Auto und Mobiles Sonderausstellung „The Speed of Light“ im Audi museum mobile

Sonderausstellung „The Speed of Light“ im Audi museum mobile

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Automobile Lichtgestalten: Sonderausstellung „The Speed of Light“ im Audi museum mobile
Automobile Lichtgestalten: Sonderausstellung „The Speed of Light“ im Audi museum mobile © Audi AG
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Automobile Lichtgestalten: Sonderausstellung „The Speed of Light“ im Audi museum mobile Mit der neuen Sonderausstellung „The Speed of Light“ gibt das Audi museum mobile in Ingolstadt erstmals einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Lichtentwicklung in der vielfältigen Produkthistorie der Vier Ringe.

Die Sonderschau wirft den Blick zurück zu den Anfängen der Fahrzeugbeleuchtung – als das frühe Automobil noch mit Feuer und Flamme erleuchtet wurde. Mit zehn Automobilen zeichnet sie die verschiedenen Epochen der Lichttechnik nach und verdeutlicht anhand weiterer Exponate die Funktion, aber auch die Faszination von stetig weiterentwickelten Scheinwerfer- und Heckleuchtentechnologien. „The Speed of Light“ ist vom 18. November bis zum 4. Juni 2023 im Audi museum mobile zu sehen und digital in der Audi Tradition App.
„Die Anfangszeit des Automobils lag lange im Dunkeln“, sagt Stefan Felber, Kurator der neuen Sonderausstellung von Audi Tradition. Felber erklärt, wie er das meint: Die heute als nahezu selbstverständlich empfundenen Scheinwerfer und Heckleuchten der modernen Autos hatten einen schwierigen Start, denn das Auto in seiner Ableitung von der Kutsche übernahm zunächst auch deren Lichttechnik: Kerzen in windgeschützten Gehäusen waren nicht viel mehr als reine Positionslichter. Erst mit höheren Geschwindigkeiten und Fahrten in der Nacht wurde die sichere Ausleuchtung des Fahrwegs immer wichtiger und bald auch gesetzlich vorgeschrieben. Von den Kerzen und den späteren Petroleumlampen entwickelte sich die Fahrzeugbeleuchtung rasch weiter. Karbidscheinwerfer dienten als Brückentechnologie bis zur Einführung der elektrischen Beleuchtung. Das sogenannte „Bosch-Licht“ von 1913 war dann der erste wichtige Meilenstein hin zum modernen Scheinwerfer. Die Entwicklung von Bilux-Zweidrahtlampen ab 1924 ermöglichte erstmals Fern- und Abblendlicht in einem Scheinwerfer.

Gute Straßenausleuchtung durch ein Auto bedeutet stets auch konsequente Entwicklungsarbeit. Mit dem Siegeszug der Halogentechnik zu Beginn der 1970er Jahre nahm die intensive Weiterentwicklung der Lichttechnologie bei Audi rasant Fahrt auf und führte 1994 mit dem erstmaligen Einsatz von Xenon-Scheinwerfern im Audi A8 zu einer neuen Licht-Ära.

Automobile Lichtgestalten: Sonderausstellung „The Speed of Light“ im Audi museum mobile
Automobile Lichtgestalten: Sonderausstellung „The Speed of Light“ im Audi museum mobile © Audi AG
Gleich zu Beginn des 21. Jahrhunderts nutzte Audi als erster Hersteller das volle Potenzial von Leuchtdioden: 2004 ging das LED-Tagfahrlicht im A8 W12 in Serie, 2008 revolutionierte das Unternehmen mit den ersten Voll-LED-Scheinwerfern im Hochleistungssportwagen Audi R8 die Lichtwelt und nutzte 2014 weltweit erstmals den Laser als Zusatz-Fernlicht in der Serienproduktion. Gegenwärtig weist Audi mit der Digitalisierung des Lichts den Weg in die Zukunft der Lichttechnologie, etwa mit digitalen Matrix LED-Scheinwerfern und digitalen OLED-Heckleuchten.

Stephan Berlitz, Leiter Entwicklung Licht in der Technischen Entwicklung von Audi: „Die Bedeutung der Lichttechnik steigt stetig, allein die Perspektive verändert sich: Während die Sicherheit weiterhin der wichtigste Entwicklungsaspekt bleibt, soll Licht in Zukunft mehr können als nur leuchten. Mit der Digitalisierung stößt Audi in eine neue Dimension der automobilen Lichttechnik vor: Licht wird zum Medium der Außenkommunikation und Interaktion – sprich zu einem wichtigen Kommunikationsmittel mit anderen Verkehrsteilnehmenden.“ Im Automobil-Design sind der Scheinwerfer und die Heckleuchten schon heute das perfekte Gestaltungselement, um das Auto zum Beispiel mit digitalen Lichtsignaturen zu personalisieren. Die Evolution der Fahrzeugbeleuchtung ist damit noch lange nicht abgeschlossen. Und so zeigt die neue Sonderausstellung nicht nur die gegenwärtige Digitalisierung der Lichttechnologie, sondern wartet auch mit einem kleinen, aber spannenden Ausblick in die Zukunft auf.

Ausgewählte Exponate: vom Audi Typ C bis zum Audi AI:CON
Ein Audi Typ C von 1919 mit Acetylen-Scheinwerfern ist das älteste Ausstellungsstück von „The Speed of Light“. Der Horch 10/50 PS von 1925 verfügt bereits über elektrisches Licht. Ebenso ausgestellt sind ein Horch 850 Cabriolet von 1936 mit Bilux-Fernlicht und ein DKW F 91 von 1954 mit gelben Nebelscheinwerfern. Die Doppelscheinwerfer des Audi 80 GTE von 1976 sind schon mit Halogentechnik ausgestattet und der Audi S6 von 1994 hat Xenon-Licht an Bord. Der Xenon-Scheinwerfer kam 1994 in der ersten Generation des Audi A8 erstmalig zum Einsatz. In der Sonderausstellung zu sehen ist ein Audi R8 LMX von 2014 mit Laser-Fernlicht ebenso wie ein Audi A8 von 2017 mit HD Matrix LED-Scheinwerfern inklusive Laserlicht als Zusatz-Fernlicht. In diesem Modell wurden auch erstmals dynamische Lichtinszenierungen als Leaving- und Coming-Home-Funktion realisiert. Komplettiert wird die neue Sonderausstellung im Audi museum mobile mit dem Konzeptauto Audi AI:CON. Sowohl die Front als auch das Heck wird zu komplett digitalisierten Displayflächen, die aus hunderten dreieckigen Pixel-Segmenten bestehen. Denn aus einer eindimensionalen Signal- und Warnfunktion von einst soll in Zukunft eine vielseitige Kommunikation mit der Außenwelt und ein Sicherheitsgewinn für Fahrer_innen entstehen.

Ausstellung auch digital per Audi Tradition App
„The Speed of Light“ ist ab Ende November in der Audi Tradition App auch digital zugänglich. Die App dient zum einen als digitaler Begleiter im Ingolstädter Audi museum mobile: Die Besuchenden erhalten vertiefende Inhalte zu den ausgestellten Automobilen und Exponaten in Textform, bei ausgewählten Modellen per Audioguide und sogar per 360-Grad-Panorama-Ansicht. Und auch von zu Hause oder von unterwegs bietet die Audi Tradition App viele spannende Inhalte zur neuen Sonderausstellung – und darüber hinaus.

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