
Hochspannung und packende Rad an Rad Duelle prägten den Rennsamstag beim ADAC MX Masters im mecklenburgischen Vellahn. Auf der anspruchsvollen Tiefsandstrecke boten die Fahrer den begeisterten Zuschauern packenden Motocross-Sport. Jörgen-Matthias Talviku feierte in der Königsklasse seinen emotionalen Premierensieg. Währenddessen untermauerte Nicolai Skovbjerg im ADAC MX Youngster Cup seine Titelambitionen. In den Nachwuchsklassen prägten ein packendes Bruderduell und eine dominante Qualifikation das Geschehen.
ADAC MX Masters: Start-Ziel-Sieg für Talviku nach Rennabbruch
In der Topklasse ADAC MX Masters untermauerte Jörgen-Matthias Talviku (EST/SHR Motorsports by Hartje) seine starke Form. Bereits im Zeittraining sicherte sich der Este den Status als „Acerbis Best Qualifier“. Beim Start münzte er diese Ausgangslage direkt in den „Red Bull Holeshot“ um. Talviku setzte sich sofort an die Spitze des Feldes. Dahinter reihten sich zunächst Noah Ludwig (D/KTM Sarholz Racing Team) und Jere Haavisto (FIN/Schmicker Silve Racing) ein.
Noch in der ersten Runde starteten die Favoriten ihre Aufholjagd. Tom Koch (D/KTM Sarholz Racing Team) und der aktuelle Tabellenführer Roan van de Moosdijk (NL/Kosak Racing Team) schoben sich auf die Plätze zwei und drei vor. Van de Moosdijk passierte Koch kurz darauf und blies zur Jagd auf den Führenden. Zur Rennmitte stabilisierte sich das Feld: Haavisto eroberte den vierten Rang, während Maximilian Spies (D/Becker Racing) an Ludwig vorbeizog. Haavisto hielt den Druck hoch und schnappte sich im achten Umlauf auch Koch.
Ein schwerer Sturz von Spies sorgte in der zehnten Runde für einen vorzeitigen Rennabbruch. Das Reglement sah eine Wertung nach dem Stand der zehnten Runde vor. Damit stand Jörgen-Matthias Talviku als umjubelter Sieger fest. Roan van de Moosdijk sicherte mit Platz zwei wichtige Punkte für die Meisterschaft. Jere Haavisto komplettierte das Podium als Dritter vor Tom Koch und Noah Ludwig. Talviku zeigte sich im Ziel überglücklich über seinen ersten Laufsieg in der renommierten Serie.
ADAC MX Youngster Cup: Skovbjerg schlägt im Titelkampf zu
Der Lauf des ADAC MX Youngster Cup entwickelte sich zu einem echten Krimi. Den Start gewann Mick Kennedy (NL/Yamaha). Er musste die Führung jedoch postwendend an Klassen-Neuling Ryan Oppliger (CH/Oppliger Racing) abtreten. Dahinter formierte sich eine extrem dichte Spitzengruppe aus acht Fahrern, zu der auch Nico Stenberg (FIN), Saku Mansikkamäki (FIN) und Nicolai Skovbjerg (DK/SixtySeven Racing-Team) gehörten.

In der zweiten Rennhälfte blies Skovbjerg zum Angriff. Innerhalb von nur drei Runden kämpfte sich der Däne vom fünften Platz ganz nach vorne an die Spitze. Gleichzeitig drehte Gyan Doensen (NL/Gabriel SS24 KTM Factory Juniors) mächtig auf. Er schob sich kurz vor Rennende an Oppliger vorbei auf Rang zwei. Auch Levi Townley (NZ/Team MJC-Yamaha-Monster Energy) nutzte die Schlussphase für eine Attacke und verdrängte Oppliger in der finalen Runde auf den vierten Platz. Nico Stenberg rettete den fünften Rang ins Ziel. Mit diesem strategisch klugen Sieg rückt Skovbjerg dem vorzeitigen Titelgewinn ein großes Stück näher.
Die Nachwuchsklassen: Leok glänzt, Cirulis-Zwillinge dominieren
Im ADAC MX Junior Cup 125 standen am Samstag die wichtigen Qualifikationsläufe für die Sonntagsrennen im Fokus. Der Meisterschaftsführende Lucas Leok (EST/KTM MX Futures) untermauerte seine Favoritenrolle mit der Bestzeit im Zeittraining. Er startet am Sonntag von der Poleposition. Emil Ziemer (CH) und Finn Lange (D) folgten auf den Plätzen zwei und drei.
Ein echtes Familienduell erlebten die Fans im ADAC MX Junior Cup 85. Martins Cirulis (LAT/Schmicker Silve Racing) sicherte sich den Holeshot vor Conrad Pinchon (F) und seinem Zwillingsbruder Patriks Cirulis (LAT/Schmicker Silve Racing). Patriks setzte sich schnell auf den zweiten Rang und eröffnete den Zweikampf um den Sieg. Nach dem technisch bedingten Ausfall des drittplatzierten Robin Robert Mooses (EST) schob sich Jaggar Townley (NZ) nach vorne. Drei Runden vor dem Ende übernahm Patriks Cirulis schließlich die Führung von seinem Bruder Martins und gab diese bis zur Zielflagge nicht mehr ab. Harry Dale (GB) fuhr als Dritter auf das Podest, gefolgt von Townley und Pinchon.















