
WhatsApp bricht mit einem seiner ältesten Prinzipien: Um mit jemandem zu chatten, musst du künftig nicht mehr deine private Handynummer herausgeben. Der Meta-Messenger führt individuelle Benutzernamen ein. Da die Wunschnamen weltweit nur einmal vergeben werden, hat Meta die Reservierungsphase bereits offiziell gestartet. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.
Bisher war die Handynummer die einzige Möglichkeit, um Kontakte in WhatsApp hinzuzufügen. Das bedeutete im Umkehrschluss: Ob in der neuen Elternbeirats-Gruppe, beim Online-Kauf über Kleinanzeigen oder bei flüchtigen Bekanntschaften – fremde Personen hatten sofort Zugriff auf deine private Telefonnummer. Mit dem neuesten Update schließt WhatsApp endlich zur Konkurrenz wie Signal oder Telegram auf, die dieses Privatsphäre-Feature schon lange anbieten.
Mehr Privatsphäre: So funktionieren die WhatsApp-Handles
Die Umstellung wird von WhatsApp-Produktchefin Alice Newton-Rex als das „nächste große Datenschutz-Upgrade“ bezeichnet. Sobald die Funktion in den kommenden Monaten vollständig aktiv ist, greift ein neues System:
- Nummer bleibt unsichtbar: Wenn du einen neuen Chat über einen Benutzernamen startest oder so kontaktiert wirst, bleibt deine Handynummer für das Gegenüber komplett verborgen.
- Kein öffentliches Verzeichnis: Um Spam-Wellen zu verhindern, wird es kein öffentliches Telefonbuch oder eine Autovervollständigung bei der Suche geben. Wer dich anschreiben will, muss deinen exakten Benutzernamen kennen.
- Zusätzlicher PIN-Schutz: Als Extra-Sicherheitsnetz kannst du einen optionalen „Benutzernamen-Schlüssel“ (Username Key) festlegen. Fremde müssen diesen Code kennen, um dir überhaupt die allererste Nachricht senden zu dürfen.
- Ausnahme für bestehende Kontakte: Personen, die deine Nummer ohnehin schon im Telefonbuch abgespeichert haben, sehen diese natürlich auch weiterhin.
Die Regeln für deinen Wunschnamen
Der gewählte Name muss mindestens 3 Zeichen lang sein, mit einem Buchstaben beginnen und darf neben Zahlen nur Punkte und Unterstriche enthalten. Sonderzeichen oder Umlaute sind tabu.
Besonderheit für Creator und Unternehmen: Wer bereits einen verifizierten Namen auf Instagram oder Facebook besitzt, kann diesen für WhatsApp beanspruchen, um Identitätsdiebstahl vorzubeugen.
Schritt für Schritt: So reservierst du deinen Namen schon heute
Da WhatsApp über drei Milliarden Nutzer weltweit hat, sind beliebte Namen rasend schnell vergeben. So prüfst du direkt auf deinem Smartphone, ob die Freischaltung für dein Konto schon aktiv ist:
- Stelle sicher, dass du die neueste Version von WhatsApp aus dem App Store oder Google Play Store installiert hast.
- Öffne WhatsApp und gehe in die Einstellungen.
- Tippe ganz oben auf dein Profilbild / deinen Namen (oder auf Konto).
- Such nach dem neuen Feld „Benutzername“.
- Tippe darauf, gib deinen Wunschnamen ein und sichere ihn dir.
Hinweis: Meta rollt die Reservierung schrittweise aus. Sollte der Menüpunkt bei dir noch fehlen, musst du dich noch ein paar Tage gedulden und die App regelmäßig aktualisieren.
Die Angabe eines Benutzernamens ist übrigens völlig optional. Wer das Feature nicht nutzen möchte, verwendet WhatsApp einfach genauso weiter wie bisher.