Nächster Quantensprung für Profis: Apple enthüllt neuen Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra

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Apple Mac Studio (2026)
Apple Mac Studio (2026) vorgestellt © Apple

Apple überrascht die Fachwelt und bringt den Mac Studio – Apple (DE) auf das nächste Leistungslevel. Das frisch vorgestellte High-End-System überspringt die M4-Ultra-Generation komplett und setzt stattdessen direkt auf die brandneuen Prozessoren M5 Max und M5 Ultra. Mit einer massiv aufgebohrten Architektur, extremen Speicherkapazitäten und Thunderbolt 5 zielt Apple damit direkt auf Entwickler, Kreativprofis und die boomende KI-Branche ab.

Apple Silicon der nächsten Generation: Die inneren Werte

Im Zentrum des Hardware-Upgrades stehen die neuen SoCs (System-on-a-Chip). Apple nutzt hierbei eine optimierte UltraFusion-Verbindungstechnologie, die zwei Dies mit extrem hoher Bandbreite zusammenschaltet und so die Leistungsfähigkeit im Vergleich zur M3-Generation massiv steigert.

  • Der M5 Max: In der kleineren Konfiguration werkelt eine 18-Core CPU, die sich aus 6 sogenannten „Super-Kernen“ (Performance-Kerne der nächsten Generation) und 12 Effizienz-Kernen zusammensetzt. Unterstützt wird das System von einer GPU mit bis zu 40 Kernen und maximal 128 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher. Die Speicherbandbreite steigt hierbei auf beachtliche 614 GB/s.
  • Der M5 Ultra: Das unangefochtene Flaggschiff verdoppelt diese Werte nahezu. Der M5 Ultra kommt mit einer 36-Core CPU und einer GPU im Vollausbau mit bis zu 80 Kernen daher. Seine gigantische Speicherbandbreite von 1,2 TB/s setzt neue Maßstäbe für Desktop-Rechner.

Fokus auf lokale KI und „Agentic Computing“

Mit der M5-Generation treibt Apple die On-Device-Verarbeitung von Künstlicher Intelligenz konsequent voran. Jeder einzelne Grafikkern verfügt nun über dedizierte Neural Accelerators (KI-Beschleuniger). Laut Hersteller führt dies beim M5 Ultra zu einer fast viermal so schnellen Verarbeitung von KI-Modellen (Large Language Models) im Vergleich zur älteren M3-Ultra-Basis.

Dank des enormen Arbeitsspeichers können professionelle Anwender, Datenspezialisten und Forscher komplexe Modelle mit hunderten Milliarden Parametern direkt lokal ausführen. Daten müssen die Workstation nicht mehr in Richtung Cloud-Rechenzentren verlassen, was erhebliche Vorteile bei Datenschutz und digitaler Souveränität bietet.

Technische Innovationen im Überblick

Um den extremen Leistungsansprüchen gerecht zu werden, wurde auch die Peripherie des Mac Studio modernisiert.

Feature / Spezifikation Mac Studio mit M5 Max Mac Studio mit M5 Ultra
Maximale CPU / GPU 18 CPU-Kerne / 40 GPU-Kerne 36 CPU-Kerne / 80 GPU-Kerne
Maximaler RAM Bis zu 128 GB Bis zu 512 GB (ab Ende Oktober)
Speicherbandbreite Bis zu 614 GB/s Bis zu 1,2 TB/s
Konnektivität Thunderbolt 5 (bis zu 120 Gbit/s), Wi-Fi 7, BT 6.0 Thunderbolt 5, Wi-Fi 7, BT 6.0 (Apple N1-Chip)
Display-Unterstützung Bis zu 5 externe Bildschirme Bis zu 8 externe Displays (oder 4x 5K bei 120 Hz)
SSD-Anbindung PCIe Gen 6 (bis zu doppelt so schnell) PCIe Gen 6 (bis zu doppelt so schnell)

Ein besonderes Highlight für Serverstrukturen und Großprojekte ist die Bündelung via Thunderbolt 5. Mithilfe von Remote Direct Memory Access (RDMA) lassen sich bis zu vier Mac Studios zu einem Cluster zusammenschließen, um den Speicherpool systemübergreifend zu teilen. Ein Vierer-Cluster liefert laut Apple eine Verdreifachung der KI-Inferenzleistung. Ebenfalls neu integriert ist Genlock-Support über USB-C, was Videoproduzenten eine framegenaue Synchronisation mit Profikameras erlaubt.

Speicherkrise sorgt für verzögerten Vollausbau

Obwohl der Mac Studio die Leistungsspitze der Desktop-Macs definiert, hinterlässt die globale Halbleiter- und Speicherknappheit ihre Spuren. Ursprünglich für Mitte des Jahres erwartet, verschob sich die Ankündigung leicht nach hinten.

Die extremen Konfigurationen mit dem maximalen Ausbau von 512 GB des gemeinsamen Arbeitsspeichers können zwar bald geordert werden, sind jedoch erst ab Ende Oktober lieferbar. Wer die absolute Profi-Ausstattung benötigt, muss sich also noch gedulden.

Preise und Verfügbarkeit

Die neuen Kraftpakete können ab sofort im Apple Store vorbestellt werden. Die reguläre Auslieferung und der Verkaufsstart im Handel beginnen am 22. September.

Die Preise spiegeln die Profi-Ausrichtung und die gestiegenen Rohstoffkosten für schnellen Speicher wider:

  • Der Einstieg für den Mac Studio mit M5 Max (36 GB RAM, 512 GB SSD) liegt bei 2.999 Euro.
  • Für das Basismodell des Mac Studio mit M5 Ultra verlangt Apple mindestens 6.599 Euro.
  • Wer die Hardware an ihre Grenzen treiben möchte – mit M5 Ultra im Vollausbau, 256 GB RAM und einer 16 TB SSD –, landet bei 20.679 Euro. Die kommende 512-GB-RAM-Variante dürfte diese Marke noch einmal deutlich übersteigen.

Zusammen mit den Geräten liefert Apple im Herbst das neue Betriebssystem macOS 27 (Golden Gate) aus, welches die neuen Chipstrukturen und lokalen Algorithmen optimal ausnutzen soll.

Joerg
Hallo ich bin der Jörg. Ich bin gelernter Kfz Schlosser und früher aktiv im Motorsport unterwegs mit Interesse für Auto Neuheiten sowie generell technische Innovationen aus der digitalen und analogen Welt.