
Apple hat am 25. August 2026 überraschend den neuen Mac mini vorgestellt, der mit einer ungewöhnlichen Kombination aus dem brandneuen M6-Chip im Basismodell und dem M5-Pro-Prozessor in der High-End-Variante ausgestattet ist. Der ultrakompakte Desktop-Rechner wurde vor allem für lokale Anwendungen mit künstlicher Intelligenz (KI) massiv aufgerüstet. Die Preise steigen jedoch deutlich an: Das M6-Basismodell startet bei 1.049 Euro, während für die M5-Pro-Konfiguration mindestens 1.999 Euro fällig werden.
Ungewöhnliche Chip-Strategie: 2-nm-M6 trifft auf 3-nm-M5-Pro
Apple geht beim Mac mini neue Wege und verbaut erstmals zwei unterschiedliche Chip-Generationen gleichzeitig in einer Produktlinie.
- Der M6-Basis-Chip: Er ist Apples erster Prozessor, der im hochentwickelten 2-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Er bringt eine 12-Core-CPU, eine 12-Core-GPU sowie eine verdoppelte 16-Core Neural Engine mit. Laut Hersteller liefert das M6-Modell eine bis zu viermal schnellere KI-Leistung und doppelt so schnelle Speicherverarbeitung wie die Vorgängergeneration mit M4.
- Der M5-Pro-Chip: Die teurere Profi-Variante nutzt den im 3-Nanometer-Verfahren gebauten M5 Pro. Obwohl die Architektur eine Generation älter ist, liefert er bei klassischen Multicore-Workloads wie 4K-Videobearbeitung oder 3D-Rendering die höhere reine Rechenleistung.
Konnektivität: Thunderbolt 5 bringt Cluster-Fähigkeit
Während das vertraute, ultrakompakte Gehäusedesign und die silberne Farbvariante beibehalten werden, gibt es bei den Anschlüssen und der Konnektivität wichtige Neuerungen:
- Anschlüsse: Auf der Vorderseite befinden sich weiterhin zwei USB-C-Ports und ein Kopfhöreranschluss. Auf der Rückseite verbaut Apple drei Thunderbolt-Ports, einmal HDMI und einen LAN-Anschluss.
- Der Thunderbolt-Unterschied: Das M6-Modell setzt auf Thunderbolt 4. Die Profi-Version mit M5 Pro erhält hingegen die schnellen Thunderbolt-5-Ports mit bis zu 80 Gbit/s. Dies ermöglicht es Nutzern, mehrere Mac-mini-Systeme zu einem Cluster zusammenzuschalten, um extrem große KI-Modelle vollständig lokal auszuführen.
- Netzwerk & Funk: Standardmäßig ist nun ein schnellerer 2,5-Gbit-Ethernet-Port an Bord (10 Gbit optional). Dank Apples neuem N1-Chip unterstützen alle Modelle zudem Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.
- Genlock-Support: Neu hinzugekommen ist eine Genlock-Synchronisation über USB-C für die präzise Abstimmung zwischen Displays und Kameras.
Technische Daten und Modellvergleich
| Feature | Mac mini (M6-Basis) | Mac mini (M5 Pro) |
| Prozessor | Apple M6 (2-nm-Verfahren) | Apple M5 Pro (3-nm-Verfahren) |
| Arbeitsspeicher | Ab 16 GB Unified Memory | Bis zu 64 GB Unified Memory |
| Thunderbolt-Version | Thunderbolt 4 | Thunderbolt 5 |
| Netzwerk / Funk | 2,5 GbE, Wi-Fi 7, Bluetooth 6 | 2,5 GbE, Wi-Fi 7, Bluetooth 6 |
| Betriebssystem | macOS 27 Golden Gate | macOS 27 Golden Gate |
| Einstiegspreis | 1.049 Euro | 1.999 Euro |
Deutliche Preiserhöhung durch weltweite Speicherkrise
Der massive Leistungssprung geht mit einer herben Enttäuschung für preisbewusste Käufer einher: Der Mac mini verliert endgültig seinen Status als günstiger Einstiegs-Mac. Kostete das M4-Modell zum Start noch 699 Euro, verlangt Apple wegen der anhaltenden Halbleiter- und Speicherknappheit nun mindestens 1.049 Euro für die M6-Version mit 16 GB RAM und 256 GB SSD.
Der neue Mac mini kann ab sofort auf der offiziellen Apple Store Webseite vorbestellt werden. Die weltweite Auslieferung und der Verkaufsstart im Handel beginnen am Dienstag, den 22. September 2026.



















