
Mercedes-AMG Motorsport hat beim packenden DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring die Herstellermeisterschaft eingefahren. Vor insgesamt 112.000 Zuschauern dominierte die Marke mit dem Stern das Wochenende und feierte in ihrer 37. DTM-Saison den insgesamt 17. Herstellertitel – den dritten Triumph in Folge. Während Thomas Preining (AUT) sich den Fahrertitel sicherte, krönte sich Maro Engel nach einem Sieg im Sonntagsrennen zum Vizemeister.
Luci Auer siegt beim 100. Jubiläum am Samstag
Das Rennwochenende begann für Mercedes-AMG mit einem historischen Meilenstein. Am Samstag absolvierte die Marke ihren 100. DTM-Einsatz auf dem Hockenheimring. Lucas Auer und das Mercedes-AMG Team Landgraf feierten dabei einen perfekten Einstand und holten ihren ersten Saisonsieg.
Der von Platz zwei gestartete Österreicher übernahm in der zweiten Runde die Führung. Auch eine frühe Rennunterbrechung durch eine Rote Flagge brachte ihn nicht aus dem Konzept. Maro Engel, der ebenfalls in der Spitzengruppe mitmischte, verlor durch einen Defekt am Verriegelungsmechanismus der Radmutter beim Boxenstopp wertvolle Zeit. Er rettete sich auf Rang vier und fuhr mit einer Zeit von 1:38,008 Minuten die schnellste Rennrunde. Mit den kombinierten Punkten von Auer und Engel machte Mercedes-AMG den Sack in der Markenwertung bereits am Samstag vorzeitig zu.
Maro Engel triumphiert am Sonntag und wird Vizemeister
Am Sonntag stand ganz im Zeichen von Maro Engel und dem Mercedes-AMG Team Winward Racing. Engel ging mit 21 Punkten Rückstand und theoretischen Titelchancen ins letzte Rennen. Von Startplatz drei aus erwischte er einen perfekten Lauf und übernahm noch vor den Boxenstopps die Führung.
Mit dem konstant schnellsten Fahrzeug im Feld kontrollierte Engel das Rennen im Mittelstint. Nach 35 Runden überquerte er die Ziellinie mit einem Vorsprung von 3,058 Sekunden. Es war sein dritter Saisonsieg und gleichzeitig sein erster DTM-Erfolg überhaupt in Hockenheim. In der Endabrechnung fehlten ihm zwölf Punkte auf den neuen Champion Thomas Preining. Für Engel ist die Vizemeisterschaft das beste Gesamtergebnis in seiner zehnten DTM-Saison. Winward Racing beendete das Jahr ebenfalls als Vizemeister in der Teamwertung.

Die weiteren Platzierungen und Rookie-Titel für Kalender
Hinter den Top-Platzierten gab es gemischte Ergebnisse für die Mercedes-AMG Piloten:
- Lucas Auer beendete das Sonntagsrennen auf Platz 13 und schloss die Saison auf Gesamtrang vier ab.
- Jules Gounon wurde beim Start unverschuldet in eine Kollision verwickelt. Für ihn war das Rennen vorzeitig beendet, er belegt Platz zehn in der Gesamtwertung.
- Tom Kalender kam am Sonntag auf Rang 15 ins Ziel. Im finalen Klassement erreichte er den 18. Platz und krönte sich damit zum Champion in der „Rookie of the Year“-Wertung.
Stimmen aus dem Team: Stolz und Kampfgeist für die Zukunft
Simon Wilbers (Leiter Mercedes-AMG Motorsport): „Wir sind stolz darauf, zum 17. Mal die Herstellermeisterschaft gewonnen zu haben. Das Saisonfinale mit zwei Siegen war ein fantastischer Abschluss. Natürlich ist es schade, dass es nicht zur Fahrermeisterschaft gereicht hat. Wir werden alles daransetzen, diesen Titel bald wieder nach Affalterbach zu holen.“
Thomas Jäger (Sporting Manager DTM): „Unsere Teams haben sich mit vier Siegen und neun weiteren Podestplätzen stark präsentiert. Glückwunsch an Manthey und Thomas Preining, die eine konstant gute Saison gefahren sind.“
Maro Engel (Vizemeister): „Wir haben beim Finale noch einmal alles reingeworfen. Nach einer so guten Saison dürfen wir nicht enttäuscht sein. Wer mich kennt, weiß, dass ich aus Niederlagen gestärkt hervorgehe. Ich würde mir wünschen, auch im kommenden Jahr in der DTM um den Titel zu fahren.“

















