
Pascal Wehrlein hat beim Samstagsrennen der ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft in Shanghai einen wichtigen Sieg geholt. Der Porsche-Werksfahrer sicherte sich bereits im Qualifying die Pole-Position und sammelte wertvolle Zähler. Durch den anschließenden Rennerfolg kletterte er auf den zweiten Rang der Gesamtwertung.
Auch das Porsche-Kundenteam Andretti Formula e verbuchte ein starkes Ergebnis: Jake dennis und Felipe Drugovich überquerten die Ziellinie auf den Plätzen drei und vier. Dank der kombinierten Punkteergebnisse von Wehrlein und Dennis baute Porsche den Vorsprung in der Herstellermeisterschaft weiter aus.
Taktischer Erfolg bei schwierigen Bedingungen
Wehrlein kontrollierte das über 30 Runden gehende Rennen über weite Strecken von der Spitze aus. Nach einer späten Safety-Car-Phase setzte der Deutsche bei einsetzendem Regen strategisch seinen Attack-Mode ein. Der temporäre Allradantrieb sorgte für die nötige Traktion auf der nassen Fahrbahn. Wehrlein überquerte die Ziellinie schließlich mit einem Vorsprung von 1,6 Sekunden.
Für den ehemaligen Champion war dies der zehnte Triumph in der Elektro-Rennserie und der Premierensieg auf diesem Kurs. Nach dem Erfolg von António Félix da Costa im Jahr 2024 ist es der zweite Porsche-Sieg auf dem Shanghai International Circuit.
WM-Punkt für Müller nach Strafversetzung eines Konkurrenten
Nico Müller ging im zweiten Werks-Porsche von Startplatz 14 ins Rennen und beendete den Lauf als Elfter. Aufgrund einer nachträglichen Zeitstrafe gegen einen Konkurrenten rückte der Schweizer auf den zehnten Platz vor. Damit sicherte er sich einen WM-Punkt. In der Teamwertung belegt das Porsche-Formel-E-Team weiterhin den zweiten Rang.
Porsche-Spendenaktion „Racing for Charity“ geht weiter
Unter dem Slogan „Racing for Charity“ engagiert sich die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in dieser Saison für schwerkranke Kinder. Für jede absolvierte Rennrunde der beiden Werksfahrzeuge spendet das Unternehmen 400 Euro an gemeinnützige Institutionen. Zu den Empfängern gehören die Organisationen kinderherzen retten e.V., Interplast Germany e.V. und die Ferry-Porsche-Stiftung. Da Wehrlein und Müller beim zwölften Saisonlauf in China die volle Distanz absolvierten, floss erneut eine beachtliche Summe in den Spendentopf.
Stimmen zum Shanghai E-Prix
Florian Modlinger, Gesamtprojektleiter Formel E: „Ein großartiger Sieg für Pascal nach einer beeindruckenden Pole-Position. Damit hat er den Rückstand auf Mitch Evans in der Fahrer-WM verkürzt. Auch als Team haben wir den Abstand zu Jaguar leicht reduziert. Durch den Regen und die hohe Luftfeuchtigkeit waren die Bedingungen heute schwierig – deshalb ein großes Lob an alle für die sehr gute Arbeit, auch an unsere Kolleginnen und Kollegen in Weissach. Nico zeigte im Training ebenfalls eine gute Pace. Im Qualifying lief es dann nicht gut. Wir müssen herausfinden, was passiert ist, damit wir uns für morgen verbessern können. Platz 3 für Jake Dennis und das Andretti-Team nach dem Sieg in Sanya bedeutet ein weiteres starkes Ergebnis für unsere Kunden. Auch dank ihnen hat Porsche seine Führung in der Hersteller-WM ausgebaut. Ziel für morgen ist es, mit beiden Werksfahrzeugen viele Punkte zu holen.“

Pascal Wehrlein, Porsche-Werksfahrer (#94): „Ein fantastisches Rennen in einer wichtigen Phase der Saison. Ich könnte heute nicht glücklicher sein – das war eine fehlerfreie Leistung, und das Auto hat sich großartig angefühlt. Die Pace war sehr gut und wir haben alles perfekt umgesetzt. Ich musste nicht mal viel im Windschatten fahren, um mit der Energie auszukommen. So konnte ich mich aus dem Chaos hinter mir raushalten. Ein großes Dankeschön ans Team. Noch sind fünf Rennen zu fahren – wir werden also alles geben, um so viele Punkte zu holen wie möglich.“
Nico Müller, Porsche-Werksfahrer (#51): „Ich hatte im Qualifying einige Probleme. Deshalb konnte ich nicht weiter vorne starten. Das Auto hatte aber eindeutig Potenzial, wie Pascal bewiesen hat. Glückwunsch an ihn zum Sieg und zur Pole. Durch meine Probleme im Qualifying steckte ich im Feld fest. Trotzdem konnte ich Positionen gutmachen. Zwischenfälle, die Pit-Boost-Strategie und ein unglückliches Timing bei unserem Attack Mode haben uns dann aber zurückgeworfen. Das war nicht der Tag, den ich mir erhofft hatte.“











