Mercedes-AMG Motorsport: Starke Zwischenbilanz und Titeljagd in der Saison 2026

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#80 Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team RAVENOL Nürburgring 2026
#80 Mercedes-AMG GT3, Mercedes-AMG Team RAVENOL Nürburgring 2026 © Mercedes Benz AG

Mercedes-AMG Motorsport blickt auf eine erfolgreiche erste Hälfte der Motorsport-Saison 2026 zurück. In zahlreichen internationalen GT-Rennserien führen die Kundenteams und Fahrer die Meisterschaften an und gehen als Favoriten in die entscheidenden Rennen im Herbst.

Die aktuellen Meisterschaftsstände im Überblick

Die Performance des Mercedes-AMG GT3 und GT2 spiegelt sich in den weltweiten Platzierungen der SRO-Serien und weiteren Meisterschaften wider:

  • Intercontinental GT Challenge (IGTC): Maro Engel führt die Fahrerwertung nach drei von fünf Events an. Dahinter folgen Luca Stolz und Maxime Martin.
  • GT World Challenge Europe: Maro Engel und Lucas Auer belegen Platz eins der Gesamtwertung. Winward Racing führt die Teamwertung an. Das Trio Auer/Engel/Stolz liegt zudem im Endurance Cup auf Titelkurs. Daniel Juncadella belegt Rang drei im Sprint Cup.
  • GT World Challenge America: Dreifache Führung für Mercedes-AMG. Michai Stephens und Mikaël Grenier führen bei den Fahrern, JMF Motorsports bei den Teams und Mercedes-AMG in der Herstellerwertung.
  • DTM: Mercedes-AMG besetzt alle Spitzenpositionen mit Maro Engel (Fahrer), dem Mercedes-AMG Team Winward Racing (Teams) und Mercedes-AMG (Hersteller).
  • SRO-Übergeordnet: Mercedes-AMG führt die weltweite SRO-Herstellerwertung an.

Weitere Platzierungen im internationalen Kundensport:

  • GT World Challenge Australia: Tigani Motorsport führt die Teamwertung an.
  • IMSA WeatherTech SportsCar Championship: Philip Ellis, Russell Ward und das Team Winward Racing belegen Platz zwei der GTD-Wertung.
  • 24H SERIES European Series: Das GetSpeed Team JR286 (Teams) und Patrick Liddy (Fahrer) liegen in Führung.
  • International GT Open: Motopark führt die Teamwertung. Maximilian Götz und Christian Mansell belegen Rang zwei der Fahrerwertung.
  • GT2 European Series: Meisterschaftsführung für Jay Mo Härtling und David Thilenius (Fahrer) sowie SR Motorsport by Schnitzelalm (Team). NM Racing belegt Rang drei.

Meilensteine und wichtige Langstreckensiege 2026

Neben den Meisterschaftsplatzierungen feierte die Marke wichtige Einzelsiege und historische Jubiläen:

  • 24h-Rennen Nürburgring: Gesamtsieg im Mai durch das Mercedes-AMG Team RAVENOL.
  • Rolex 24 At Daytona: Klassensieg in der GTD-Klasse durch Winward Racing im Januar.
  • Bathurst 12 Hour: Gesamtsieg durch das Mercedes-AMG Team GMR im Februar.
  • Super Taikyu Series (Fuji): Zweiter 24-Stunden-Sieg in Folge für das Team TKRI im Juni.
  • 1.000. Gesamtsieg: Erzielt am 10. Juli durch Vincent Iogna (Team KRT) im Ultimate GT Sprint Cup in Mugello.
  • 1.000. Pole Position: Erreicht am 26. Juli durch Marchy Lee und Rio (UNO Racing Team) in der China GT Championship.
Stefan Wendl, Leiter Customer Racing, Mercedes-AMG Motorsport
Stefan Wendl, Leiter Customer Racing, Mercedes-AMG Motorsport © Mercedes Benz AG

Interview mit Stefan Wendl (Leiter Kundensport bei Mercedes-AMG Motorsport)

Frage: Die erste Saisonhälfte verlief sehr erfolgreich. Was ist der Schlüssel zu diesen Ergebnissen?

Stefan Wendl: Das weltweite Kundensportprogramm von Mercedes-AMG gehört zu den erfolgreichsten überhaupt. Der Mercedes-AMG GT3 ist trotz seines Debüts im Jahr 2016 und dem Update 2020 voll wettbewerbsfähig. Das verdanken wir der engen Zusammenarbeit zwischen Mercedes-AMG Motorsport, den Kundenteams, den Fahrern und unseren Partnern. Die frühen Siege in Daytona und Bathurst haben uns zudem das nötige Momentum für die Saison gegeben.

Frage: Welcher Erfolg war für Sie bisher der bedeutendste?

Stefan Wendl: Jeder Sieg zählt, aber auf den Gesamtsieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring haben wir zehn Jahre gewartet. Dass dies mit dem Mercedes-AMG Team RAVENOL geklappt hat, ist ein Highlight. Für zusätzliche Aufmerksamkeit im GT-Sport sorgte zudem der Wechsel des Teams von Max Verstappen zu Mercedes-AMG, was dem gesamten Kundensportprogramm spürbaren Aufwind verlieh.

Frage: Worauf wird es in der entscheidenden Saisonphase im Herbst ankommen?

Stefan Wendl: Wir müssen unsere Ausgangslage fehlerfrei nutzen. Die größte Herausforderung im Herbst wird die enge Taktung im Rennkalender sein. Es gibt Terminüberschneidungen zwischen der DTM und der IGTC. Da wir beide Serien anführen, unsere DTM-Fahrer aber nicht zeitgleich bei der IGTC starten können, ist eine präzise logistische und personelle Einsatzplanung entscheidend. Unser Ziel bleibt es, bis zum Finale in so vielen Klassen wie möglich um den Titel zu fahren.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.