Sport WEC 2017: Vorschau auf den 2. Lauf der WEC in Spa Francorchamps

WEC 2017: Vorschau auf den 2. Lauf der WEC in Spa Francorchamps

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Porsche 911 RSR (91), Porsche GT Team: Richard Lietz, Frederic Makowiecki
Porsche 911 RSR (91), Porsche GT Team: Richard Lietz, Frederic Makowiecki

WEC 2017: Vorschau auf den 2. Lauf der WEC in Spa Francorchamps – Neuer Porsche 911 RSR auf der Ardennen-Achterbahn Auf dem Circuit de Spa-Francorchamps, einer der traditionsreichsten und anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt, wird am 6. Mai das zweite Saisonrennen der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC ausgetragen. Das Porsche GT Team setzt auf dem Formel-1-Kurs in den belgischen Ardennen zwei neue Porsche 911 RSR ein.

Der 510 PS starke Rennwagen wurde von Porsche Motorsport in Weissach auf Basis der siebten Generation der Sportwagenikone 911 komplett neu entwickelt. Nach seiner erfolgreichen Rennpremiere in den USA holte er an Ostern beim WEC-Auftaktrennen in Silverstone als Dritter eine weitere Podiumsplatzierung.

Das Rennen auf der Ardennen Achterbahn
Mit 7,004 Kilometern ist der Grand-Prix-Kurs in der Hügellandschaft der Ardennen die zweitlängste Strecke im WEC-Kalender nach Le Mans. Die schwierige Berg- und Talbahn verlangt den Fahrern alles ab und lässt die Herzen der Fans höher schlagen. Ihre Kurven haben klangvolle Namen: La Source, Blanchimont und Stavelot zum Beispiel, aber vor allem natürlich Eau Rouge. Diese Mutkurve hat den Circuit de Spa-Francorchamps so berühmt gemacht wie die leckeren Waffeln, die an den Buden rund um die Strecke verkauft werden.

Porsche 911 RSR (92), Porsche GT Team: Michael Christensen, Kevin Estre
Porsche 911 RSR (92), Porsche GT Team: Michael Christensen, Kevin Estre Foto: © Porsche Motorsport

Die Porsche-Fahrer
Vier Porsche-Werksfahrer sind für das Porsche GT Team mit dem neuen 911 RSR in Spa am Start. In der Klasse GTE-Pro teilen sich Richard Lietz (Österreich), der WEC-GT-Champion von 2015, und Frédéric Makowiecki (Frankreich) das Cockpit der Startnummer 91. Sie sind beim Auftaktrennen in Silverstone mit einem dritten Platz in die Saison gestartet. Mit der Startnummer 92 treten Michael Christensen (Dänemark) und Kévin Estre (Frankreich) an. In der Klasse GTE-Am setzen zwei Porsche-Kundenteams einen 911 RSR aus den Vorjahren ein: Dempsey Proton Racing für Porsche Young Professional Matteo Cairoli (Italien), Christian Ried (Schönebürg) und Marvin Dienst (Lampertheim) sowie Gulf Racing für Michael Wainwright (Großbritannien), Nick Foster (Australien) und Ben Barker (Großbritannien).

Der Porsche 911 RSR
Der 911 RSR ist eine komplette Neuentwicklung: Fahrwerk, Karosseriestruktur, Aerodynamikkonzept, Motor und Getriebe wurden in Weissach von Grund auf neu konstruiert. Der vor die Hinterachse gerückte Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Dank des besonders großen Heckdiffusors in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel konnten das Abtriebsniveau sowie die aerodynamische Effizienz signifikant verbessert werden. Auch in der WEC startet der 911 RSR im weiterentwickelten Werksdesign mit den Grundfarben Weiß, Rot und Schwarz.

Porsche 911 RSR (91), Porsche GT Team Richard Lietz, Frederic Makowiecki
Porsche 911 RSR (91), Porsche GT Team Richard Lietz, Frederic Makowiecki Foto: © Porsche Motorsport

Stimmen vor dem Rennen 2.Lauf der WEC
Dr. Frank-Steffen Walliser, Porsche-Motorsportchef:
„Spa ist die Generalprobe für die 24 Stunden von Le Mans. Ein letzter Test unter Wettbewerbsbedingungen vor dem absoluten Saisonhöhepunkt in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC. Wir werden das Rennen auf dem anspruchsvollen Kurs in den Ardennen nutzen, um unseren neuen 911 RSR sowie uns als Team so gut wie möglich auf Le Mans mit seinen sehr speziellen Herausforderungen vorzubereiten. Vom Auftaktrennen in Silverstone konnten wir wichtige Erkenntnisse mit nach Weissach nehmen. Die wollen wir schon für Spa in eine noch bessere Performance umsetzen.“

Marco Ujhasi, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport:
„Auf dieser anspruchsvol- len Strecke ist die Abstimmung des Autos von ganz besonderer Bedeutung. Wer den besten Kompromiss findet und es schafft, den Reifenverschleiß entsprechend zu mi- nimieren, hat einen möglicherweise entscheidenden Vorteil. Mit einem neuen Auto wie unserem 911 RSR zum ersten Mal in Spa zu fahren, ist jedoch nicht nur wegen der Reifen eine ganz besondere Herausforderung.“

Richard Lietz (911 RSR #91):
„Spa ist eine sehr anspruchsvolle Rennstrecke. Da macht es richtig Spaß, zu fahren. Mit unserem neuen 911 RSR und seinem guten Abtrieb wird das sicher lustig werden. Trotzdem fahren wir da immer noch ein Sechsstundenrennen, in dem viel passieren kann. Wir müssen konstant gut sein. Doch mit Fred habe ich einen tollen neuen Teamkollegen, da dürfte das kein Problem sein.“

Frédéric Makowiecki (911 RSR #91):
„Nach Silverstone haben wir jetzt die ersten Anhaltspunkte dafür, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Spa ist eine total andere Rennstrecke, in der wir eine völlig andere Abstimmung fahren müssen. Sie hat viele sehr schnelle Kurven. Der neue 911 RSR verfügt über einen sehr guten Abtrieb. Spa müsste nach allem, was wir wissen, eine Strecke sein, wo das ein Vorteil ist.“

Michael Christensen (911 RSR #92):
„Nach dem spannenden Saisonauftakt in Silverstone werden wir sicherlich auch in Spa ein interessantes Rennen erleben. Das freut mich für die vielen Fans, die trotz des unberechenbaren Wetters in den Ardennen immer in großer Zahl an die traditionsreiche Strecke kommen. Für uns ist jede Runde wichtig, die wir in der Vorbereitung auf die 24 Stunden von Le Mans mit unserem neuen 911 RSR zurücklegen.“

Kévin Estre (911 RSR #92):
„An Spa habe ich ganz spezielle Erinnerungen. 2015 habe ich auf dieser tollen Strecke mein erstes Rennen als Porsche-Werksfahrer bestritten. Es war gleichzeitig auch mein erster Start in der WEC, und wir sind in einem turbulenten Rennen Dritte geworden – das werde ich nie vergessen. Ich freue mich auf die Rückkehr nach Spa und bin zuversichtlich, dass wir mit dem neuen 911 RSR auf dieser sehr speziellen Strecke auch diesmal gut aussehen werden.“

Matteo Cairoli (911 RSR #77):
„Schon im Porsche Mobil 1 Supercup war Spa eine meiner Lieblingsstrecken. Ich kann es kaum erwarten, mit dem 911 RSR zum ersten Mal dort zu fahren. Silverstone mit dem dritten Platz war ein toller Start in meine erste WEC-Saison. So kann es gerne weitergehen.“

Die Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC (World Endurance Championship) starten Sportprototypen und GT-Fahrzeuge in vier Klassen: LMP1 (z.B. Porsche 919 Hybrid), LMP2, LMGTE-Pro (z.B. 911 RSR) und LMGTE-Am (z.B. 911 RSR Modelljahr 2015). Sie fahren gemeinsam in einem Rennen, werden aber getrennt gewertet.