Sport WEC Silverstone – Stimmen von Toyota Gazoo Racing nach dem dramatischen Sieg

WEC Silverstone – Stimmen von Toyota Gazoo Racing nach dem dramatischen Sieg

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WEC Toyota TS050 #8
WEC in Silverstone Toyota TS050 #8 Foto: © Toyota Motorsport

WEC Silverstone – Stimmen von Toyota Gazoo Racing nach dem dramatischen Sieg: TOYOTA GAZOO Racing gelang ein dramatischer Sieg bei den Sechs Stunden von Silverstone, dem aufregenden Auftakt zur FIA WEC Langstreckenweltmeisterschaft 2017. Vor 50.200 Zuschauern (während des gesamten Wochenendes) und in einem Rennen das immer wieder von Regenschauern geprägt wurde, stellte der TS050 HYBRID mit der #8, der abwechselnd von Sébastien Buemi, Anthony Davidson und Kazuki Nakajima pilotiert wurde, den Sieg erst in den letzten 15 Minuten sicher.

Außer der Siegertrophäe erhielt die Crew des Wagens mit der Nummer acht auch noch die „Royal Automobile Club International Tourist Trophy”, die erstmals 1905 vergeben und solchen Legenden wie Tazio Nuvolari, Graham Hill und Sterling Moss verliehen wurde.

TS050 HYBRID #7 verlor über eine Runde wegen eines Crashs
Der TS050 HYBRID mit der Startnummer sieben, Polesitter und mit Mike Conway, Kamui Kobayashi und José María López am Steuer, verlor wegen eines Unfalls über eine Stunde an der Box und wurde schließlich 23. José María wurde zunächst im Streckenhospital durchgecheckt und im Anschluss ins Northampton General Hospital gebracht, um dort vorsorglich radiologisch untersucht zu werden. Das Ergebnis zeigte, dass er keinerlei Verletzungen erlitten hatte.

Sechsstundenrennen begann bei trockenen Streckenbedingungen
Zwar begann das Rennen bei kühler und trockener Witterung und die beiden TOYOTA führten das Feld an; nach 45 Minuten aber ging ein Schauer nieder, immer wieder gefolgt danach von leichtem Regen.
Kurz vor dem zweiten Boxenstopp bekam der Wagen #7 mit Kamui am Steuer ein Problem mit dem Stabilisator, welches die Lenkung beinträchtigte, wodurch er Zeit verlor und auf Rang vier zurückfiel.
Nun führte Anthony im Wagen #8 und lieferte sich einen Kampf mit dem Porsche #1. Doch nach zwei Stunden Renndauer verschlecherte sich das Wetter, wodurch eine zusätzliche Herausforderung entstand.

Beide TS050 HYBRID blieben auf Slicks
Beide TS050 HYBRID blieben während des gesamten Rennens auf Slicks, anders als die Porsche, die auf Intermediates wechselten. Als der Regen am stärksten war, rutschte Kamui kurz in den Kies, verlor Zeit und fiel von Rang zwei auf Platz vier zurück, während Anthony sich auf dem zweiten Platz wiederfand.

Porsche musste Extrastopp einlegen
Als die Bedingungen sich besserten, legten die Porsche einen Extrastopp ein, um auf Slicks zu wechseln und Anthony übernahm wieder die Führung. Doch knapp nach Halbzeit regnete es erneut und das warf Wagen #7 aus dem Kampf um den Sieg. José María, der mit schwierigem Handling zu kämpfen hatte, knallte mit hoher Geschwindigkeit in eine Reifenbarriere, wodurch der Wagen an Front und Heck schwer beschädigt wurde.
Es gelang ihm, den Wagen zurück an die Boxen zu bringen, wo sich die Mechaniker sofort an die Arbeit machten. Nach 66 Minuten in der Garage ging Mike als 26. Zurück auf die Piste.

Crash von Wagen #7 zog eine Safety-Car-Phase nach sich
Der Unfall zog eine Safety-Car-Phase nach sich und reduzierte den Vorsprung der Nummer acht auf die Nummer zwei erheblich. Der enge Kampf setzte sich über die beiden letzten Stunden des Rennens fort, nun mit Sébastien am Steuer, und sorgte für ein aufregendes Finish.
30 Minuten vor dem Ende legte der Porsche #2 seinen letzten Boxenstopp ein und ging mit nur mehr acht Sekunden Vorsprung zurück ins Rennen. Sébastien verringerte den Rückstand durch eine Serie von schnellen Runden, auch als es wieder leicht regnete. Zwölf Minuten vor Schluss holte er sich schließlich die Führung zurück und gewann mit einem Vorsprung von 6.173 Sekunden.
Das Team bereitet sich nun auf das zweite Saisonrennen vor, die Sechs Stunden von Spa-Franchorchamps in Belgien – das letzte Rennen vor den 24 Stunden von Le Mans. In Spa wird TOYOTA erstmals drei LMP1-Hybrid-Autos einsetzen – Stéphane Sarrazin, Yuji Kunimoto und Nicolas Lapierre werden im Wagen mit der Startnummer neun antreten.

WEC Toyota TS050 #8
WEC in Silverstone Toyota TS050 #8 Foto: &copy Toyota Motorsport

Stimmen zum Toyota Sieg der WEC in Silverstone
Toshio Sato, Team President: „Es war ein dramatisches Rennen, aber unser aller Gedanken sind bei José María und wir sind erleichtert, dass es ihm nach dem Unfall gut geht. Trotz unserer starken Vorstellung im Qualifying wussten wir, dass Porsche im Rennen ein harter Gegner sein würde. Das ganze Team hat gute Arbeit geleistet und kämpfte bis zur Zielflagge. Natürlich ist es enttäuschend, nicht beide Autos auf dem Podium zu sehen, aber ich bin stolz auf das Team für die Hingabe und den Kampfgeist, den es heute gezeigt hat, vor allem auf die Mechaniker, die die Nummer sieben so schnell wieder auf die Piste gebracht haben. Alles in allem bin ich zufrieden mit unserer TS050 HYBRID Höchstabtriebs-Version, die während der gesamten Woche eine starke Leistung zeigte. Nun müssen wir für Spa-Franchorchamps an der Feinabstimmung arbeiten, denn wir erwarten erneut einen harten Kampf mit Porsche.”

TS050 HYBRID #7 (Mike Conway, Kamui Kobayashi, José María López)
Rennen: P2, 159 Runden, 6 Boxenstopps. Startplatz: P1. Schnellste Runde: 1:39,656 Minuten.
Mike Conway (TS050 HYBRID #7):
„Gratulation an die Crew von Wagen #8 für den Sieg – sie haben einen tollen Job gemacht. Unsere ersten Stints waren gut, aber dann bekamen wir ein Problem mit dem Stabilisator und das Auto fühlte sich nicht mehr gut an. Das beinflusste wiederum Kamuis Stint und José hatte im Regen einen Unfall. Ich bin sehr froh, dass es ihm gut geht. Die Jungs haben klasse Arbeit geleistet, indem sie das Auto wieder rennfähig machten, darum ein großes Dankeschön ans Team. Es war kein einfaches Wochenende, aber wir haben ein gutes Auto und freuen uns auf Spa.”

 WEC Silverstone TS050 Hybrid
WEC Silverstone TS050 Hybrid Foto: © Toyota Motorsport

Kamui Kobayashi (TS050 HYBRID #7):
„Glückwunsch an die Jungs von #8. Wir hatten ja ein gutes Qualifying und auch im ersten Teil des Rennens lief es gut, als wir in Führung lagen. Doch während der letzten Runden von Mikes Stint trat das Problem mit dem Stabilisator auf. Das Auto fühlte sich nicht mehr gut an und als ich übernahm, war die Balance beinträchtigt. Es ist zu schade, denn wir hätten ein sehr gutes Resultat einfahren können. Wir konnten zeigen, wie stark wir sind und werden fürs nächste Rennen wieder bereit sein.”
José María López (TS050 HYBRID #7):
„Das Rennen begann richtig gut für uns, aber gegen Ende von Mikes Stint kam die Sache mit dem Satbilisator auf. Kamui tat alles, um uns im Rennen zu halten und ich freute mich sehr auf meinen Stint. Da begann es dann zu regnen und als ich in die Copse-Kurve einfuhr, bekam ich ein Problem. Plötzlich kam alles zusammen – der Stabilisator, die Nässe und außerdem geriet ich mit einem Hinterreifen auf die Kerbs. Der Einschlag war mächtig und am Anfang hatte ich Schmerzen. Umso glücklicher bin ich, dass alles in Ordnung ist. Ich bin bereit für Spa.”

TS050 HYBRID #8 (Sébastien Buemi, Anthony Davidson, Kazuki Nakajima)
Rennen: P1, 197 Runden, 6 Boxenstopps. Startplatz: P2. Schnellste Runde: 1:39,804 Minuten.

Sébastien Buemi (TS050 HYBRID #8):
„Ich bin so glücklich über diesen Sieg. Der letzte ist ziemlich lange her, es ist also großartig, die Saison so zu beginnen. Es war ein hartes Rennen und am Ende richtig aufregend. Das Auto war schnell und während des letzten Stints hatte ich die frischeren Reifen, was natürlich ein Vorteil war. Als ich den Porsche überholte, wusste ich, dass es meine einzige Chance war, denn auf den Geraden waren sie wegen ihres geringeren Abtriebes schneller. Ich musste also etwas versuchen und zum Glück hat es gut geklappt.”

TOYOTA GAZOO RACING
TOYOTA GAZOO RACING Foto: © Toyota Motorsport

Anthony Davidson (TS050 HYBRID #8):
„Es ist wunderbar, endlich als Crew zusammen gewonnen zu haben. Aber wir mussten uns heute mächtig anstrengen dafür – einzeln und als Team haben wir es sehr gut hinbekommen. Wir haben die Bedingungen richtig eingeschätzt und unter schwierigen Wetterbedingungen die passende Strategie gewählt. Nur der Zeitpunkt der Safety-Car-Phase war ein bisschen unglücklich für uns. Séb hat am Ende auf frischeren Reifen richtig gebrannt. Kazuki und ich haben ihn von der Box aus angefeuert und er hat das super gemacht. Wir könnten auf diesen Sieg nicht stolzer sein.”
Kazuki Nakajima (TS050 HYBRID #8):
„Ich bin sehr glücklich, denn das ist unser erster Sieg zusammen, obwohl wir schon seit 2015 ein Team sind. Ich bin unheimlich froh, das geschafft zu haben. Das Rennen gestaltete sich viel schwieriger, als wir erwartet hatten. Mit der Safety-Car-Phase hatten wir ein bisschen Pech und auch der Regen machte es nicht einfacher. Ich war zufrieden mit dem Auto, aber die Porsche waren schnell und haben es uns nicht leicht gemacht. Séb hat gegen Ende ganze Arbeit geleistet. Wir haben an ihn geglaubt, aber es war schon aufregend, zuzusehen.”

Ergebnis Sechs Stunden von Silverstone:

1. #8 TOYOTA GAZOO Racing 197 Runden
2. #2 Porsche (Bernhard/Bamber/Hartley) +6,173 Sekunden
3. #1 Porsche (Jani/Lotterer/Tandy) +46,956 Sekunden
4. #38 DC Racing (Tung/Jarvis/Laurent) +13 Runden
5. #31 Rebellion (Canal/Prost/Senna) +13 Runden
6. #28 TDS (Perrodo/Vaxiviere/Collard) +14 Runden
23. #7 TOYOTA GAZOO Racing +38 Runden