Sport Stimmen nach dem Triumph von Audi auf dem Eurospeedway Lausitz

Stimmen nach dem Triumph von Audi auf dem Eurospeedway Lausitz

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DTM 2011: Stimmen aus dem Audi-Lager nach dem Sieg auf dem Lausitzring: Sechs Jahre konnte Audi bei der DTM auf dem Lausitzring keinen Erfolg feiern. Beim gestrigen vierten Lauf der DTM konnte Audi in beeindruckender Weise wieder zurückschlagen und fuhren einen Doppelsieg auf dem Eurospeedway Lausitz ein.
Auch in der Fahrerwertung gab es einen Wechsel. Nach dem gestrigen Sieg vom Audi Pilot Martin Tomczyk wurde der bisher führende Mercedes Pilot Bruno Spengler von Platz 1 verdrängt.
Die Stimmen aus dem Audi Lager zum Rennen der DTM auf dem Lausitzring
Martin Tomczyk (Schaeffler Audi A4 DTM), Platz 1
„Das war einfach sensationell heute. Ich habe gleich am Start einen Platz gut gemacht und dann schnell gemerkt, dass ich sehr schnelle Zeiten fahren kann. Das Überholmanöver mit Jamie (Green) am Ende der Start-Ziel-Gerade hat gepasst, danach hat meine Mannschaft mit einer guten Strategie und tollen Stopps geholfen, an Bruno (Spengler) vorbeizukommen. Danach bin ich mein Rennen mit konstant schnellen Zeiten gefahren. Mit so einem großen Vorsprung hier zu gewinnen und damit auch eine sechs Jahre dauernde Durststrecke von Audi zu beenden, ist etwas ganz Besonderes.“

Timo Scheider (AUTO TEST Audi A4 DTM), Platz 2
„Ein schöner Tag! Ich hatte mir zwar gewünscht, von Platz neun so weit wie möglich nach vorn zu fahren – aber dass es Platz zwei wird, ist bei der Leistungsdichte in der DTM alles andere als normal. Wir haben schon heute morgen im Warm-up gemerkt, dass unsere Rennabstimmung sehr gut passt und wir schnelle Zeiten fahren können. Im Rennen hing ich anfangs noch hinter anderen Autos fest, aber als ich freie Fahrt hatte, ging es ab. Die Performance von Auto und Reifen war fantastisch, dazu kamen eine perfekte Strategie und zwei super Boxenstopps meines Teams. Es tut gut, wieder das Gefühl zu erleben, auf dem Podium zu stehen.“

Foto:© Audi-Motorsport
Oliver Jarvis (Audi Sport performance cars A4 DTM), Platz 5
„Ich bin ziemlich enttäuscht. Im Warm-up haben wir heute Morgen gezeigt, dass wir eine richtig gute Pace für das Rennen hatten. Aber die Strategie war nicht optimal. Wir waren vor den Stopps vor Timo (Scheider), doch dann haben wir wohl einen Fehler gemacht. Ansonsten wäre wir vielleicht aufs Podium gefahren.“

Tom Kristensen (E-POSTBRIEF Audi A4 DTM), Platz 7
„Ich habe das Wochenende mit den Jungs in der DTM sehr genossen. Platz sieben im Qualifying, Platz sieben im Rennen mit viel Rücksicht auf alle Teamkollegen, zwei Punkte und der Audi von ‚Rocky’ hat keinen Kratzer – das ist eine schöne Bilanz. Im Rennen hatte ich einen guten Start und hätte vielleicht noch etwas weiter nach vorn kommen können. Aber ich habe mich natürlich aus allen Zweikämpfen rausgehalten, weil ich nicht in die Meisterschaft eingreifen wollte. Jetzt wünsche ich mir, dass ‚Rocky’ schnell wieder zurückkehrt und angreifen kann. Ich selbst schaue mir die DTM in Zukunft wieder gern mit meiner Familie vom Sofa aus an. Und wenn die Fans nach diesem Wochenende sagen, dass es eine gute Idee von Dr. Ullrich war, den alten Dänen wieder mal fahren zu lassen, dann gebe ich zu: Das freut mich sehr.“

Filipe Albuquerque (TV Movie Audi A4 DTM), Platz 8
„Es war ein gutes Wochenende für mich. Wir waren von Anfang an gut dabei. Im ersten Stint habe ich viel Zeit hinter Mattias Ekström verloren. Aber nach dem Boxenstopp hatte ich freie Fahrt und konnte gute Zeiten fahren. Am Ende sah es zwar einfach aus, aber ich hatte Christian Vietoris hinter mir und hatte viel Druck. Ich habe ich einen Punkt geholt und das ist fantastisch für mich und das Team.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi A4 DTM), Platz 11
„Das war nicht das, was wir wollten. Ich hatte vor allem im ersten Stint des Rennens mit viel zu starkem Übersteuern zu kämpfen – beim Bremsen und in den Kurven. Nach dem ersten und zweiten Boxenstopp lief es etwas besser, aber auch nicht perfekt. Wir haben heute viel gelernt – doch dafür bekommt man keine Punkte.“

Rahel Frey (Glamour Audi A4 DTM), Platz 15
„Wir hatten das ganze Wochenende über etwas zu Kämpfen. Aber wir haben gesagt, wir geben nicht auf und kämpfen bis zum Schluss. Das hat sich gelohnt. Im ersten und zweiten Stint habe ich etwas Zeit verloren. Im letzten Stint waren meine Zeiten dann aber wirklich konkurrenzfähig. So müssen wir weiterarbeiten, um Schritt für Schritt vorwärts zu kommen.“

Miguel Molina (Red Bull Audi A4 DTM), Ausfall
„Das Rennen lief gut. Das Auto war perfekt und schnell. Auch die Strategie hat gestimmt. Wir lagen auf Platz sechs, als etwas an der Kraftübertragung gebrochen ist. Das war natürlich sehr schade, weil das Auto heute wirklich schnell und leicht zu fahren war. Wir werden weiter alles geben. Am Norisring haben wir eine neue Chance.“

Edoardo Mortara (Playboy Audi A4 DTM), Ausfall
„Das war heute wieder ein schwieriges Rennen. Ich hatte einige Berührungen – erst mit Engel, dann mit Vietoris. Danach war mein Auto nicht mehr in Ordnung und wir haben aus Sicherheitsgründen aufgeben. Ich bin enttäuscht – vor allem, nachdem ich schon in Spielberg eine Kollision in der ersten Kurve hatte. Aber wir blicken nach vorn.“

Hans-Jürgen Abt (Teamchef Audi Sport Team Abt Sportsline): „Wir mussten einen Bann brechen, um hier nach sechs Jahren endlich zu gewinnen. Es war eine Top-Leistung von Timo (Scheider), aber auch Martin (Tomczyk) ist super gefahren. Er hat beim Start schon die Weichen gestellt und keine Fehler gemacht. Da kann man nur gratulieren. Es war ein super Mannschaftsergebnis von Audi. Man ist einfach happy, wenn man einen Doppelsieg nach Hause fährt.“

Ernst Moser (Teamchef Audi Sport Team Phoenix): „Unbeschreiblich! Es hat wieder alles geklappt. Noch im Warm-up war Martin (Tomczyk) nicht ganz zufrieden. Dann haben wir noch etwas verändert. Das muss genau das gewesen sein, was er gebraucht hat. Er fuhr unglaubliche Zeiten. Er konnte attackieren und überholen, was hier sehr schwer ist. Nach unserem ersten Stopp haben wir die Führung übernommen. Der Rest ging relativ einfach. Es ist wie im Traum. Es muss alles zusammenpassen. Heute hat das wieder funktioniert. Wir werden immer besser und selbstbewusster. Das merkt man. Die Jungs freuen sich auf jeden Boxenstopp. Dementsprechend kommt auch der Erfolg. Rahel (Frey) tat sich zu Beginn schwer, war am Ende aber mit gutem Tempo unterwegs. Sie braucht die Meter. Man sieht einen großen Fortschritt. Das freut mich.“

Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg): „Erst einmal Gratulation an Phoenix und Martin Tomczyk. Es ist unglaublich, was die aufführen. Ein ganz tolles Rennen! Auch Timo (Scheider), der von weiter hinten auf Platz zwei vorfuhr. Ich muss sagen, ich bin auch zufrieden. Filipe (Albuquerque) war das ganze Wochenende stark und hat jetzt endlich seinen ersten Punkt. Den hat er sich verdient. Jetzt fällt eine Last von ihm ab. Das ist fürs ganze Team schön. Edo (Mortara) hatte leider Kontakte. Dadurch war sein Auto beschädigt. Wir haben aufgehört, bevor es zu gefährlich wurde. Beide sind nun je einmal in die Punkte gefahren.“
So lief der vierte Lauf der DTM auf dem Eurospeedway Lausitz