
ADAC-Analyse: Super E10 steigt innerhalb von drei Wochen um über 15 Cent. Die Preise für Kraftstoff haben im Juli eine deutliche Aufwärtsbewegung verzeichnet. Nach einer aktuellen Auswertung des ADAC stieg insbesondere der Preis für Dieselkraftstoff im Monatsverlauf stark an.
- Diesel-Preisentwicklung: Am 5. Juli lag der Durchschnittspreis für einen Liter Diesel bei 1,946 Euro. Bis zum 31. Juli stieg dieser Wert auf 2,225 Euro. Dies entspricht einem Zuwachs von 27,9 Cent.
- Super E10-Preisentwicklung: Der niedrigste Stand wurde am 1. Juli mit 2,016 Euro pro Liter gemessen. Am teuersten Tag, dem 23. Juli, erreichte der Preis 2,168 Euro. Das bedeutet eine Differenz von 15,2 Cent.
Monatsdurchschnitt nähert sich Rekordwerten
Im gesamten Monatsdurchschnitt mussten Verbraucher für einen Liter Super E10 2,099 Euro bezahlen. Dieser Wert liegt lediglich einen Cent unter dem bisherigen Höchststand vom April 2026, der bei 2,109 Euro lag.
Diesel kostete im Julidurchschnitt 2,097 Euro pro Liter. Damit blieb der Preis unter dem historischen Höchstwert aus dem April, als im Schnitt 2,263 Euro verlangt wurden.

ADAC fordert Überprüfung durch das Bundeskartellamt
Der ADAC sieht die jüngste Preisentwicklung kritisch und verweist auf die Entkopplung von den Rohölmärkten.
- Rohölpreis sank zum Monatsende: Der Preis für Rohöl stieg bis zum 23. Juli kurzzeitig auf über 100 US-Dollar je Barrel, sank danach aber wieder auf unter 90 US-Dollar.
- Spritpreise blieben hoch: Trotz sinkender Rohölkurse gaben die Preise an den Tankstellen nicht nach oder stiegen weiter an.
- Forderung an Behörden: Der Automobilclub plädiert daher für eine Untersuchung durch das Bundeskartellamt. Dabei sollten vor allem die Raffinerie- und Großhandelspreise analysiert werden.
Fazit: Kraftstoffpreise bleiben trotz sinkender Rohölkurse hoch
Die ADAC-Auswertung für den Juli zeigt eine deutliche Entkopplung der Tankstellenpreise vom weltweiten Rohölmarkt. Während die Preise für Diesel und Super E10 im Laufe des Monats stark anstiegen und sich historischen Höchstwerten näherten, gaben sie trotz sinkender Rohölkurse zum Monatsende nicht nach. Diese Intransparenz in der Preisgestaltung führt zu Recht zu Forderungen nach einer genaueren Untersuchung der Raffinerie- und Großhandelsmargen durch das Bundeskartellamt.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu den Kraftstoffpreisen im Juli
Wie stark sind die Spritpreise im Juli gestiegen?
Der Preis für einen Liter Diesel stieg im Laufe des Monats um 27,9 Cent. Bei der Sorte Super E10 betrug der Preisunterschied zwischen dem günstigsten und dem teuersten Tag des Monats 15,2 Cent.
Wie hoch waren die Durchschnittspreise im Juli?
Im Monatsmittel kostete ein Liter Super E10 2,099 Euro. Für einen Liter Diesel wurden im Schnitt 2,097 Euro fällig. Damit näherten sich die Preise knapp den historischen Höchstständen an.
Warum sinken die Preise an den Tankstellen nicht, wenn Rohöl billiger wird?
Obwohl der Rohölpreis zum Monatsende auf unter 90 US-Dollar je Barrel sank, blieben die Kraftstoffpreise hoch oder stiegen weiter. Der ADAC kritisiert diese Preispolitik der Mineralölkonzerne und sieht Klärungsbedarf bei den Gewinnmargen der Raffinerien und des Großhandels.
Was fordert der ADAC angesichts der hohen Preise?
Der Automobilclub fordert eine offizielle Untersuchung durch das Bundeskartellamt. Die Behörde soll prüfen, ob die Preiserhöhungen an den Tankstellen durch die Marktbedingungen gerechtfertigt sind oder ob eine ungerechtfertigte Preispolitik vorliegt.
Praktische Maßnahmen für effizientes Tanken und Fahren
Fahrweise optimieren
- Früh hochschalten: Schalten Sie bei einer Motordrehzahl von etwa 2.000 Umdrehungen pro Minute in den nächsthöheren Gang.
- Niedrigtourig fahren: Behalten Sie die gewählte Geschwindigkeit im höchstmöglichen Gang bei.
- Vorausschauend rollen: Nutzen Sie die Motorbremse, statt spät und abrupt abzubremsen.
- Konstant fahren: Vermeiden Sie unnötige Beschleunigungsmanöver auf Autobahnen und Landstraßen.
- Start-Stopp nutzen: Schalten Sie den Motor bei Stopps von mehr als 20 Sekunden manuell oder automatisch aus.
Fahrzeug vorbereiten
- Reifendruck erhöhen: Tanken Sie den Luftdruck bei voller Beladung auf den maximal zulässigen Wert des Herstellers auf.
- Gewicht reduzieren: Räumen Sie ungenutzte Gegenstände wie Wasserkisten oder Werkzeug aus dem Kofferraum.
- Dachaufbauten demontieren: Entfernen Sie Dachboxen, Fahrradträger oder Skiträger sofort nach der Nutzung.
Elektronik und Technik kontrollieren
- Klimaanlage dosieren: Nutzen Sie die Klimaanlage nur bei Bedarf, da sie den Verbrauch um bis zu 1,5 Liter pro 100 Kilometer erhöhen kann.
- Kurzstrecken meiden: Verzichten Sie auf Fahrten unter drei Kilometern, da der Motor in der Warmlaufphase am meisten Kraftstoff verbraucht.
- Stromfresser abschalten: Deaktivieren Sie Sitzheizung, Heckscheibenheizung und Lenkradheizung, sobald diese nicht mehr nötig sind.
Strategisch tanken
- Uhrzeit beachten: Tanken Sie vorzugsweise in den Abendstunden zwischen 18:00 und 22:00 Uhr, da die Preise dann meist am niedrigsten sind.
- Preise vergleichen: Nutzen Sie offizielle Tank-Apps, um die günstigste Tankstelle in Ihrer direkten Umgebung zu finden.
- Autobahntankstellen meiden: Fahren Sie für den Tankstopp von der Autobahn ab, um erhebliche Preisaufschläge zu umgehen.


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