
Google hat ein wichtiges Sicherheitsupdate für seinen Webbrowser veröffentlicht: Die neuen Stable-Versionen 156.0.8078.73/.74 für Windows und macOS sowie die Version 156.0.8078.73 für Linux und Android stehen ab sofort bereit. Neben der Behebung zahlreicher Schwachstellen bringt die neue Hauptversion tiefgreifende Optimierungen beim RAM-Management und der Account-Synchronisierung.
Fokus auf Sicherheit: 52 Schwachstellen behoben
Mit dem Sprung auf die Version 156 schließt Google im Chromium-Unterbau insgesamt 52 Sicherheitslücken. Ein Großteil dieser Fehler wurde von externen Sicherheitsforschern gemeldet. Google hat dafür Belohnungen im Gesamtwert von mehreren zehntausend US-Dollar ausgezahlt.
Unter den behobenen Fehlern befinden sich mehrere Schwachstellen, die als „High“ (hohes Risiko) eingestuft sind. Betroffen sind unter anderem Kernkomponenten wie die V8-JavaScript-Engine sowie das Handling von Audio- und Videodaten (Use-after-free-Fehler). Da Angreifer solche Lücken ausnutzen können, um Schadcode auf Systemen auszuführen, sollten Nutzer das Update nicht aufschieben.
Während Chrome-Nutzer bereits geschützt sind, hinken andere Chromium-Browser wie Opera oder Vivaldi dem aktuellen Sicherheitsstandard erfahrungsgemäß einige Tage hinterher.
Die wichtigsten Neuerungen im Überblick
Neben den Sicherheits-Patches bringt Version 156.0.8078.73/.74 wichtige funktionale Updates:
- Intelligenterer Arbeitsspeicher-Sparmodus: Der beliebte Memory Saver (Arbeitsspeicher-Sparmodus) wird deutlich flexibler. Nutzer können nun unter den Leistungseinstellungen zwischen drei Stufen wählen: Moderat, Ausbalanciert und Maximum. Zudem warnt Chrome nun aktiv mit Leistungsmeldungen („Performance issue alerts“), wenn ein Hintergrund-Tab ungewöhnlich viele Ressourcen frisst.
- Verbessertes Chrome Identity Model: Das Speichern von Passwörtern, Lesezeichen oder Zahlungsdaten im Google-Konto funktioniert ab sofort auch, ohne dass die vollständige Chrome-Synchronisierung auf dem Gerät aktiviert sein muss.
- Strengeres HTTPS-First-Verfahren: Chrome versucht nun noch rigoroser, HTTP-Websites automatisch auf die verschlüsselte HTTPS-Variante hochzustufen, um das Browsen in öffentlichen Netzwerken sicherer zu machen.
Verfügbarkeit: Desktop und Android im Gleichschritt
Die Builds werden seit dem 27. Oktober 2026 stufenweise ausgerollt. Die Desktop-Versionen für Windows und Mac sind als 156.0.8078.73/.74 gekennzeichnet. Zeitgleich startete der Rollout von Version 156.0.8078.73 für Android im Google Play Store, welche dieselben Sicherheitsupdates wie die Desktop-Variante enthält.
So bringen Sie Ihren Browser auf den neuesten Stand
Chrome aktualisiert sich in der Regel im Hintergrund von selbst. Wer nicht warten möchte, kann den Update-Prozess mit wenigen Klicks manuell anstoßen:
- Öffnen Sie Google Chrome auf dem PC oder Mac.
- Klicken Sie oben rechts auf das Drei-Punkte-Menü.
- Navigieren Sie zu Hilfe > Über Google Chrome.
- Der Browser sucht automatisch nach dem Update und lädt es herunter. Klicken Sie anschließend auf Neu starten, um die Installation abzuschließen.
Weitere technische Details und das vollständige Änderungsprotokoll (Git-Log) können im offiziellen Chrome Releases Blog eingesehen werden.
Mit diesem Update beweist Google einmal mehr, wie wichtig eine schnelle Reaktion auf IT-Sicherheitsrisiken im modernen Webbrowser-Markt ist. Nutzer sollten daher nicht zögern und die Aktualisierung zeitnah einspielen, um optimal vor potenziellen Angriffen geschützt zu sein.









