Google Chrome: Wichtiges Sicherheitsupdate schließt 15 Schwachstellen

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Google hat ein dringendes Sicherheitsupdate für seinen Desktop-Browser Chrome veröffentlicht, das insgesamt 15 Sicherheitslücken schließt. Wie der Internetkonzern im offiziellen Chrome Releases Blog bekannt gab, stuft das Entwicklungsteam zwei dieser Schwachstellen als „kritisch“ ein, während zehn weitere ein hohes Risikopotenzial aufweisen. Nutzer auf allen gängigen Betriebssystemen sind aufgerufen, das Update zeitnah einzuspielen.

Die Aktualisierung hebt den Browser auf die Versionen 151.0.7922.169/.170 für Windows sowie macOS und auf die Version 151.0.7922.169 für Linux. Da die Schwachstellen Angreifern das Einschleusen von Schadcode ermöglichen könnten, empfiehlt unter anderem das IT-Sicherheitsportal ComputerBase eine sofortige Installation des Patches.

Kritische Pufferüberläufe bedrohen die Sandbox

Im Fokus des aktuellen Updates stehen zwei als kritisch eingestufte Pufferüberläufe (Buffer Overflows):

  • CVE-2026-76034: Diese Schwachstelle betrifft die Grafikbibliothek WebGL.
  • CVE-2026-76036: Dieser Fehler befindet sich in Dawn, einer Open-Source-Bibliothek zur Implementierung des WebGPU-Standards.

Beide Sicherheitslücken erlauben es entfernten Angreifern laut Sicherheitsanalysen von Malwarebytes, durch das bloße Aufrufen einer speziell präparierten HTML-Seite beliebigen Programmcode außerhalb der üblichen Browser-Sandbox auszuführen. Da die Sandbox normalerweise den Zugriff auf sensible Systemressourcen und Dateien blockiert, hebelt ein solcher Bypass wichtige Sicherheitsmechanismen des Betriebssystems aus. Schadsoftware könnte dadurch direkt auf dem Computer des Opfers platziert werden.

Zusätzlich korrigiert Google zehn Schwachstellen mit dem Schweregrad „Hoch“. Dazu zählen unter anderem Implementierungsfehler im Sicherheitsstandard CORS (CVE-2026-76033), Logikfehler bei der Rechteverwaltung unter Windows (CVE-2026-76037) sowie Speicherfehler vom Typ „Use-after-free“ (CVE-2026-76045).

Keine aktiven Exploits bekannt, aber Eile geboten

Bislang gibt es laut Angaben von Sicherheitsdienstleistern wie Tenable keine Hinweise darauf, dass die neu entdeckten Lücken bereits aktiv von Cyberkriminellen für Angriffe ausgenutzt werden. Allerdings behält Google detaillierte Informationen zu den genauen technischen Hintergründen der Fehler vorerst unter Verschluss. Diese restriktive Informationspolitik dient dem Schutz der Anwender: Sie soll verhindern, dass Angreifer funktionierende Exploits entwickeln, bevor ein Großteil der weltweiten Nutzerschaft das Update installiert hat.

Da Google Chrome auf dem Chromium-Projekt basiert, sind auch Anwender alternativer Webbrowser betroffen. Wie die PC Welt berichtet, müssen Hersteller von Browsern wie Microsoft Edge, Brave, Vivaldi und Opera in den kommenden Tagen eigene Updates bereitstellen, um die Sicherheitsarchitektur auf den neuesten Stand zu bringen.

So prüfen und installieren Sie das Update manuell

In der Regel lädt Google Chrome Aktualisierungen im Hintergrund automatisch herunter. Da der Browser den Patch jedoch erst nach einem vollständigen Programmneustart anwendet, bleibt das System verwundbar, solange der Browser dauerhaft geöffnet ist.

Anwender können den Update-Prozess mit wenigen Schritten manuell erzwingen und überprüfen:

  1. Klicken Sie oben rechts im Browserfenster auf das Drei-Punkte-Menü.
  2. Navigieren Sie zum Eintrag „Hilfe“ und wählen Sie „Über Google Chrome“.
  3. Der Browser sucht automatisch nach der neuesten Version und startet den Download.
  4. Klicken Sie nach Abschluss des Ladevorgangs auf die Schaltfläche „Neu starten“.

Nach dem Relaunch signalisiert die angezeigte Versionsnummer 151.0.7922.169 oder höher, dass die 15 Schwachstellen erfolgreich geschlossen wurden und das System vor potenziellen Angriffen über manipulierte Webseiten geschützt ist.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.