Sport WRC2 Rallye Portugal – Reifenpech für Skoda Werksfahrer

WRC2 Rallye Portugal – Reifenpech für Skoda Werksfahrer

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Skoda bei der Rallye Portugal 2018: Die amtierenden WRC 2-Champions Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE) belegen am Freitagabend nach zwei Reifenschäden an ihrem SKODA FABIA R5 Rang fünf in der WRC 2-Kategorie © Skoda Motorsport
Skoda bei der Rallye Portugal 2018: Die amtierenden WRC 2-Champions Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE) belegen am Freitagabend nach zwei Reifenschäden an ihrem SKODA FABIA R5 Rang fünf in der WRC 2-Kategorie © Skoda Motorsport

WRC2 Rallye Portugal – Reifenpech für Skoda Werksfahrer Pontus Tidemand und Juuso Nordgren

Die amtierenden WRC 2-Champions Pontus Tidemand/Jonas Andersson (SWE/SWE) erlitten am zweiten Tag der Rallye Portugal (17. bis 20. Mai 2018), dem sechsten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft, gleich zwei Reifenschäden am Skoda FABIA R5. Sie liegen in der WRC 2-Zwischenwertung auf Rang fünf und haben weiterhin Meisterschaftspunkte im Visier.

Ihre jungen Teamkollegen Juuso Nordgren/Tapio Suominen (FIN/FIN) ereilte das gleiche Missgeschick, sie belegen im Ziel der Freitagsetappe Rang neun in der WRC 2-Kategorie.

Die Skoda Werksteams Pontus Tidemand/Jonas Andersson und Juuso Nordgren/Tapio Suominen starteten mit ihren Skoda FABIA R5 optimal in die Rallye Portugal, den sechsten Lauf zur FIA Rallye-Weltmeisterschaft 2018. Sie fuhren am Donnerstagabend auf der Auftaktprüfung auf der Rallycross-Piste von Lousada exakt zeitgleich die Bestzeit und wurden dabei von zehntausenden begeisterter Rallye-Fans gefeiert.

Am Freitagmorgen aber wurden beide Skoda Teams vom Reifenpech heimgesucht. „Ich weiß nicht warum, aber nach 15 Kilometern der Prüfung hatte ich einen Reifenschaden, obwohl die Piste eigentlich ziemlich eben war. Ist aber gleichgültig, wenn man sich trotzdem einen platten Reifen einfängt“, ärgerte sich Pontus Tidemand. Sein junger Teamkollege Juuso Nordgren zeigte ein paar beeindruckende Zwischenzeiten, bevor er ebenso einen Reifenschaden kassierte. „In manchen Passagen liegen große Steine herum, denen man nicht immer ausweichen kann. Das ist ein Glücksspiel. Wenn du einen Stein triffst, hast du leicht einen Plattfuß“, kommentierte Nordgren trocken. Beide Skoda Crews verloren nahezu eineinhalb Minuten und fielen in der Zwischenwertung weit zurück.

Pontus Tidemand hatte eine weitere Herausforderung zu meistern. Um Gewicht zu sparen, hatte er am Morgen nur ein Reserverad eingeladen. Hätte er sich auf den verbleibenden zwei Schotterprüfungen über mehr als 45 Kilometer einen zweiten Plattfuß eingefangen, hätte er mit hoher Wahrscheinlichkeit aufgeben müssen. So ging er auf der folgenden Wertungsprüfung entsprechend vorsichtig zu Werke. Erst auf der letzten Prüfung vor der mittäglichen Servicepause erhöhte er wieder das Tempo und fuhr, gefolgt von Teamkollege Nordgren, eine überlegene Bestzeit.

Skoda bei der Rallye Portugal 2018: Die finnischen SKODA Junioren Juuso Nordgren/Tapio Suominen wurden durch zwei Reifenschäden zurückgeworfen und sind nach der Freitagsetappe Neunte in der Kategorie WRC 2 © Skoda Motorsport
Skoda bei der Rallye Portugal 2018: Die finnischen SKODA Junioren Juuso Nordgren/Tapio Suominen wurden durch zwei Reifenschäden zurückgeworfen und sind nach der Freitagsetappe Neunte in der Kategorie WRC 2 © Skoda Motorsport

Beide Skoda Besatzungen stürmten nach der Pause bei der Wiederholung der morgendlichen Wertungsprüfungen durch das WRC 2-Klassement. Tidemand setzte eine weitere Bestzeit und schob sich auf die vierte Position. Nordgren folgte auf Rang fünf im zweiten Skoda FABIA R5. Eine Wertungsprüfung später erwischten beide Skoda Teams jedoch erneut Reifenschäden. Tidemand fiel auf Rang fünf in der WRC 2 zurück, während Nordgren am Ende des Tages auf die neunte Position in der WRC 2-Zwischenwertung zurückgeworfen wurde.

„Das ist wirklich Pech, aber die Rallye ist noch längst nicht gelaufen und es ist noch ein weiter Weg bis ins Ziel. Pontus und Juuso können immer noch wertvolle Punkte für die Meisterschaft holen. Diese Rallye ist bislang die härteste in der laufenden Saison, viele unserer Wettbewerber hat es ebenfalls erwischt“, bilanzierte Skoda Motorsport-Chef Michal Hrabánek.

Der Samstag (19. Mai) ist wie schon 2017 der längste Tag der Rallye. Die Etappe beinhaltet 155 Kilometer, die sich auf sechs Wertungsprüfungen über eine Mischung von sandigen und von Steinen übersäten Pisten verteilen, die im jeweils zweiten Durchgang am Nachmittag zudem mit tiefen Spurrillen aufwarten. Am Sonntag (20. Mai) steht die Fafe-Schleife mit der berühmten Sprungkuppe auf dem Programm, das spektakuläre Highlight für die Fans. Insgesamt gilt es, 20 Wertungsprüfungen über 358,19 Kilometer zu bewältigen, bevor der Sieger das Podium am Sonntag gegen 15.45 Uhr in Matosinhos unweit von Porto erreicht.

Zwischenstand Rallye Portugal nach Tag 2 (WRC 2)
1. Greensmith/Parry (GBR/GBR), Ford Fiesta R5, 1:44.27,8 Stunden
2. Pieniazek/Mazur (POL/POL), Skoda FABIA R5, +34,3 Sekunden
3. Lefebvre/Moreau (FRA/FRA), Citroën C3 R5, +34,8 Sekunden
4. Heller/Olmos (CHL/ARG), Ford Fiesta R5, +1.28,4 Minuten
5. Tidemand/Andersson (SWE/SWE), Skoda FABIA R5, +1.44,6 Minuten

Der Kalender 2018 der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC 2)

Veranstaltung Datum
Rallye Monte Carlo 25.01.–28.01.2018
Rallye Schweden 15.02.–18.02.2018
Rallye Mexiko 08.03.–11.03.2018
Rallye Frankreich/Tour de Corse 05.04.–08.04.2018
Rallye Argentinien 26.04.–29.04.2018
Rallye Portugal 17.05.–20.05.2018
Rallye Italien 07.06.–10.06.2018
Rallye Finnland 26.07.–29.07.2018
Rallye Deutschland 16.08.–19.08.2018
Rallye Türkei 13.09.–16.09.2018
Rallye Großbritannien 04.10.–07.10.2018
Rallye Spanien 25.10.–28.10.2018
Rallye Australien 15.11.–18.11.2018