
Die Preise für Benzin und Diesel in Deutschland haben sich im bundesweiten Wochenvergleich spürbar vergünstigt. Wie aus aktuellen Erhebungen des ADAC hervorgeht, müssen Autofahrerinnen und Autofahrer an den Zapfsäulen wieder etwas weniger tief in die Tasche greifen.
Demnach kostet ein Liter Super E10 im bundesweiten Durchschnitt derzeit rund 2,258 Euro, was einem Rückgang von 0,9 Cent gegenüber der Vorwoche entspricht. Noch deutlicher zeigt sich die Entlastung beim Dieselkraftstoff: Der Preis für einen Liter Diesel sank im selben Zeitraum um 1,9 Cent und liegt aktuell im Schnitt bei 2,409 Euro.
Entkopplung vom Ölmarkt bietet Potenzial für weitere Senkungen
Diese Abwärtsbewegung an den Tankstellen überrascht auf den ersten Blick, da sich der internationale Ölmarkt zuletzt wieder leicht verteuert hat. Zum gestrigen Handelsschluss notierte ein Barrel (159 Liter) der für Europa maßgeblichen Nordseesorte Brent bei rund 103 US-Dollar. In der vergangenen Woche lag der Rohölpreis zeitweise noch knapp unter der Marke von 100 US-Dollar.
Aus Sicht der ADAC-Experten ist das Preisniveau an den deutschen Tankstellen trotz der aktuellen Entlastung jedoch grundsätzlich weiterhin viel zu hoch angesetzt. Der Verkehrsclub betont, dass der jüngste, moderate Anstieg des Ölpreises kein Hindernis für weitere Vergünstigungen sein dürfe. Die aktuellen Margen der Mineralölkonzerne ließen nach wie vor deutlichen Spielraum für zusätzliche Preissenkungen beim Kraftstoff zu.

Spannung vor dem 1. Oktober: Kommt der Steuervorteil an?
Die Augen der Verbraucher richten sich nun fest auf den morgigen 1. Oktober, an dem die beschlossene Senkung der Energiesteuer in Kraft tritt. Der ADAC geht davon aus, dass sich die Kraftstoffpreise durch diese Maßnahme sukzessive um den vollen steuerlichen Entlastungsbetrag von 16,7 Cent je Liter verringern werden.
Um die Autofahrenden schnell und effektiv zu entlasten, verbindet der Mobilitätsclub die Prognose mit einer klaren Ansage an die Tankstellenbetreiber: Die Steuersenkung müsse im Laufe der ersten Oktobertage ohne Verzögerungen und in vollem Umfang an die Kundschaft weitergegeben werden.
Verbrauchertipp: Das richtige Timing spart bares Geld
Unabhängig von politischen Maßnahmen empfiehlt der ADAC Verbrauchern weiterhin ein strategisches Tankverhalten im Alltag. Wer sparen möchte, sollte die Zapfsäulen nach Möglichkeit kurz vor 12 Uhr mittags ansteuern. Zu diesem Zeitpunkt erreichen die Kraftstoffpreise im regelmäßigen Tagesverlauf ihren Tiefpunkt. Pünktlich um 12 Uhr schießen die Preise meist sprunghaft in die Höhe, ehe sie in den darauffolgenden Nachmittags- und Abendstunden nur sehr langsam wieder absinken. Zur gezielten Suche nach den günstigsten Anbietern in der eigenen Region empfiehlt sich zudem die Nutzung digitaler Markttransparenz-Tools wie der ADAC Drive App.


















