
Die Entlastung an den deutschen Zapfsäulen war nur von kurzer Dauer. Wie die aktuellen Auswertungen des ADAC zeigen, müssen Autofahrerinnen und Autofahrer beim Tanken wieder tiefer in die Tasche greifen. Nach einer kurzen Phase der Entspannung ziehen die Preise für Benzin und Diesel im bundesweiten Durchschnitt wieder spürbar an. Für Verbraucher bedeutet dies eine erneute finanzielle Belastung im Alltag.
Super E10 und Diesel ziehen im Preis an
Der Blick auf die nackten Zahlen des Automobilclubs verdeutlicht den jüngsten Aufwärtstrend an den Tankstellen. Für einen Liter Super E10 müssen Verbraucher im bundesweiten Durchschnitt derzeit rund 2,151 Euro bezahlen. Das entspricht einem spürbaren Preisanstieg von etwa 2,5 Cent im Vergleich zur vergangenen Woche.
Auch für Fahrer von dieselbetriebenen Fahrzeugen gibt es keine guten Nachrichten. Der Dieselpreis ist ebenfalls gestiegen, wenn auch etwas moderater als beim Benzin. Im Schnitt kostet der Liter Diesel aktuell 2,247 Euro – ein Plus von 1,4 Cent gegenüber der Vorwoche. Damit bleibt das Preisniveau für beide Kraftstoffsorten auf einem historisch sehr hohen Niveau, was die Haushaltskassen von Pendlern und Familien stark beansprucht.

Gestiegener Rohölpreis als Haupttreiber
Die Ursachen für die aktuelle Preisentwicklung an den Zapfsäulen sind vor allem auf den internationalen Energiemärkten zu suchen. Hauptverantwortlich für den jüngsten Maut- und Preisschock ist der gestiegene Ölpreis. Die weltweite Nachfrage und geopolitische Faktoren treiben die Notierungen stetig nach oben.
Am gestrigen Handelsschluss kostete ein Barrel (ca. 159 Liter) der für Europa maßgeblichen Nordseesorte Brent rund 106 US-Dollar. Zum Vergleich: In der Vorwoche lag der Preis für dieselbe Menge noch bei rund 100 US-Dollar. Dieser Sprung von sechs Dollar schlägt sich fast eins zu eins auf die Endverbraucherpreise nieder. Dennoch spart der ADAC nicht mit Kritik an den Mineralölkonzernen. Nach offizieller Meinung des Clubs sind die Kraftstoffpreise in Deutschland trotz des teureren Öls nach wie vor auf einem ungerechtfertigt hohen Niveau und entbären jeglicher wirtschaftlicher Grundlage.
Die Mittagszeit nutzen: Clever tanken und Geld sparen
Trotz der allgemein hohen Preise sind Autofahrer den Tarifen der Tankstellen nicht völlig hilflos ausgeliefert. Der ADAC gibt wertvolle Tipps, wie sich durch das richtige Timing beim Tankstopp bares Geld sparen lässt. Die Preise an den Zapfsäulen schwanken im Tagesverlauf massiv, wobei sich klare Muster erkennen lassen.
Der Automobilclub empfiehlt dringend, nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags zu tanken. Zu diesem Zeitpunkt erreichen die Spritpreise im täglichen Verlauf oft ihren vorläufigen Tiefpunkt. Pünktlich um 12 Uhr schießen die Preise in der Regel schlagartig und stark in die Höhe. Im Anschluss an diesen steilen Anstieg fallen sie über die nächsten Stunden hinweg langsam und schrittweise wieder ab. Wer den Tankstopp strategisch plant, kann so einige Euro pro Tankfüllung sparen.
Digitale Helfer: Mit Apps die günstigste Tankstelle finden
Neben der richtigen Uhrzeit spielt auch die Wahl der richtigen Station eine entscheidende Rolle. Da sich die Preise selbst innerhalb einer Stadt oder Region stark unterscheiden können, lohnt sich der digitale Preisvergleich vor der Fahrt.
Eine verlässliche Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Anbietern bietet die kostenlose Spritpreis-App „ADAC Drive“. In der Anwendung lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise von mehr als 14.000 Tankstellen in ganz Deutschland in Echtzeit vergleichen. Ein besonders praktisches Feature ist die vor Kurzem integrierte Spritpreisampel. Diese innovative Funktion zeigt den Nutzern auf einen Blick und farblich sortiert die günstigste sowie die teuerste Tankstelle in der unmittelbaren Umgebung an. So wird das Sparpotenzial maximiert, ohne dass lange gesucht werden muss.
















