
Die Formel 1 hat ein neues, spektakuläres Kapitel aufgeschlagen. Beim ersten Großen Preis von Spanien 2026 in der Landeshauptstadt Madrid krönte sich Mercedes-Youngster Andrea Kimi Antonelli zum historischen Premierensieger. Auf dem brandneuen, semi-permanenten Rundkurs namens „Madring“ setzte sich das italienische Ausnahmetalent in einem packenden Rennen vor Weltmeister Max Verstappen im Red Bull und dem unglücklichen Pole-Setter Lando Norris im McLaren durch.
Der 14. Saisonlauf markierte den endgültigen Abschied der Königsklasse aus Barcelona und den Beginn einer neuen Ära, die Sport und Großevent im Herzen der Metropole vereint. Vor komplett ausverkauften Tribünen bewies die neue Strecke sofort, dass sie den extremen Anforderungen der modernen Formel 1 gewachsen ist.
Start Drama und McLaren Pech ebnen Antonelli den Weg
Das Rennwochenende auf dem Ifema-Messegelände hatte bereits im Qualifying am Samstag einen Thriller parat, als Lando Norris im McLaren die Pole-Position knapp vor Antonelli eroberte. Beim Erlöschen der Startampeln am Sonntag um 15:00 Uhr behauptete Norris zunächst die Führung. Das Layout der ersten Kurve bot jedoch sofort Gelegenheiten für harte Rad-an-Rad-Duelle.
Die Vorentscheidung fiel strategisch bei den Boxenstopps sowie während einer kritischen Virtual-Safety-Car-Phase. Während Mercedes die Strategie von Antonelli perfekt timte, erlebte McLaren beim Reifenwechsel von Norris ein Debakel. Der Brite verlor wertvolle Sekunden und die Führung an den jungen Italiener. Antonelli nutzte die freie Fahrt, hielt dem Druck des heranstürmenden Max Verstappen stand und überquerte nach einem fehlerfreien Auftritt als Erster die Ziellinie. Mit diesem Erfolg baute der Mercedes-Pilot seine Führung in der Weltmeisterschaft auf komfortable 66 Punkte aus.

Technische Tücken: Bremsdefekt stoppt Hamilton
Während die Silberpfeile in der Garage von Antonelli jubelten, gab es auf der anderen Seite Enttäuschung. Lewis Hamilton, der im Ferrari von Startplatz vier ins Rennen gegangen war, musste seinen Boliden vorzeitig abstellen. Ein technischer Defekt an der Bremsanlage bedeutete das Aus für den Rekordweltmeister. Auch für Lokalmatador Carlos Sainz im Williams verlief das Heimrennen unglücklich; er schied nach 14 Runden vorzeitig aus. Ebenso erging es Sergio Pérez im Cadillac, der das Rennen nach einem Defekt aufgeben musste. Ein starkes Lebenszeichen gab hingegen der junge Argentinier Franco Colapinto ab, der im Williams nach einer mutigen Fahrt einen hervorragenden siebten Platz einfuhr.
Ergebnis Formel 1 GP Spanien 2026 in der Übersicht
| Pos. | Nr. | Fahrer | Team | Rnd. | Rückstand |
| 1 | 12 | A. Antonelli | Mercedes | 57 | 1:34:23.754 |
| 2 | 3 | M. Verstappen | Red Bull | 57 | +0:04.351 |
| 3 | 1 | L. Norris | McLaren | 57 | +0:05.089 |
| 4 | 16 | C. Leclerc | Ferrari | 57 | +0:29.116 |
| 5 | 63 | G. Russell | Mercedes | 57 | +0:29.829 |
| 6 | 30 | L. Lawson | Red Bull | 57 | +1:26.746 |
| 7 | 43 | F. Colapinto | Alpine | 57 | +1:34.281 |
| 8 | 81 | O. Piastri | McLaren | 57 | +1:35.839 |
| 9 | 41 | A. Lindblad | Racing Bulls | 56 | +1 Rnd. |
| 10 | 27 | N. Hülkenberg | Audi | 56 | +1 Rnd. |
| 11 | 31 | E. Ocon | Haas F1 | 56 | +1 Rnd. |
| 12 | 10 | P. Gasly | Alpine | 56 | +1 Rnd. |
| +5 Sekunden | |||||
| 13 | 5 | G. Bortoleto | Audi | 56 | +1 Rnd. |
| 14 | 22 | Y. Tsunoda | Racing Bulls | 56 | +1 Rnd. |
| 15 | 23 | A. Albon | Williams | 56 | +1 Rnd. |
| 16 | 87 | O. Bearman | Haas F1 | 56 | +1 Rnd. |
| 17 | 14 | F. Alonso | Aston Martin | 55 | +2 Rnd. |
| 18 | 77 | V. Bottas | Cadillac | 54 | +3 Rnd. |
Ausfälle beim F1 GP Spanien 2026
| Pos. | Nr. | Fahrer | Team | Rnd. | Rückstand |
| – | 55 | C. Sainz | Williams | 43 | +14 Rnd. |
| Grund: Aufgabe | |||||
| – | 11 | S. Perez | Cadillac | 31 | +26 Rnd. |
| Grund: Aufgabe | |||||
| – | 18 | L. Stroll | Aston Martin | 12 | +44 Rnd. |
| Grund: Bremse | |||||
| – | 44 | L. Hamilton | Ferrari | 6 | +51 Rnd. |
| Grund: Bremse | |||||
Das Urteil über den „Madring“: La Monumental begeistert die Fans
Im Vorfeld des Rennens hatten einige Fahrer Sicherheitsbedenken wegen des schnellen, welligen Asphalts geäußert. Das Debüt auf der 5,416 Kilometer langen Hybrid-Strecke überzeugte jedoch fahrerisch wie optisch. Der von Jarno Zaffelli entworfene Kurs kombiniert öffentliche Straßenabschnitte mit permanenten Rennpassagen.
Das absolute Highlight für die 45.000 Fans an der Strecke war die Kurve 12, genannt „La Monumental“. Diese gigantische, 550 Meter lange Steilkurve weist eine Neigung von bis zu 24 Prozent auf. Die Boliden jagten mit verschiedenen Linien durch die Arena, was für spektakuläre Bilder sorgte. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 340 km/h im Tunnelabschnitt unter der Autobahn und harten Bremszonen hat sich Madrid auf Anhieb als moderner Klassiker im Rennkalender etabliert. Der Vertrag mit der spanischen Hauptstadt läuft langfristig für die nächsten zehn Jahre.


















