
Der tschechische Automobilhersteller Skoda Auto feiert das 25-jährige Jubiläum der modernen Superb-Baureihe. Seit der offiziellen Premiere auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am 11. September 2001 hat sich das Modell zu einem zentralen Umsatz- und Imageträger des Unternehmens entwickelt. Über mittlerweile vier Modellgenerationen hinweg lieferte die Volkswagen-Tochtergesellschaft weltweit fast 1,8 Millionen Einheiten
des Mittelklasse-Fahrzeugs aus. Damit leistete die Baureihe einen wesentlichen Beitrag zum globalen Wachstum und zur Positionierung der Marke im gehobenen Segment.
Hohe Relevanz im gewerblichen Flottenmarkt
Besonders im Segment der Firmen- und Dienstwagen nimmt das Modell eine Schlüsselrolle ein. Nach Angaben von Martin Jahn, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei Skoda Auto, wird heute weit mehr als die Hälfte aller produzierten Superb-Fahrzeuge als Geschäftswagen zugelassen. Neben privaten Käufern und gewerblichen Flottenbetreibern nutzen auch staatliche Institutionen, Behörden und Polizeikräfte in zahlreichen Ländern das Fahrzeug.
Die Ende 2023 eingeführte vierte Generation bietet das bislang vielseitigste Antriebsportfolio der Modellgeschichte. Die Kunden können zwischen klassischen Benzin- und Dieselmotoren, Mild-Hybrid-Antrieben sowie zwei Plug-in-Hybrid-Varianten wählen. Letztere erzielen eine rein elektrische Reichweite von rund 120 Kilometern, was das Fahrzeug für Pendler und urbane Räume emissionsfrei nutzbar macht.
Vom Vorkriegsmodell zur modernen Vierer-Generation
Die Wurzeln des Namens reichen weit in die Unternehmensgeschichte zurück. Bereits im Jahr 1934 erhielt der modernisierte Skoda 640 den Beinamen „Superb“. Bis zur vorübergehenden Einstellung der Produktion im Jahr 1949 fertigte das Werk verschiedene Luxusvarianten unter diesem Namen, die den damaligen technischen Höchststand des Herstellers repräsentierten.
Nach mehr als fünf Jahrzehnten Pause belebte Skoda den Traditionsnamen im Jahr 2001 wieder:
- Erste Generation (2001–2008): Das Modell basierte auf der Passat-Plattform des Volkswagen-Konzerns, bot jedoch einen verlängerten Radstand. Dies sorgte für ein überdurchschnittliches Platzangebot im Fond, das zu einem dauerhaften Markenzeichen der Reihe wurde.
- Zweite Generation (2008–2015): Mit dieser Iteration wurde das innovative „TwinDoor“-System eingeführt, bei dem sich die Heckklappe zweistufig öffnen ließ. Zudem erweiterte Skoda das Angebot um die Kombiversion („Combi“) und Allradantriebe, was die Verkaufszahlen stark ankurbelte.
- Dritte Generation (2015–2023): Diese Generation brachte einen deutlichen Technologiesprung in den Bereichen Konnektivität und Fahrerassistenzsysteme. Im Zuge einer Modellpflege im Jahr 2019 wurde hier auch der erste Plug-in-Hybrid-Antrieb der Marke integriert.
- Vierte Generation (seit 2023): Die aktuelle Baureihe setzt auf eine tiefgreifende Digitalisierung des Innenraums, unter anderem durch die sogenannten „Skoda Smart Dials“ (digitale Drehregler), und erfüllt die neuesten Sicherheitsstandards.
Wirtschaftliche Bedeutung für den Gesamtkonzern
Die Entwicklung des Superb spiegelt den Aufstieg der Marke Skoda innerhalb des Volkswagen Konzerns wider, dem das Unternehmen seit über 30 Jahren angehört. Skoda ist heute Teil der Markengruppe „CORE“, einem Zusammenschluss der Volumenmarken des Konzerns, der auf eine Steigerung der Gesamteffizienz abzielt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 40.000 Mitarbeiter, ist auf etwa 100 Märkten aktiv und fertigt neben Fahrzeugen auch Komponenten wie MEB-Batteriesysteme, Motoren und Getriebe für andere Konzernmarken. Im Jahr 2025 beliefen sich die weltweiten Auslieferungen auf über 1.040.000 Fahrzeuge.
Auf dem wichtigen deutschen Markt nimmt die Marke ebenfalls eine führende Rolle ein. Die Skoda Auto Deutschland GmbH verzeichnete im Jahr 2025 insgesamt 226.472 Neuzulassungen. Mit einem Marktanteil von 7,9 Prozent war Skoda damit das 17. Jahr in Folge die Importmarke Nummer eins in Deutschland und festigte ihre Position unter den großen Volumenmarken. Das aktuelle Portfolio umfasst 14 Modellreihen, darunter wachsende Elektro-Serien wie der Elroq und der angekündigte Epiq.


















