
Apple hat eine neue Generation seines All-in-One-Computers iMac vorgestellt, die den M5-Prozessor komplett überspringt und direkt auf den leistungsstarken M6-Chip setzt. Wie der Hersteller in Cupertino bekannt gab, bringt die Neuauflage des Desktop-Klassikers signifikante Sprünge bei der Verarbeitungsgeschwindigkeit, modernste Drahtlostechnologien und einen klaren Fokus auf die lokale Ausführung von Anwendungen mit künstlicher Intelligenz (KI). Während das ikonische Gehäusedesign und die Displaygröße unverändert bleiben, rüstet Apple das Innenleben massiv auf, um vor allem Besitzern älterer Mac-Modelle den Umstieg schmackhaft zu machen.
Der neue iMac kann ab dem heutigen Mittwoch, den 28. Oktober 2026, vorbestellt werden, während die offizielle Auslieferung am Freitag, den 6. November 2026, anläuft. Der Einstiegspreis für das Basismodell liegt bei 1.799 Euro.
M6-Chip sorgt für enormen Leistungsschub
Die wichtigste Neuerung befindet sich hinter dem weiterhin 24 Zoll großen Retina-Display. Apple stattet den Rechner mit dem brandneuen M6-Prozessor aus, der zeitgleich auch im Mac Mini sowie im MacBook Pro Einzug hält. Je nach gewählter Konfiguration verfügt das System über bis zu zwölf Hauptprozessor-Kerne (CPU) und zwölf Grafikkerne (GPU). Zudem klettert die Speicherbandbreite auf bis zu 170 GB/s.
Im Vergleich zum direkten Vorgänger mit M4-Chip verspricht Apple eine bis zu doppelt so hohe Grafikleistung und eine spürbare Beschleunigung im Office-Alltag: Tabellenkalkulationen in Microsoft Excel sollen um etwa 50 Prozent schneller berechnet werden. Besonders eindrucksvoll fallen die Performance-Sprünge für Nutzer aus, die von einem M1-Modell oder gar einem älteren Intel-basierten iMac wechseln. Laut offiziellen Angaben erledigt der M6 bestimmte Aufgaben bis zu 18-mal schneller als weit verbreitete Intel-Vorgänger.
Hardware-Beschleunigung für KI und Gaming
Neben der reinen CPU- und GPU-Leistung spendiert Apple dem SoC (System-on-a-Chip) eine runderneuerte Dual Neural Engine mit insgesamt 32 Kernen. Diese arbeitet doppelt so schnell wie die neuronale Verarbeitungseinheit der Vorgängergeneration. Damit reagiert Apple auf die wachsende Nachfrage nach lokaler künstlicher Intelligenz. Das Ausführen von großen Sprachmodellen direkt auf dem Gerät – beispielsweise zur Textgenerierung oder Bildanalyse – gelingt laut Hersteller bis zu fünfmal fixer als mit einem M4-Chip.
Auch Gamer profitieren von der neuen Architektur: Dank hardwarebeschleunigtem Raytracing verdoppelt sich das Tempo bei grafisch anspruchsvollen Spielen, was für realistischere Lichteffekte und flüssigere Bildraten sorgt.
Konnektivität: Wi-Fi 7 und schnelleres Ethernet
Abseits der Rechenleistung hebt Apple die Schnittstellen auf das nächste Level. Der iMac M6 nutzt für drahtlose Verbindungen den neuen, hauseigenen N1-Chip. Dieser bringt erstmals Unterstützung für Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 in die Produktreihe. Anwender dürfen sich auf deutlich stabilere Funkverbindungen und beschleunigte Datentransfers via AirDrop freuen.
Auch kabelgebunden geht es schneller voran: Die Modellvariante mit vier Thunderbolt-4-Anschlüssen verfügt standardmäßig über ein 2.5-Gigabit-Ethernet-Modul anstelle des bisherigen Gigabit-Standards. Die integrierte SSD-Festplatte liefert zudem verdoppelte Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, was das Laden großer Videoprojekte oder Fotoarchive massiv verkürzt.

Unverändertes Design in sieben Farben
Optisch bleibt Apple der bekannten Linie treu. Der iMac kommt im hauchdünnen Aluminium-Gehäuse und ist weiterhin in sieben verschiedenen Farben erhältlich: Blau, Grün, Pink, Gelb, Violett, Orange und Silber. Das 4,5K-Display bietet eine Auflösung von 4480 x 2520 Pixeln, leuchtet mit bis zu 500 Nits Helligkeit und unterstützt den großen P3-Farbraum. Gegen einen Aufpreis von 220 Euro bietet Apple für das größere Modell ein entspiegeltes Nanotexturglas an.
Am oberen Bildschirmrand ist unverändert die bekannte 12-Megapixel-Center-Stage-Kamera verbaut, die Nutzer bei Videokonferenzen automatisch im Fokus behält. Für den passenden Sound sorgen ein Ring aus drei Studiomikrofonen sowie ein Audiosystem mit sechs Lautsprechern, das 3D-Audio und Dolby Atmos unterstützt. Das mitgelieferte Zubehör (Magic Keyboard und Magic Mouse) ist farblich auf das Gehäuse abgestimmt und setzt nun vollständig auf den EU-konformen USB-C-Standard zum Aufladen.
Preise, Konfigurationen und Verfügbarkeit
Interessierte Käufer können zwischen zwei Hauptkonfigurationen wählen:
- Einstiegsmodell (ab 1.799 Euro): Ausgestattet mit einem M6-Chip (10 CPU- / 10 GPU-Kerne), 16 GB Arbeitsspeicher, einer 256 GB SSD und zwei Thunderbolt-Ports.
- Premiummodell (ab 1.999 Euro): Bietet die volle Ausbaustufe des M6 (12 CPU- / 12 GPU-Kerne), vier Thunderbolt-Ports und 2,5-Gbit-Ethernet. Nur diese Variante lässt sich auf bis zu 32 GB RAM und 2 TB Speicher erweitern.
Sowohl im Apple Online Store als auch im autorisierten Fachhandel startet der offizielle Verkauf am 6. November 2026. Für den Bildungsbereich (Studierende und Lehrkräfte) gelten reduzierte Tarife ab 1.739 Euro.














