Sport Zé Roberto: Das läuft doch schon länger so

Zé Roberto: Das läuft doch schon länger so

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Nach dem Pokal-Aus gab sich der Bayern Spieler Zé Roberto recht offen.
Er wurde konkret gefragt was bei dem Pokal-Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen schief gelaufen ist beim FC Bayern. Zé Roberto sagte ganz offen: „Heute? Das läuft doch schon länger so“.
Auch noch einen Tag nach dem Desaster gegen Leverkusen weiß der Brasilianer nicht, wie er mit der Talfahrt des FC Bayern München umgehen soll. Zur Zeitschrift „tz“ sagte der 34 Jahre alte Zé Roberto: „Wir haben jetzt in den letzten Wochen so viele Spiele verloren, das ist einfach unglaublich. Das ist einfach nicht normal für Bayern. Im Moment ist es ganz schön kompliziert“. Der Brasilianer Zé Roberto spielt bereits in seiner sechsten Saison beim Fc Bayern München. Sicher hat er in den sechs Jahren „Bayern“ sehr viel erlebt, aber diese Situation jetzt ist auch für den Brasilianer ungewohnt.
„Ich kann wirklich nicht beschreiben, was im Moment bei uns los ist. Ich habe in meiner ganzen Bayern-Karriere noch nie einen solch schweren Moment erlebt. Ich bin das einfach nicht gewohnt. Das gab es noch nie. Mit Brasilien stand ich in den WM-Qualis schon ähnlich mit dem Rücken zur Wand, aber mit Bayern nicht.“
Zé Roberto blühte erst richtig unter Trainer Jürgen Klinsmann auf und war auch sein Musterschüler. Doch auch gegen Leverkusen bot Zé Roberto als Ersatz von Philipp Lahm auf der linken Abwehrseite eine schlechte Leistung.
„Ich war auf meiner Position im Mittelfeld richtig gut drauf und konnte dem Team sehr helfen. Hinten links fühle ich mich wie an einem fremden Ort“. „Aber der Trainer hat mich gefragt, ob ich dort aushelfen könnte, und ich versuche, auch da mein Bestes zu geben. Aber hoffentlich nicht mehr lange.“
Auch über den Stand von Jürgen Klinsmann beim FC Bayern München äußerte sich der Samba-Kicker recht offen. In schlechten Augenblicken gerät immer der Trainer am stärksten in den Fokus der Kritik. Das ist ganz normal. Er trägt viel Verantwortung für Mannschaft, Aufstellung, Taktik und Leistung. Und natürlich merkt man, dass er im Moment angeschlagen ist.“ So deutlich brachte es noch keiner beim FC Bayern München zum Ausdruck. Deshaln nimmt auch Zé Roberto den Trainer Jürgen Klinsmann in Schutz und stellt die Mannschaft in die Pflicht.

Wir sollten aufhören, alles an ihm festzumachen. Außerdem ist es nicht sein Job, uns ständig zu motivieren. Wir sind Top-Spieler, Profis seit vielen Jahren. Also wenn wir es nicht schaffen, uns selbst zu motivieren, dann weiß ich auch nicht. Uns muss doch allen klar sein, dass wir mit solchen Leistungen nichts, aber auch gar nichts gewinnen werden.“
Doch einen Ausweg aus der sogenannten Krise des FC Bayern wußte der Brasilianer auch nicht.
„Wir müssen den entstandenen Schaden reduzieren und schauen, dass wir in der Liga nicht den Anschluss verlieren. Wir müssen genauso kämpfen und rackern wie alle anderen, die gerade gegen uns immer Vollgas geben.“
Nun ja da erste Weg aus der Krise kann schon ein Sieg welcher fast schon Pflicht ist gegen den Tabellenzwölften Hannover 96 in der Bundesliga sein. Und fast schon wie gerufen kommt auch noch das Champions-League Rückspiel gegen Sporting Lissabon am 10. März wo der Einzug ins Viertelfinale der UEFA Champions League nur Formsache sein dürfte. Der Grundtsein wurde ja mit dem 5:0 in Lissabon bereits gelegt.