WEC-Finale in Monza: Toyota Racing jagt den Fahrertitel beim Abschied von Mike Conway

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WEC 6 Stunden von Monza 2026
Toyota Racing feierte in Barcelona den Doppelsieg und den vorzeitigen Gewinn des Weltmeistertitels in der Herstellerwertung © Toyota

Toyota Racing hat sich bereits vor dem Saisonfinale der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) den Weltmeistertitel in der Herstellerwertung gesichert. Beim vorletzten Rennen in Barcelona feierte das Team in seiner Debütsaison unter neuem Namen einen souveränen Doppelsieg. Nun fällt beim Saisonabschluss, den 6 Stunden von Monza, die endgültige Entscheidung im Kampf um die Fahrer-Weltmeisterschaft, bei der sich zwei Toyota-Besatzungen duellieren. Zudem markiert das Rennen in Italien das emotionale Karriereende von Rekordpilot Mike Conway im Vollzeit-Motorsport.

Titelduell der Toyota-Trios: Vorteil für die Startnummer 8

Die besten Karten im Titelkampf haben Sébastien Buemi, Brendon Hartley und Ryō Hirakawa im GR010 HYBRID mit der Startnummer 8. Nach ihren Triumphen in den Jahren 2022 und 2023 nimmt das Trio nach dem Erfolg in Barcelona einen Vorsprung von 17 Punkten mit nach Italien. Den Fahrern reicht in Monza eine Platzierung unter den besten Fünf, um ihren dritten gemeinsamen Weltmeistertitel perfekt zu machen.

Das Schwesterauto mit der Startnummer 7, besetzt mit den Le-Mans-Siegern Mike Conway, Kamui Kobayashi und Nyck de Vries, liegt rechnerisch im Nachteil, gibt sich jedoch kämpferisch. Während Conway und Kobayashi bereits zwei Titel (2019/20 und 2021) auf dem Konto haben, peilt de Vries seinen ersten WM-Titel an. Das Trio muss in Monza auf Sieg fahren und auf Schützenhilfe hoffen, um den Rückstand von 17 Punkten noch wettzumachen.

Ein Meilenstein und der Abschied einer Legende

Unabhängig vom Rennausgang blickt Toyota Racing auf eine historische Debütsaison des GR010 HYBRID zurück. Das Hypercar bescherte dem Team neben dem Herstellertitel bereits vier Saisonsiege, darunter die prestigeträchtigen Erfolge bei den 24 Stunden von Le Mans und dem Heimrennen auf dem Fuji Speedway.

Besonders emotional wird das Wochenende für Mike Conway: Nach 12 Saisons und 86 Rennen für das Team verabschiedet sich der Brite aus dem Vollzeit-Rennsport. Conway feierte seit 2014 insgesamt 20 Siege – darunter zwei in Le Mans – und stand 47 Mal auf dem Podium. Zwei seiner größten Erfolge feierte er ausgerechnet in Monza, dem „Tempel der Geschwindigkeit“.

WEC 6 Stunden von Monza 2026
Toyota Racing feierte in Barcelona den Doppelsieg und den vorzeitigen Gewinn des Weltmeistertitels in der Herstellerwertung © Toyota

Der Zeitplan für die 6 Stunden von Monza

Die Highspeed-Strecke im königlichen Park von Monza fordert mit ihren langen Geraden und engen Schikanen eine extreme Endgeschwindigkeit und kompromisslose Bremsstabilität. Toyota konnte auf diesem Kurs bei bisher drei WEC-Auftritten zwei Siege (2021 und 2023) sowie vier Podiumsplatzierungen verbuchen.

  • Freitag, 6. November: Zwei freie Trainingseinheiten zur Streckenvorbereitung
  • Samstag, 7. November (15:00 Uhr MEZ): Qualifying der Hypercar-Klasse
  • Sonntag, 8. November (11:00 Uhr Ortszeit): Start des 6-Stunden-Rennens von Monza

Stimmen aus dem Team

Kamui Kobayashi (Teamchef und Fahrer #7): „Wir haben unsere Hauptziele mit dem Herstellertitel und dem Le-Mans-Sieg erreicht. Jetzt wollen wir die Saison mit einem Erfolg abschließen. Der Punkterückstand für unser Auto ist groß, aber wir werden alles geben. Ein Sieg wäre der perfekte Abschied für Mike.“

Mike Conway (Fahrer #7): „Es ist mein letztes Rennen, aber im Titelkampf ist noch alles offen. Ich habe jede einzelne Sekunde der letzten 12 Saisons mit diesem Team genossen. Ein riesiges Dankeschön an TOYOTA, Morizo-san und die Teams in Köln und Higashi-Fuji für die jahrelange harte Arbeit.“

Sébastien Buemi (Fahrer #8): „Italien ist der perfekte Ort für dieses Finale, die Fans sind unglaublich leidenschaftlich. Wir sind mit der Nummer 8 in einer starken Ausgangsposition für den Fahrertitel, aber die Konkurrenz ist hart. Es wird kein leichtes Rennen.“