
Das Finale des ADAC MX Masters in Fürstlich Drehna bot hochklassigen Motocross-Sport vor einer beeindruckenden Kulisse. Obwohl die Titelentscheidung in der Königsklasse bereits vorab gefallen war, schenkten sich die Piloten beim Saisonabschluss nichts. Der frischgebackene Champion Roan van de Moosdijk demonstrierte eindrucksvoll seine Ausnahmestellung und feierte einen lupenreinen Hattrick, während dahinter die finalen Positionen in der Meisterschaft vergeben wurden.
Mehr als zehntausend begeisterte Zuschauer strömten am vergangenen Wochenende an die traditionsreiche Sandstrecke in Brandenburg. Bei hervorragenden äußeren Bedingungen erlebten die Fans ein packendes Rennwochenende, das ganz im Zeichen des neuen Meisters stand. Roan van de Moosdijk (NL/Kosak Racing Team) dominierte das Geschehen nach Belieben und sicherte sich die Maximalpunktzahl. Hinter dem Niederländer machten Tom Koch (D/KTM Sarholz Racing Team) als Vizemeister und Jere Haavisto (FIN/Schmicker Silve Racing) auf Gesamtplatz drei das Abschlusspodium der Saison perfekt.
Roan van de Moosdijk in einer eigenen Liga
Für Roan van de Moosdijk verlief das finale Rennwochenende des Jahres absolut makellos. Bereits am Samstag legte der Kosak-Pilot den Grundstein für seinen Erfolg. Von der Poleposition aus sicherte er sich seinen ersten Red Bull Holeshot der laufenden Saison und münzte diesen in einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg um. Die Konkurrenz, angeführt von Jörgen-Matthias Talviku (EST/SHR Motorsports by Hartje) und Kevin Brumann (CH/MX-Handel Husqvarna Racing), hatte dem enormen Tempo des Niederländers nichts entgegenzusetzen.
Auch am Sonntag setzte van de Moosdijk seine Dominanz fort. Im zweiten Wertungslauf ging der Holeshot zwar zunächst an Talviku, der jedoch kurz darauf durch einen Sturz zurückgeworfen wurde. Van de Moosdijk fackelte nicht lange, ging noch in der ersten vollen Runde an Tom Koch vorbei und fuhr einen weiteren sicheren Sieg ein. Das identische Bild zeigte sich im dritten Durchgang: Emil Weckman (FIN) bog zwar als Führender um die erste Kurve, doch der Champion übernahm umgehend das Kommando und kontrollierte das Feld bis zur Zielflagge.
„Ich habe mich das gesamte Wochenende über extrem wohlgefühlt“, bilanzierte ein glücklicher van de Moosdijk im Ziel. „Der Start-Ziel-Sieg am Samstag war ein perfekter Auftakt. Heute kam ich ebenfalls gut aus dem Gatter und konnte die Rennen früh kontrollieren. Ein riesiges Dankeschön geht an mein Team und die fantastischen Fans an der Strecke.“
Haavisto fängt Talviku im Vizemeister-Duell ab
Spannung pur bot der Kampf um den dritten Rang in der Meisterschaftsendwertung. Vor den Finalläufen trennte Jere Haavisto und Jörgen-Matthias Talviku lediglich ein einziger Zähler. Nach dem Samstagsrennen schien Talviku im Vorteil, da Haavisto nicht über den fünften Platz hinauskam.

Am Sonntag wendete sich das Blatt jedoch komplett. Mit zwei starken zweiten Plätzen zeigte der Finne Nervenstärke und sicherte sich den zweiten Rang in der Event-Wertung. Talviku hingegen erlebte im entscheidenden dritten Lauf einen bitteren Ausfall. Damit war der Weg frei für Haavisto, der sich den prestigeträchtigen dritten Platz in der Gesamttabelle schnappte. Haavisto zeigte sich erleichtert: „Es war ein hartes und anstrengendes Wochenende, aber ich habe alles gegeben. Der Ausfall von Talviku im letzten Lauf war natürlich ein kleines Geschenk, das mir den dritten Platz in der Meisterschaft endgültig gesichert hat.“
Tom Koch erkämpft sich die Vizemeisterschaft
Für den deutschen Lokalmatador Tom Koch verlief der Auftakt am Samstag schmerzhaft. Nach einem vielversprechenden Beginn im ersten Lauf warf ihn ein Sturz bis auf den sechsten Platz zurück. Trotz der erlittenen Blessuren biss Koch am Sonntag auf die Zähne. Mit zwei konstanten dritten Plätzen in den Sonntagsrennen sicherte er sich nicht nur den dritten Rang auf dem Podium von Fürstlich Drehna, sondern feierte auch den Gewinn der ADAC MX Masters-Vizemeisterschaft.

Hinter dem Spitzentrio komplettierten Noah Ludwig (D/KTM Sarholz Racing Team) und Kevin Brumann die Top-Fünf der Veranstaltungswertung. In der finalen Meisterschaftstabelle reihten sich Talviku und Ludwig hinter den Top-Drei ein.
Für alle Fans, die die Action verpasst haben oder die Highlights noch einmal erleben möchten, stellt der ADAC die kompletten Rennen als Re-Livestream sowie in Einzelvideos kostenlos auf dem ADAC Motorsport YouTube-Kanal bereit. Die vollständigen Tabellenstände und Ergebnisse sind auf der offiziellen Webseite einsehbar.















