DTM Showdown: Oschersleben Urteil sorgt für Titel-Krimi in Hockenheim

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Maro Engel bleibt Sieger von Oschersleben
Maro Engel bleibt Sieger des zehnten Wertungslaufs der DTM in der Motorsport Arena Oschersleben © Gruppe C Photography

Maro Engel bleibt der offizielle Sieger des zehnten DTM-Wertungslaufs in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Berufungsgericht des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB) hat am Freitag in Frankfurt die Berufung des TGI Team by GRT endgültig abgewiesen. Damit behält die ursprüngliche Entscheidung der Sportkommissare vom 13. August ihre Gültigkeit.

Der Hintergrund der „Radlager-Affäre“

Der Italiener Mirko Bortolotti hatte im Sonntagsrennen in Oschersleben als Erster die Zielflagge gesehen. Bei der anschließenden technischen Routine-Nachkontrolle stellte sich jedoch heraus, dass ein Radlager seines Lamborghini Temerario GT3 modifiziert worden war und nicht der DTM-Homologation entsprach. Die Sportkommissare schlossen ihn daraufhin vom Wertungslauf aus. Das Grasser-Team (GRT) wehrte sich gerichtlich unter Verweis auf eine vermeintliche Reglement-Klarstellung, scheiterte nun jedoch vor dem DMSB-Berufungsgericht.

Maro Engel bleibt Sieger von Oschersleben
Maro Engel bleibt Sieger des zehnten Wertungslaufs der DTM in der Motorsport Arena Oschersleben © Gruppe C Photography

Durch die Bestätigung des Urteils bleibt das bereinigte Podium unverändert:

  1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol) – Sieger
  2. Thomas Preining (A/Manthey) – Platz 2
  3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport) – Platz 3

Psychologischer Vorteil für Thomas Preining

Für das bevorstehende Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg (9. bis 11. Oktober 2026) schafft die Entscheidung klare Verhältnisse an der Tabellenspitze. Der amtierende Champion Thomas Preining reist mit einem soliden Polster an und besitzt die besten Karten im Titelkampf:

Fahrer Fahrzeug / Team Punkte Rückstand
Thomas Preining Porsche / Manthey 197 Spitzenreiter
Maro Engel Mercedes-AMG Team Ravenol 174 23 Punkte
Marco Wittmann BMW / Schubert Motorsport 173 24 Punkte

Insgesamt besitzen rechnerisch noch sechs Piloten von vier verschiedenen Marken Chancen auf die DTM-Krone. Da an einem Rennwochenende maximal 56 Punkte (jeweils 25 für den Sieg und 3 für die Pole-Position am Samstag und Sonntag) vergeben werden, hat Preining im badischen Motodrom bereits am Samstag den ersten Matchball.

Die Rechenspiele für die Titelanwärter

Um Preining noch abzufangen, müssen die Verfolger volles Risiko gehen und auf Patzer des Leaders hoffen:

Maro Engel muss idealerweise das Maximum aus Qualifyings und Rennen herausholen (bis zu 230 Punkte möglich). Holt er zwei Podestplätze (z.B. zweimal Rang zwei für 40 Punkte), darf Preining zeitgleich nicht mehr als 16 Zähler einfahren.

Marco Wittmann, der mit vier Siegen als ausgewiesener Hockenheim-Spezialist gilt, muss ebenfalls auf Siege setzen und darauf hoffen, dass Preining an beiden Tagen die Top 5 verpasst.

Droht trotz Urteil eine Hängepartie?

Obwohl das nationale Gericht entschieden hat, droht der DTM im schlimmsten Fall ein Meistertitel unter Vorbehalt. Da das Grasser-Team mit einer österreichischen Lizenz antritt, kündigte Teamchef Gottfried Grasser bereits an, die nächste Instanz anzurufen: „Wir gehen zur FIA“. Sollte dieser Einspruch vor dem internationalen Verband fristgerecht eingereicht werden, bleibt das sportliche Ergebnis in Hockenheim bis zur dortigen Verhandlung schwebend.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.