WEC in Fuji: Podest-Jubel und LMGT3-Sieg für BMW M Team WRT

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BMW M Team WRT in Fuji
BMW M Team WRT, Hypercar, LMDh, hybrid, #15 BMW M Hybrid V8, Fahrer Kevin Magnussen, Raffaele Marciello, Dries Vanthoor © BMW AG

Das BMW M Team WRT blickt auf ein erfolgreiches sechstes Rennwochenende der FIA World Endurance Championship (FIA WEC) zurück. Bei den „6 Hours of Fuji“ in Japan sicherte sich die Mannschaft das fünfte Podium der laufenden Saison. Während der #15 BMW M Hybrid V8 in der Hypercar-Klasse auf den dritten Rang fuhr, stürmte der #32 BMW M4 GT3 EVO nach einer spektakulären Aufholjagd zum Sieg in der LMGT3-Kategorie.

Wegen heftiger Regenfälle musste das Qualifying auf dem Fuji Speedway abgesagt werden, was für die BMW-Teams schwierige Ausgangspositionen bedeutete. Dennoch bewiesen Fahrer und Strategen im Rennen Nervenstärke.

Aufholjagd führt das Hypercar aufs Podium

Der #15 BMW M Hybrid V8, pilotiert von Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor, ging lediglich von Startplatz 14 ins Rennen. Mit einer fehlerfreien fahrerischen Leistung und einer präzisen Boxenstrategie kämpfte sich das Trio kontinuierlich nach vorn. Eine Safety-Car-Phase in der letzten Rennstunde spielte dem Team in die Karten. Schlussfahrer Vanthoor überquerte die Ziellinie schließlich auf dem dritten Platz und bescherte der Startnummer 15 damit das dritte Saisonpodium.

Weniger Rennglück hatte das Schwesterauto mit der Startnummer 20. Der Shell BMW M Hybrid V8 von René Rast, Robin Frijns und Sheldon van der Linde wurde nach knapp zwei Stunden durch mehrere unverschuldete Kollisionen weit zurückgeworfen. Am Ende reichte es nur für Platz 13. Rast und Frijns verloren dadurch die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft und belegen nun Rang drei, dicht gefolgt von ihren Teamkollegen Magnussen und Marciello. In der Herstellerwertung bleibt BMW M Motorsport auf dem zweiten Platz.

LMGT3: Wahnsinns-Finish bringt den Klassensieg

In der LMGT3-Klasse erlebten die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Darren Leung und Sean Gelael brachten den #32 BMW M4 GT3 EVO von Startplatz 14 schnell in Schlagdistanz zu den Podien. Zwar warf das finale Safety Car das Auto zunächst auf Rang sechs zurück, doch BMW M Werksfahrer Augusto Farfus zündete in der Schlussphase den Turbo. Mit einer Reihe spektakulärer Überholmanöver fuhr der Brasilianer sensationell noch ganz nach vorne und sicherte dem Team WRT den zweiten Saisonsieg in dieser Kategorie.

LMGT3: Wahnsinns-Finish bringt den Klassensieg
Team WRT, LMGT3, #32 BMW M4 GT3 EVO, Augusto Farfus, Darren Leung, Sean Gelael © BMW AG

Das Trio des #69 BMW M4 GT3 EVO (Dan Harper, Parker Thompson und Anthony McIntosh) führte das Rennen zwischenzeitlich an. Ein turbulenter letzter Boxenstopp im dichten Verkehr kostete jedoch wertvolle Zeit, sodass am Ende der sechste Platz zu Buche stand.

Stimmen zum Rennen: Erleichterung und Kampfgeist

Andreas Roos (Leiter BMW M Motorsport): „Von diesen Startpositionen auf das Podium und zum Klassensieg zu fahren, ist eine beeindruckende Leistung. Die unverschuldeten Unfälle der Nummer 20 sind extrem schade, aber in der Meisterschaft ist nach wie vor alles offen.“

Vincent Vosse (Teamchef BMW M Team WRT): „Wir hatten ein hartes Wochenende. Bei der Nummer 15 passten Strategie und Fahrerleistung perfekt zusammen. In der LMGT3-Klasse gab es zwar Chaos beim Doppelstopp, aber was Augusto danach gezeigt hat, war eine unglaubliche Fahrt.“

Augusto Farfus (Sieger LMGT3): „Die Safety-Cars kamen für uns oft zur falschen Zeit. Im letzten Stint bin ich aber perfekt durch den Verkehr gekommen. Ich bin überglücklich über diesen Sieg.“

Terminkonflikt erfordert Fahrerwechsel für Barcelona

Das nächste Rennwochenende bringt eine logistische Herausforderung mit sich: Das FIA WEC Rennen in Barcelona überschneidet sich zeitlich mit dem Saisonfinale der GT World Challenge Europe in Portimão.

Die Werksfahrer Marciello, Harper und Farfus werden planmäßig in der FIA WEC an den Start gehen. In Portimão werden sie hochkarätig ersetzt: Philipp Eng und Marco Wittmann übernehmen die Cockpits bei ROWE Racing, während Neil Verhagen im WRT-BMW einspringt.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.