Showdown in Hockenheim: Sechs Piloten kämpfen um den ADAC GT Masters Titel 2026

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Showdown in Hockenheim: Sechs Piloten kämpfen um den ADAC GT Masters Titel 2026
Im Duell auf der Strecke: Der Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 von Hirsiger/Zulauf gegen den BMW M4 GT3 Evo von Zimmermann/Fourie © Gruppe C Photography

Das ADAC GT Masters steuert auf eines der spannendsten Saisonfinales seiner Geschichte zu. Wenn die Motoren vom 9. bis 11. Oktober auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg dröhnen, ist für Nervenkitzel pur gesorgt: Vor den beiden letzten Läufen der Saison zeichnet sich ein echter Krimi ab. Die Ausgangslage in der Tabelle verspricht Hochspannung, denn der Kampf um die begehrte Meisterschaftrophäe ist ein enger Dreikampf. An der Spitze der Gesamtwertung geht es extrem eng zu – es ist der knappste Titelkampf seit Jahren. Rechnerisch haben noch sechs Fahrer aus drei verschiedenen Teams und auf drei unterschiedlichen Fahrzeugmarken Chancen auf den Gesamtsieg.

Fourie und Zimmermann verteidigen die Tabellenspitze

Mit 184 Punkten reisen die aktuellen Spitzenreiter nach Baden-Württemberg: Die BMW-Piloten Leyton Fourie (20/Südafrika) und Tim Zimmermann (29/Langenargen), die für das Team FK Performance Motorsport ins Lenkrad greifen. Für das Duo steht am kommenden Wochenende alles auf dem Spiel. Die Meisterschaftsführung wechselte im Saisonverlauf immer wieder hin und her, doch nun wollen die BMW-Fahrer den Sack endgültig zumachen.

Für Zimmermann wäre der Titel die Erfüllung eines lang gehegten Traums: „Ich hatte schon viele Versuche in dieser Serie und bin unglaublich dankbar, jetzt in dieser hervorragenden Position zu sein“, erklärt er kämpferisch. Ein Gesamtsieg wäre für ihn ein riesiges Highlight. Auch sein südafrikanischer Teamkollege Leyton Fourie ist hochmotiviert. Er eifert seit Jahren seinen erfolgreichen Landsmännern nach: „Seit meiner Kindheit träume ich davon, eine GT3-Meisterschaft zu gewinnen. Besonders Sheldon und Kelvin van der Linde sowie Jordan Pepper haben mich über die Jahre sehr unterstützt. Es wäre ein großartiges Gefühl, es ihnen gleichzutun.“

Das Team Engstler lauert auf seine Chance

Direkt hinter den Führenden lauert die Konkurrenz in Schlagdistanz. Mit nur fünf Zählern Rückstand und insgesamt 179 Punkten belegen Felix Hirsiger (28/Schweiz) und Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus) den zweiten Tabellenplatz. Die Piloten vom Liqui Moly Team Engstler Motorsport steuern einen bulligen Lamborghini Huracán GT3 Evo2 und reisen mit viel Selbstbewusstsein an. Die reine Statistik spricht auf dem Hockenheimring mit sechs zu zwei Siegen klar für Lamborghini.

Sechs Piloten kämpfen um den ADAC GT Masters Titel 2026
Im Duell auf der Strecke: Der Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 von Hirsiger/Zulauf gegen den BMW M4 GT3 Evo von Zimmermann/Fourie © Gruppe C Photography

Zulauf weiß genau, wie man in Hockenheim triumphiert, da er dort im Vorjahr die ADAC GT4 Germany gewann. Seine Kampfansage an die Konkurrenz ist eindeutig: „Wir gehen mit der festen Erwartung ins Wochenende, Meister zu werden. Wir haben die gesamte Saison so hart dafür gekämpft. Jetzt Zweiter zu werden, würde sich für uns wie eine Niederlage anfühlen.“ Sein Partner Hirsiger visiert ebenfalls einen persönlichen Meilenstein an: „Das wäre mein dritter Titel in Folge in verschiedenen Serien. Das ist meine Hauptmotivation und extrem wichtig für meine sportliche Zukunft.“

Aufholjagd im Ford Mustang: Die Außenseiter schlagen zurück

Obwohl sich die Blicke vor allem auf das Duell zwischen BMW und Lamborghini richten, darf man zwei weitere Fahrer nicht abschreiben. Kiano Blum (19/Österreich) und Niklas Kalus (21/Duisburg) belegen im Ford Mustang GT3 vom Haupt Racing Team aktuell den dritten Rang. Ihr Rückstand auf die Spitze beträgt zwar 48 Punkte, doch bei noch 56 zu vergebenden Zählern beim Finale ist mathematisch noch alles möglich.

Das Youngster-Duo plant eine bedingungslose Aufholoffensive. „Die Meisterschaft zu gewinnen, wird zugegebenermaßen sehr schwierig“, gibt Kalus offen zu. „Aber wir konzentrieren uns voll auf uns und unser Auto. Wir möchten uns unbedingt noch einen Saisonsieg holen.“ Kollege Blum blickt dem Wochenende ebenfalls optimistisch entgegen: „Hockenheim ist meine absolute Lieblingsstrecke. Ich habe dort schon so unglaublich viele Kilometer absolviert, dass ich mir zutraue zu sagen, dass ich dort persönlich am schnellsten bin. Ein guter Saisonabschluss ist absolut im Bereich des Möglichen.“

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.