
BMW M Motorsport und das BMW M Team WRT erlebten beim vierten Saisonrennen der FIA World Endurance Championship (FIA WEC) in São Paulo ein perfektes Wochenende. Die Bilanz der Sechs-Stunden-Fahrt in Brasilien: Der zweite Saisonsieg, die Rückeroberung der WM-Führung und ein starker Podestplatz in der LMGT3-Klasse.
Erster WEC-Sieg für die Startnummer 15
Das Trio Kevin Magnussen (DEN), Raffaele Marciello (SUI) und Dries Vanthoor (BEL) feierte im BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 15 einen historischen Erfolg. Für die Crew war es der allererste Sieg in der Langstrecken-Weltmeisterschaft.
Vom vierten Startplatz aus zeigte Startfahrer Magnussen eine offensive Anfangsphase und schob sich schnell auf Rang zwei vor. Nach der finalen Boxenstopp-Serie übernahm Schlussfahrer Vanthoor die Führung und verteidigte diese souverän bis zur Ziellinie. Für das BMW M Team WRT markiert dies nach dem vorherigen Doppelerfolg in Spa-Francorchamps bereits den zweiten Saisonsieg.
Aufholjagd bringt WM-Führung zurück
Eine beeindruckende Leistung zeigten auch Robin Frijns (NED) und René Rast (GER) im Shell BMW M Hybrid V8 (#20). Nach einem enttäuschenden Qualifying startete das Duo gemeinsam mit Sheldon van der Linde (RSA) lediglich von Position 16.
Dank einer fehlerfreien fahrerischen Leistung und einer optimalen Boxenstrategie kämpfte sich der Prototyp um zehn Plätze nach vorne und kam als Sechster ins Ziel. Mit den gewonnenen Punkten eroberten Frijns und Rast die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft (75 Punkte) zurück. In der Herstellerwertung rangiert BMW M Motorsport mit 127 Zählern auf einem knappen zweiten Platz hinter Toyota.

Podiums-Comeback in der LMGT3-Klasse
Auch in der GT-Kategorie gab es Grund zum Jubeln. Dan Harper (GBR), Parker Thompson (CAN) und Anthony McIntosh (USA) fuhren im BMW M4 GT3 EVO (#69) von Startplatz vier auf den zweiten Rang vor. Nach ihrem Auftaktsieg in Imola war dies das zweite Podium der laufenden Saison. Das kühlere Wetter am Renntag spielte dem Setup des Fahrzeugs dabei spürbar in die Karten.
Weniger Rennglück hatte das Schwesterauto mit der Startnummer 32: Lokalmatador Augusto Farfus (BRA), Sean Gelael (INA) und Darren Leung (GBR) mussten sich nach Performance-Problemen mit dem zwölften Platz zufriedengeben.
Stimmen aus dem Team: Erleichterung und Ausblick
Die Verantwortlichen zeigten sich nach dem Rennen in São Paulo hocherfreut. BMW-Motorsport-Leiter Andreas Roos sprach von einem „unglaublichen Wochenende“ und lobte die fehlerfreien Boxenstopps sowie die Aufholjagd der Startnummer 20. Teamchef Vincent Vosse blickt nach dem doppelten Erfolg in der Hypercar- und GT-Klasse hochmotiviert auf die anstehende zweite Saisonhälfte.
Sieger Kevin Magnussen lobte die perfekte Performance des Rennwagens, während Teamkollege Dries Vanthoor zugab, zu Beginn seines Stints mit physischem Unwohlsein gekämpft zu haben – umso glücklicher zeigte er sich über den am Ende verdienten Triumph.
Fazit
Das Sechs-Stunden-Rennen in São Paulo war für BMW M Motorsport ein Meilenstein in der FIA WEC. Neben dem ersten Gesamtsieg für die Crew der Startnummer 15 sicherten sich die Fahrer der Nummer 20 wichtige Punkte für die Führung in der Weltmeisterschaft. Zusammen mit dem Podestplatz in der LMGT3-Klasse unterstreicht das Team WRT seine Rolle als Top-Anwärter auf den WM-Titel.
FAQ (Häufig gestellte Fragen)
- Wer hat das WEC-Rennen in São Paulo gewonnen?
Der #15 BMW M Hybrid V8 mit Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor. - Wer führt aktuell die Fahrer-Weltmeisterschaft an?
Die BMW-Piloten Robin Frijns und René Rast stehen mit 75 Punkten an der Spitze. - Auf welchem Platz liegt BMW in der Herstellerwertung?
BMW belegt mit 127 Punkten den zweiten Platz knapp hinter Toyota. - Welches Ergebnis gab es in der LMGT3-Klasse für BMW?
Das Trio Harper, Thompson und McIntosh fuhr im #69 BMW M4 GT3 EVO auf den zweiten Platz. - Von wo startete die Startnummer 20 ihre Aufholjagd?
Das Auto kämpfte sich von Startplatz 16 bis auf den sechsten Rang vor.


















