereits testen und die meisten Fahrer kennen den Kurs aus anderen Serien. Die Nominierung von Alex Quinn für die #93 war eine naheliegende Entscheidung: Da er ab 2027 unser Stammfahrer ist, wird jede Minute Fahrpraxis in Barcelona und Monza extrem wertvoll für unsere Zukunft sein.“

Alex Quinn (Fahrer PEUGEOT 9X8 #93):

„Ich freue mich riesig darauf, in Barcelona auf die Strecke zu gehen. Ich fühle mich beim PEUGEOT Team bereits wie zu Hause. Mein Ziel ist es, mich so reibungslos wie möglich in das Rennprogramm einzufinden. Das wird ein stolzer Moment in meiner Karriere, deshalb möchte ich einfach gute Arbeit für das Team leisten und dabei Spaß haben!“

Théo Pourchaire (Fahrer PEUGEOT 9X8 #94):

„Ich kenne Barcelona aus der ELMS, aber für den Großteil des WEC-Feldes wird es eine völlig neue Herausforderung. Es wird spannend zu sehen, wer sich am schnellsten anpasst. Weil das Überholen hier extrem schwierig ist, müssen wir im Qualifying absolut konkurrenzfähig sein. Nach den guten Punkten in Fuji wollen wir den Schwung unbedingt mitnehmen.“

Mit diesem strategischen Fahrerwechsel und dem frischen Aufwind aus den letzten Rennen blickt Peugeot TotalEnergies optimistisch auf den spanischen Asphalt. Es bleibt spannend, ob der französische Automobilbauer den Schwung aus Fuji mitnehmen und sich beim historischen WEC-Debüt in Barcelona eine perfekte Ausgangslage für das große Finale in Monza sichern kann.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.