Sport WorldSBK in Argentinien – Höhen und Tiefen für BMW Fahrer

WorldSBK in Argentinien – Höhen und Tiefen für BMW Fahrer

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Superbike World Championship. BMW Motorrad Motorsport. BMW Motorrad WorldSBK Team, #45 BMW M 1000 RR, Scott Redding (GBR).
Superbike World Championship. BMW Motorrad Motorsport. BMW Motorrad WorldSBK Team, #45 BMW M 1000 RR, Scott Redding (GBR). © BMW Motorsport
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WorldSBK in ArgentinienWorldSBK in Argentinien Stimmen nach dem Rennen in San Juan Das Rennwochenende der FIM Superbike World Championship (WorldSBK) im argentinischen San Juan hielt für BMW Motorrad Motorsport Höhen und Tiefen bereit. Am Fuße der Anden wurde die zehnte Runde der Saison ausgetragen. Scott Redding (GBR) aus dem BMW Motorrad WorldSBK Team fuhr eine gute Superpole, war in beiden Hauptrennen bester BMW Fahrer, erlebte jedoch ein schwieriges Superpole Race.

Sein Teamkollege Michael van der Mark (NED) holte von einem hinteren Startplatz in beiden Hauptrennen Top-10-Platzierungen. Loris Baz (FRA) sorgte in der Superpole für das bisher beste Qualifying-Resultat des Bonovo action BMW Racing Teams, hatte jedoch in beiden Hauptrennen Pech. Teamkollege Eugene Laverty (IRL) beendete den finalen Lauf am Sonntagnachmittag als bester Independent Rider.

Superpole-Qualifikation am Samstagmittag Redding auf Platz fünf
In der Superpole-Qualifikation am Samstagmittag belegten Redding Platz fünf, Baz wurde Sechster und sorgte damit dafür, dass das Bonovo action BMW Racing Team zum ersten Mal aus der zweiten Reihe startete. Für van der Mark und Laverty verlief die Qualifikation mit den Positionen 14 und 18 schwieriger.

Im ersten Lauf fuhr Redding in der ersten Hälfte in der Spitzengruppe mit
Im ersten Lauf fuhr Redding in der ersten Hälfte in der Spitzengruppe mit, fiel dann jedoch leicht zurück und kam auf Rang sieben ins Ziel. Van der Mark kämpfte sich vom 14. bis auf den zehnten Rang nach vorn. Laverty machte ebenfalls vier Positionen gut und belegte Rang 14. Baz hatte das gesamte Rennen über Schwierigkeiten. In der Schlussphase konnte er das Rennen nach einem Sturz zwar wieder aufnehmen, verpasste die Punkteränge als 16. jedoch. Am Sonntagmittag setzte Baz dann seine Serie von neunten Plätzen im Superpole Race fort und kam als bester BMW Fahrer auf eben dieser Position ins Ziel. Van der Mark wurde Elfter. Redding fiel vom fünften Startplatz weit zurück und erreichte das Ziel als 14., Laverty auf Rang 18.

Superbike World Championship BMW Motorrad Motorsport. Bonovo MGM Racing, #76 BMW M 1000 RR, Loris Baz (FRA).
Superbike World Championship BMW Motorrad Motorsport. Bonovo MGM Racing, #76 BMW M 1000 RR, Loris Baz (FRA). © BMW
Hauptrennen zunächst Baz der höchstplatzierte BMW Fahrer in der Spitzengruppe
Im zweiten Hauptrennen am Sonntagnachmittag war zunächst Baz der höchstplatzierte BMW Fahrer in der Spitzengruppe, doch in der zweiten Runde wurde er von einem anderen Fahrer getroffen und stürzte. Der Franzose konnte das Rennen zwar wieder aufnehmen, mehr als Rang 17 konnte er jedoch nicht erreichen. Redding fuhr von Rang zehn aus ein konstantes Rennen und wurde Neunter, direkt gefolgt von van der Mark, der als Zehnter erneut in einem Hauptrennen in die Top-10 fuhr. Laverty machte von Rang 18 aus gleich am Start und in der ersten Runde zahlreiche Positionen gut. Nach 21 Umläufen kam er als Elfter und als bester Independent Rider ins Ziel.

Die Saison 2022 endet mit den beiden Übersee-Veranstaltung im indonesischen Mandalika (11. bis 13. November) und im australischen Phillip Island (18. bis 20. November).

Stimmen nach den Rennen in San Juan.

Marc Bongers, BMW Motorrad Motorsport Direktor: „Es war ein schwieriges Wochenende. Alle haben sehr hart gearbeitet, aber es ist uns noch nicht gelungen, wieder an unsere Podiums-Performance aus Donington Park, Most und Magny-Cours anzuknüpfen. Die Bedingungen haben von den Temperaturen her stark gewechselt, und im Vergleich zur Konkurrenz können wir uns auf diese Wechsel nicht gut genug und nicht schnell genug einstellen. Unser Paket ist noch zu sensibel, also nicht stabil genug, um ohne große Veränderungen auf Bedingungen und Streckencharakteristika zu reagieren. Das Qualifying verlief recht gut. Mit Scott und Loris in der zweiten Startreihe hatten wir eine ordentliche Ausgangsposition für die ersten beiden Rennen. Scott konnte zwar beide Hauptrennen auf P7 und P9 beenden, doch das ist nicht unser Ziel. Im Superpole Race hat Scott als einziger Fahrer den härtesten Reifen, den SC0 verwendet, weil er mit dem SCX morgens im Warm-Up nicht zurechtkam. Diese Reifenwahl hatte sich im ersten Rennen als gut erwiesen. Bei Michael war es gut zu sehen, dass er konstante Rennen fährt und langsam, aber kontinuierlich auf dem Weg zurück ist. Loris hatte im zweiten Rennen wirklich Pech. Heute war er auf dem besten Weg, ein starkes Rennen zu fahren, wurde dann aber von einem anderen Fahrer getroffen und kam zu Sturz. Für Eugene freut es mich, dass er Lauf zwei für das Bonovo action BMW Racing Team als bester Independent Fahrer direkt hinter Scott und Michael abgeschlossen hat. Es wäre klasse, wenn er dies in den letzten Rennen seiner WorldSBK-Karriere fortsetzen kann.“

Scott Redding, BMW Motorrad WorldSBK Team (SP: 5 / R01: 7 / SP Race: 14 / R02: 9): „Das Wochenende war generell ein Auf und Ab. Wir haben versucht, ein paar Dinge mit dem Bike, mit der Abstimmung, zu lernen. Aber es hat sich gezeigt, dass es nicht besser war. Also sind wir für das letzte Rennen wieder zu dem zurückgegangen, was wir kennen, und das Gefühl war ein bisschen besser. Es ist schade, denn normalerweise bin ich hier recht schnell, aber ich konnte das volle Potenzial in den Rennen nicht wirklich zeigen. Im Superpole Race mussten wir den SC0-Hinterreifen verwenden, der keine Konkurrenz zu allen anderen auf dem SCX war. Am Nachmittag haben wir ein paar Änderungen vorgenommen, so dass ich den X-Reifen nehmen konnte. Ich habe mich auf dem Bike recht gut gefühlt, aber wir bekamen dann ein paar Schwierigkeiten mit der Bremse und ich hatte etwas zu kämpfen. Insgesamt bin ich zufrieden, das Wochenende positiv abzuschließen, aber wir müssen für die nächste Runde noch etwas mehr arbeiten.“

Michael van der Mark, BMW Motorrad WorldSBK Team (SP: 14 / R01: 10 / SP Race: 11 / R02: 10): „Das Superpole Race war ganz in Ordnung. Ich hatte ein gutes Gefühl, es ist mir nur nicht gelungen, an ein paar der Jungs vorbeizukommen. Von daher konnte ich mich in der Startaufstellung für Rennen zwei nicht verbessern. Mein Start in Lauf zwei war ganz gut, aber ich wurde in den ersten paar Kurven ausgebremst. Die Pace hat gepasst, aber es hat nicht gereicht, näher an die Jungs vor mir heranzukommen und zu versuchen, sie zu überholen. Die Pace war über das ganze Wochenende recht gut, wir haben auch eine Menge am Set-up verbessert, und ich fühle mich auf dem Bike immer besser. Ich fühle nun, wie das Bike zu mir zurück kommt. Es sind natürlich nicht die Positionen, auf denen wir ins Ziel kommen möchten, aber aus meiner Sicht hatten wir ein solides Wochenende, und ich denke, wir haben das Bike verbessert. Deshalb bin ich recht zufrieden.“

Eugene Laverty, Bonovo action BMW Racing Team (SP: 18 / R01: 14 / SP Race: 19 / R02: 11): „Das Superpole-Rennen war ehrlich gesagt eine Katastrophe, das wohl schlechteste Rennen des Jahres. Wir hatten ein Problem mit dem Heck des Motorrads und daher keinen Grip hinten. Dann haben wir das für das zweite Rennen geändert und das Motorrad verwandelt. Ich bin sehr glücklich über unsere Arbeit heute. Es war eine schöne Überraschung, bester Independent-Fahrer zu sein. Dieses Ergebnis ist auch toll für das gesamte Bonovo action BMW Racing Team, denn sie haben das ganze Jahr über hart gearbeitet, ohne dass ich großartige Ergebnisse einfahren konnte. Also freue ich mich, dass ich endlich abliefern konnte.“

Loris Baz, Bonovo action BMW Racing Team (SP: 6 / R01: 16 / SP Race: 9 / R02: 17): „Ich bin natürlich enttäuscht. Alle BMW-Fahrer hatten hier zu kämpfen, und ich denke, das war insgesamt nicht die leichteste Strecke für uns, aber ich glaube, ich bin das ganze Wochenende über ziemlich gut gefahren. Ich hatte eine gute Superpole, hatte aber gestern im Rennen zu kämpfen. Doch heute Morgen haben wir das Bike verbessert. Wir konnten im Superpole-Rennen in den Top-9 landen. Im zweiten Rennen hatte einen wirklich sehr guten Start. Ich lag in den Top-5 und habe dann versucht, ruhig zu fahren und die Reifen zu schonen. Bassani hat mich rausgekegelt, und damit war es dann vorbei. Ich bin weitergefahren und auf Platz 17 gelandet, aber habe leider keine Punkte bekommen. Nach Argentinien mit der langen Anreise zu kommen und nur einen Punkt aus dem Superpole-Rennen mitzunehmen, ist nicht gerade eine große Belohnung. Aber wir haben als Team super gearbeitet und das ganze Wochenende über nie aufgegeben.“

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