Auto und Mobiles Vorgestellt: Das DTM Mercedes AMG C-Coupé DTM Saison 2012

Vorgestellt: Das DTM Mercedes AMG C-Coupé DTM Saison 2012

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DTM 2012 Mercedes AMG C-Coupe von Susi Wolff
DTM 2012 Mercedes AMG C-Coupe von Susi Wolff

Technische Daten DTM Mercedes AMG C-Coupe DTM Saison 2012: Mercedes-Benz setzt in der Saison 2012 acht Fahrzeuge vom Modell DTM Mercedes AMG C-Coupé ein. Das neue DTM-Auto von Mercedes-Benz wurde im September 2011 im Rahmen der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA inFrankfurt vorgestellt. Das DTM Mercedes AMG C-Coupé ist der Nachfolger der AMG Mercedes C-Klasse, die mit 85 Siegen in 159 Rennen das erfolgreichste Fahrzeug in der 27-jährigen Geschichte der DTM ist. Entwicklung, Konstruktion und Bau des DTM Mercedes AMG C-Coupés begannen im Juni 2010 bei der HWA AG. Der Zusammenbau des ersten Chassis fand im Juni 2011 statt, die Fertigstellung des ersten Fahrzeugs erfolgte im August, der erste Test Anfang September mit Gary Paffett auf dem Lausitzring. Am 1. März 2012 wurden die DTM-Fahrzeuge der drei teilnehmenden Hersteller vom Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) homologiert und damit weite Teile der Entwicklung eingefroren.

Das DTM Mercedes AMG C-Coupé wurde nach einem neuen, verbesserten
Sicherheitskonzept entworfen, dessen Herzstück eine innovative Sicherheitszelle ist. Dazu zählen ein optimiertes Monocoque aus Kohlefaser sowie ein Überrollkäfig aus hochfestem Stahl. Um den Fahrer bei einem Unfall besser zuschützen, wurden alle sicherheitsrelevanten Komponenten wie Feuerlöschsystem und Tank ins Kohlefaser-Chassis integriert. Außerdem ist jedes Fahrzeug mit sechs Crash-Absorbern versehen, die den Fahrer zusätzlich vorne, hinten und an den Seiten schützen. Diese Crash-Elemente aus Kohlefaser (vorne und hinten: 61cm, seitlich: 30 cm) bauen die Energie bei einem Einschlag schrittweise ab,sodass der Pilot nicht zu hohen Verzögerungskräften ausgesetzt wird. Parallelleiten andere Bauteile die auftretenden Kräfte gezielt weiter.

Neues Sicherheitskonzept gemeinsam entwickelt
Das neue Sicherheitskonzept wurde gemeinsam vom Rechteinhaber und
Vermarkter ITR e.V., dem DMSB und den drei Herstellern Audi, BMW und
Mercedes-Benz entwickelt. Der DMSB rief zur Überprüfung des DTM Sicherheitskonzeptes ein Testprogramm ins Leben, das von der unabhängigen
Sachverständigen-Organisation DEKRA durchgeführt und analysiert wurde. Die
seitlichen Crash-Strukturen halten beim Drücktest einer Belastung von 360 Kilo-Newton stand. Dabei wirken 36 Tonnen auf die seitliche Monocoque-Wand ein das entspricht ungefähr dem Gewicht von 31 Kleinwagen.
Das neue Monocoque ist eines von etwa 50 Einheitsbauteilen, die an den Autos
aller drei Premium-Hersteller gleich sind. Dazu zählen Bereiche wie die Bremsen,das Getriebe, die Kardanwelle, die neue Wippenschaltung, der Tank oder der Heckflügel. Mit dieser Maßnahme werden die Kosten gesenkt, ohne den Entwicklungsspielraum der Hersteller bei der Aerodynamik, dem Fahrwerk oder dem Motor einzuschränken. Somit können die engagierten Hersteller ihre technische Kompetenz unter Beweis stellen und gleichzeitig kosteneffizient agieren. Insgesamt machen die Einheitsteile rund fünf Prozent aller Bauteile desAutos aus.

DTM Mercedes AMG C- Coupe Saison 2012
DTM Mercedes AMG C-Coupe Saison 2012

DTM Mercedes AMG C-Coupe basiert auf dem Mercedes C-Klasse
Das DTM Mercedes AMG C-Coupé basiert auf dem Mercedes-Benz C-Klasse
Coupé, das im Sommer 2011 Weltpremiere feierte. Das C-Klasse Coupé komplettiert die meistverkaufte Baureihe von Mercedes-Benz und wird mit einer Auswahl von fünf Motoren, zwei Diesel- und drei Benzinaggregaten, mit einer Bandbreite zwischen 115 kW (156 PS) und 225 kW (306 PS) angeboten. Gefertigt wird das C-Klasse Coupé im Mercedes-Benz Werk Bremen. Es wird als viertes Modell eine Neuheit für Daimler zusammen mit Limousine und T-Modell sowie dem GLK auf einer Fertigungslinie hergestellt.

Technische Daten DTM Mercedes AMG C-Coupe DTM 2012
Chassis: Carbon-Chassis mit Überrollstruktur aus Stahl
Front- Seiten- und Heckchrashstrukturen
Motorhaube, Türen, Seitenwände und Kotflügel in CFK
Länge: 5.010 mm
Breite: 1.950 mm
Höhe: 1.210 mm
Radstand: 2.750 mm
Tank: 120 Liter
Gewicht: 1.100 kg (mit Fahrer)
Aerodynamik: Aerodynamische Modifikationen an Bugschürze und Seitenteilen flacher Unterboden, Frontdiffusor und Heckdiffusor
Heckflügel

DTM 2012 Mercedes AMG C-Coupe von Susi Wolff
DTM 2012 Mercedes AMG C-Coupe von Susi Wolff

Fotos:© Mercedes

Motor: Hubraum: 4,0 Liter
Zylinderkopf: 4 Ventile pro Zylinder
Zylinderanordnung: V8, 90°
Leistung: rund 500 PS bei 7.500 U/min
max. Drehmoment: 500 Nm
Ansaugluftbegrenzer: 2 x 28 mm Durchmesser
Kraftübertragung: Einheits-6-Gang-Getriebe in Transaxle-Anordnung,Heckantrieb, sequenzielle pneumatisch betätigte
Lenkradschaltung mechanische Differentialsperre ohne Antriebsschlupfregelung
Carbonfaser-Gelenkwelle 3-Scheiben-Carbonfaserkupplung mech. betätigt mit
Fußpedal
Radaufhängung: Doppelquerlenker mit durch Druckstangen betätigten Feder-Dämpfer-Einheiten an Vorder- und Hinterachse
Bremsen: Einheitliche Carbon-Bremsanlage ohne ABS
Lenkung: Zahnstangenlenkung mit Servounterstützung
Räder/Reifen: Aluminium Felgen, Einheitsreifen
Vorderachse: Felgen: 12×18
Reifen: 300 / 680 R18
Hinterachse: Felgen: 13×18
Reifen: 320 / 710 R18


So entstand der DTM Mercedes AMG C-Coupe für die DTM 2012
Juni 2010 Erstes Konstruktionsmeeting bei HWA
Juli 2010 Fahrzeugkonzept
August 2010 Erste Festlegung der Fahrzeugdaten
September 2010 Beginn der Konstruktion am Computer (CAD)
Oktober 2010 Festlegung der Fahrzeugabmessungen
Januar 2011 Erste Arbeiten im Windkanal
April 2011 Start der Chassis-Herstellung
Mai 2011 Prüfstandsläufe Motor
Juni 2011 Zusammenbau des ersten Chassis
Juli 2011 Baubeginn des ersten Fahrzeugs
August 2011 Fertigstellung des ersten Fahrzeugs
September 2011 Präsentation auf der Internationalen Automobil-
Ausstellung in Frankfurt
Erste Testfahrten mit Gary Paffett auf dem Lausitzring
Oktober 2011 Erste öffentliche Runden beim DTM-Finale in Hockenheim
März 2012 Homologation durch den Deutschen Motor Sport Bund
April 2012 Erstes DTM-Rennen beim Saisonauftakt in Hockenheim