Auto und Mobiles Skoda VISION E Konzeptstudie auf der Auto Shanghai

Skoda VISION E Konzeptstudie auf der Auto Shanghai

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Skoda Vision E Konzeptstudie
Skoda Vision E Konzeptstudie Foto: © Skoda

Skoda VISION E Konzeptstudie auf der Auto Shanghai-Blick in die Zukunft des Unternehmens: Skoda präsentiert auf der Messe Auto Shanghai (19. – 28.April 2017) einen Blick in die Zukunft des Unternehmens: Mit der Konzeptstudie Skoda VISION E und einem Ausblick auf die Elektromobilität stellt Skoda eindrucksvoll seine Wachstumsstrategie vor.

Skoda VISION E heißt die erste rein elektrisch angetriebene Konzeptstudie in der über 120-jährigen Geschichte der tschechischen Traditionsmarke, die mit ihrem futuristischen Design unverkennbar Merkmale der Skoda Formensprache trägt. Typisch Skoda sind das großzügige Platzangebot, die hochmodernen Assistenzsysteme und Skoda Connect Dienste sowie zahlreiche ‚Simply Clever‘-Ideen. ‚Simply Clever‘ wird sich auch die Elektromobilität bei Skoda gestalten: große Reichweite, einfach bedienbare Aufladetechnik und hervorragende Wirtschaftlichkeit. Bis zum Jahr 2025 wird Skoda neben Plug-in-Hybrid- Fahrzeugen auch fünf rein elektrisch angetriebene Automobile im Programm haben. Dann soll jedes vierte weltweit verkaufte Automobil der Marke über einen Plug-in-Hybrid- oder reinen Elektroantrieb verfügen.

Skoda Vision E Konzeptstudie
Skoda Vision E Konzeptstudie Foto: © Skoda

Skoda VISION E erste rein elektrisch angetriebene Fahrzeug von Skoda
„Mit der Studie VISION E präsentieren wir in jeder Hinsicht das Skoda Gesicht und Technologien von morgen. Dazu zählen die weiterentwickelte Designsprache der Marke und die zukunftsorientierte Technik. Die Skoda VISION E ist die erste rein elektrisch angetriebene Fahrzeug unseres Unternehmens, das gleichzeitig autonomes Fahren auf dem Level 3 ermöglicht“, sagt der Skoda Vorstandsvorsitzende Bernhard Maier. „Bei der VISION E übertragen wir die typischen Skoda Merkmale in ein rein elektrisch angetriebenes Fahrzeug: die SKODA Designsprache mit einem großzügigen Raumangebot, innovative Technik und neueste Assistenzsysteme sowie zahlreiche ‚simply clevere‘ Ideen. Und das alles bieten wir mit einer respektablen Reichweite“, so Maier weiter.

VISION E basiert auf der Konzernplattform MEB
Der Skoda VISION E basiert auf der Konzernplattform MEB (Modularer Elektrifizierungs- baukasten) und verfügt mit ihren zwei Elektromotoren über eine Systemleistung von 225 kW. Damit beschleunigt die Skoda VISION E besonders gleichmäßig und zugleich extrem dynamisch und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Dank der effizienten und leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien und einer intelligenten Rekuperation wird eine Reichweite von bis zu
500 Kilometern erzielt. Darüber hinaus kann die Skoda VISION E auch vollkommen autonom fahren und erreicht damit Level 3.

Vision E  Konzeptstudie
Vision E Konzeptstudie Foto: © Skoda

Das Design der VISION E
Der Skoda VISION E ist 4.688 Millimeter lang, 1.924 Millimeter breit und 1.591 Millimeter hoch. Dank des langen Radstands von 2.851 Millimeter sowie der kurzen Überhänge vorn und hinten entstand – wie bei Skoda üblich – ein äußerst großzügiger und komfortabler Innenraum. Das zukunftsweisende Fahrzeugkonzept vereint die für SUV-Modelle typische erhöhte Sitzposition und die großzügigen Platzverhältnisse einer Limousine mit einer dynamisch wirkenden Silhouette und einer sanft abfallenden Dachlinie im Stil eines Coupés.

„Mit der Skoda Designsprache haben wir in den letzten Jahren mehrere Aufsehen erregende Studien hervorgebracht, die den Weg der Marke in die Zukunft aufzeigen“, sagt Karl Neuhold, Leiter Exterieur Design bei Skoda. „Die neue Studie Skoda VISION E präsentiert jetzt den nächsten Schritt in Richtung zukunftsorientiertes Design.“

Moderne Skoda Design besticht durch stimmige Proportionen
Das moderne Skoda Design besticht durch stimmige Proportionen, sauber modellierte Flächen, präzise geführte Linien und scharf gezeichnete Kanten. Ebenso charakteristisch sind die kraftvoll konturierten Flächen, auf denen ein effektvolles Wechselspiel von Licht und Schatten entsteht, das Dynamik und Emotionalität vermittelt. Die kristallinen Strukturen bei den Scheinwerfern, Heckleuchten und weiteren Details bestimmen mit ihrer Dreidimensionalität den hochwertigen, von moderner Technologie und besonderer Raffinesse geprägten Charakter. Das Design ist damit Ausdruck der zeitlosen Eleganz und der modernen Funktionalität, die für Skoda Automobile typisch sind.

Markentypische Designsprache von Skoda entwickelt sich kontinuierlich weiter
Die markentypische Designsprache von Skoda hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei nahmen immer wieder Konzeptstudien die Details vorweg. Im Jahr 2011 die Skoda VISION D, danach die Studien Skoda VISION C (2014) und Skoda VISION S (2016). Diese kontinuierliche Weiterentwicklung spiegelt sich auch im Erscheinungsbild der jüngsten Modellneuheiten wider und wird jetzt mit der Skoda VISION E auf eine neue Stufe gehoben.

Das Exterieur des Vision E
Die Frontpartie der Skoda VISION E Studie wird durch die markant gestaltete Haube geprägt. Darunter läuft ein breites LED Lichtband über die gesamte Fahrzeugbreite und mündet an den jeweiligen Enden in schmale, dreiecksförmige Scheinwerfer. Sämtliche Leuchteinheiten im Front- und Seitenbereich sind in Weiß gehalten. Einen klassischen Kühlergrill gibt es wie bei anderen elektrisch betriebenen Fahrzeugen nicht. Stattdessen zieht sich die Fronthaube unterhalb des breiten Lichtbands bis in die unteren Lufteinlässe.

Rückleuchten mit LED Technik bei der Skoda Vision E Concept Studie
Rückleuchten mit LED Technik bei der Skoda Vision E Concept Studie Foto: &copy: Skoda

Skoda Vision E mit Scheinwerfer in Matrix-LED-Technologie
Die Scheinwerfer des Skoda VISION E verfügen über Matrix-LED-Technologie, mit der eine umfassende und an die jeweilige Fahrsituation angepasste Ausleuchtung der Fahrbahn
gewährleistet wird. Die hocheffizienten LED-Scheinwerfer erzeugen ein präzise auf das Vorfeld des Fahrzeugs gerichtetes, gleichmäßig verteiltes Abblend- und Fernlicht. Um die jeweilige Verkehrssituation zu analysieren, ist die Lichtsteuerung mit einer Frontkamera vernetzt. Auf Basis der so erfassten Daten wird die Lichtverteilung jederzeit exakt definiert. Unterhalb der über die gesamte Fahrzeugbreite reichenden Lufteintrittsöffnungen verläuft ein weiteres schmales LED Lichtband. Der darunter sitzende Frontspoiler bildet den formalen Abschluss der Frontpartie. Die Verbindung von klassischen Skoda Designelementen und
neuen Merkmalen lässt die Skoda VISION E äußerst kompakt, robust und dynamisch erscheinen.

Skoda Vision E mit Mtrix LED Scheinwerfer
Skoda Vision E mit Mtrix LED Scheinwerfer Foto: © Skoda

Außenspiegel werden durch Kameras ersetzt
Die Seitenansicht wird charakterisiert durch die stark geneigte Frontscheibe und die früh sowie sanft abfallende Dachlinie. Diese Kombination betont den coupéhaften Auftritt. Eine klassische
B-Säule sucht man ebenso vergebens wie typische Außenspiegel. Die Türen lassen sich elektrisch betätigen, öffnen gegenläufig und garantieren dadurch einen äußerst bequemen Ein- und Ausstieg. Auch der Kofferraum lässt sich elektrisch öffnen. Anstelle der Außenspiegel übertragen Kameras das Geschehen rund um das Fahrzeug auf Displays im Innenraum. Diese Lösung verbessert die Aerodynamik des Fahrzeugs und die Funktionen der Außenspiegel (z.B. bei der Erkennung von Fahrzeugen). Die stark ausgebildete und nach hinten ansteigende Tornadolinie zieht sich von den vorderen Scheinwerfern bis zu den Heckleuchten und sorgt für ein spannendes Wechselspiel von Licht und Schatten auf den Karosserieflächen. Im vorderen Bereich des Fahrzeugs verläuft unterhalb der Tornadolinie ein weiteres LED-Lichtband, das bis zur Fahrzeugmitte schmal ausläuft und damit sowohl die Keilform unterstreicht als auch die Seitenansicht zusätzlich konturiert. Die unteren Seitenschweller sind robust und kräftig modelliert. An den Kotflügeln befinden sich auf Höhe der A-Säule große Luftaustrittsöffnungen. Groß dimensionierte Räder und futuristisch gestaltete Leichtmetallfelgen unterstreichen den Charakter der Studie. Der unverkennbar lange Radstand weist auf den großzügigen Innenraum hin.

Vision E  Kameras übernehmen die Funktion der Seitenspiegel
Vision E Kameras übernehmen die Funktion der Seitenspiegel Foto: © Skoda

Heckpartie kombiniert skulpturales Design und kristalline Formen
Auch die Heckpartie kombiniert skulpturales Design und kristalline Formen. Am unteren Ende der großflächigen und stark geneigten Heckscheibe mündet die seitliche Tornadolinie übergangslos in einen bündigen Heckspoiler. Die Heckleuchten mit ihrem facettenreich geschliffenen Glas werden in ihrer Dreiecksform zum äußeren Ende hin breiter und reichen bis weit in die hintere Seitenpartie. Mittig zwischen den Heckleuchten prangt das mit weißer Farbe beleuchtete Skoda Markenlogo.

SKODA VISION E gesamte Lichtfunktionen der Heckleuchten in fortschrittlicher LED-Technik
Sämtliche Lichtfunktionen der Heckleuchten sind bei der SKODA VISION E in fortschrittlicher LED-Technik ausgeführt. Die LED-Lichtquellen arbeiten besonders energieeffizient und erzeugen eine hohe Kontrastwirkung. Dies führt zu einer besonders harmonischen und ausdrucksstarken Signalgebung bei allen relevanten Lichtfunktionen. Unterhalb der Leuchteinheiten verläuft eine weitere stark konturierte Linie, die eine korrespondierende Linie der Seitenpartie aufgreift und fortsetzt. Durch die starke Ausprägung der Linie und des Heckspoilers entsteht eine nach innen gewölbte Fläche, die Heckleuchten und das mit weißer Farbe beleuchtete Markenlogo aufnimmt. Unterhalb der hinteren Linie verläuft ein weiteres LED-Lichtband, bevor eine schwarze Schürze die Heckpartie nach unten abschließt.
Wie bei jedem rein elektrisch angetriebenen Fahrzeug entfallen Abgasanlage und Endrohre.

Die ausgeprägte horizontale Linienführung und die dynamische Keilform lassen die Skoda VISION E bereits im Stand ausgesprochen sportlich erscheinen. Die Kombination aus neuen Designelementen und klassischen Skoda Merkmalen macht die VISION E zu einem attraktiven Vertreter der weiterentwickelten Skoda Formensprache

Der Innenraum des Skoda Vision E
Dank der großen Glasflächen präsentiert sich der Innenraum hell und transparent. Die konsequente Fortsetzung der horizontalen Linienführung unterstreicht die klare Strukturierung und Großzügigkeit des Innenraums. Vier schalenförmige Einzelsitze mit neuartigen Rückenlehnen betonen die Modernität. Die Sitze sind leicht erhöht positioniert und garantieren so eine große Übersichtlichkeit. Darüber hinaus sind die Sitze bis zu 20 Grad drehbar. Beim Öffnen der Türen schwenken sie nach außen und erleichtern damit den Einstieg. Nach dem Schließen der Tür fahren sie in ihre Ausgangsposition zurück – eine neue ‚Simply Clever‘-Idee, die mit ergonomisch optimierter Gestaltung und Mechanik für zusätzlichen Komfort sorgt. Da konzeptbedingt vorne und hinten auf einen Mitteltunnel verzichtet werden kann, entsteht ein großzügiges Raumgefühl.

Skoda Vision E Glasdach mit Blick in den Innraum der Konzeptstudie
Skoda Vision E Glasdach mit Blick in den Innraum der Konzeptstudie Foto:© Skoda

Cockpit-Bildschirm und weitere Bildschirme für Indassen
Neben dem Cockpit-Bildschirm, auf dem die klassischen Fahrzeugdaten angezeigt werden, befinden sich weitere Displays für die Insassen. In der Mitte des Armaturenbretts sitzt das zentrale Touchscreen-Display, über das Fahrer und Beifahrer alle wichtigen Funktionen und Dienste bedienen und ablesen können. Darüber hinaus stehen für den Beifahrer und die Fondpassagiere eigene Bildschirme zur Verfügung, über die sie zahlreiche Komfortfunktionen wie Information und Entertainment bedienen können. Der Monitor für den Beifahrer ist in der Armaturenkonsole untergebracht, die Bildschirme für die Fondpassagiere in den Rücksitzlehnen der Vordersitze. Außerdem können Beifahrer und Fondpassgiere mit Hilfe eigener Touchdisplays Einfluss auf ihr individuelles Unterhaltungsprogramm nehmen. Das Bedienelement für den Beifahrer befindet sich in der rechten Armauflage, das für die Fondpassagiere zwischen den beiden hinteren Einzelsitzen.

In jeder Türinnenseite ist eine Phonebox integriert, mit der sich die Smartphones der Mitfahrer induktiv aufladen lassen. Persönliche Einstellungen, Daten und Informationen des Smartphones können über das jeweils eigene Display abgerufen werden. In den Dekorleisten der Türen und unterhalb des Armaturenbretts ist ein Ambientelicht integriert, das sich in zehn Farben regulieren und somit auf die individuelle Stimmung einstellen lässt. Sobald das Fahrzeug autonom fahrend unterwegs ist, lassen sich die Vordersitze nach hinten verschieben und garantieren damit höchste Entspannung. Dabei wird das Lenkrad angehoben und sorgt so für größtmöglichen Raum und entsprechenden Komfort.

Die Antriebstechnik
Die Skoda VISION E ist eine rein elektrisch angetriebene Konzeptstudie und basiert auf der Konzern-Plattform MEB (Modularer Elektrifizierungsbaukasten). Dank der Systemleistung von 225 kW beschleunigt die Skoda VISION E verzögerungsfrei und extrem dynamisch. Zu der für Elektromotoren typischen Charakteristik gehört das bereits aus dem Stand heraus verfügbare maximale Drehmoment. Das Konzeptfahrzeug erreicht die intensivste Dynamik, die jemals in einem Skoda zu erleben war. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Dank der leistungsstarken Lithium-Ionen-Batterien und einer intelligenten Rekuperation ist eine Reichweite von bis zu
500 Kilometern möglich. Dank des intelligenten Managements kooperieren die beiden Elektromotoren mit maximaler Effizienz und treiben die Skoda VISION E permanent über alle vier Räder an. Der Antrieb der Vorder- und Hinterräder erfolgt jeweils bedarfsgerecht, um jederzeit ein Höchstmaß an Stabilität, Sicherheit und Dynamik zu gewährleisten.

Die flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Batterie ist ausgesprochen leistungsstark und im crashgeschützten Bereich tief im Fahrzeugboden und zentral zwischen der Vorder- und der Hinterachse untergebracht. Diese Positionierung des flach ausgeführten Hochvoltspeichers trägt auch zur günstigen Gewichtsverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse sowie zum tiefen Schwerpunkt der Skoda VISION E bei.

Induktives Laden
Eine der zahlreichen ‚Simply Clever‘-Ideen betrifft den intelligenten Ladevorgang. Dieser erfolgt induktiv, beispielsweise über eine Bodenplatte in der eigenen Garage. Dabei wird das Fahrzeug mit der Vorderachse über einer Bodenplatte zum Stehen gebracht. Dieses sogenannte Charging Pad ist ans Stromnetz angeschlossen. Über Nacht füllt es die Akkus des Fahrzeugs ohne Ladesäule oder Kabeltrommel automatisch nach dem Induktionsprinzip, also völlig kontaktlos, vollständig auf. Dabei gibt es auch einen Schnellladevorgang, bei dem nach nur 30 Minuten
80 Prozent der Batteriekapazität wieder aufgeladen ist.

Skoda Vision E noch eine Studie
Skoda Vision E noch eine Studie Foto: © Skoda

Das autonome Fahren
Mit der VISION E gibt Skoda nicht nur einen Ausblick auf die rein elektrische und damit lokal emissionsfreie Mobilität der Zukunft, sondern auch auf die bereits bald realisierbaren Formen des automatisierten beziehungsweise autonomen Fahrens. „Mit der Studie VISION E werden die Voraussetzungen für Level 3 des autonomen Fahrens erreicht. Die Skoda VISION E kann selbsttätig im Stau agieren, per Autopilot Strecken auf Autobahnen zurücklegen, die Spur halten oder ausweichen, Überholvorgänge durchführen, selbständig freie Parkplätze suchen und alleine ein- und ausparken“, sagt Christian Strube, Skoda Vorstand für Technische Entwicklung. Dafür stehen diverse Sensoren mit unterschiedlichen Reichweiten und verschiedene Kameras bereit, die das Verkehrsgeschehen überwachen.

Die Fahrerassistenzsysteme
Die Skoda VISION E ist mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgestattet, die die Sicherheit und den Komfort erhöhen und schon heute für zahlreiche aktuelle Skoda Modelle angeboten werden. Darüber hinaus sind mehrere zusätzliche innovative Systeme an Bord zu finden. Zu ihnen gehört der Stauassistent, der selbsttätig beschleunigt oder abbremst, der Autopilot für Autobahnfahrten, der selbständig lenkt, ausweicht, bremst und beschleunigt (sofern die Autobahn die Bedingungen für das autonome Fahren erfüllt), der Car Park Autopilot, der automatisch freie Parkplätze sucht und ansteuert, und das ‚Educated Parking‘, das sich vom Fahrer bevorzugte Parkpositionen merkt und aufsucht.

Das System ‚Educated Parking‘ ist insbesondere in Verbindung mit dem induktiven Aufladen der Hochvoltbatterie von Bedeutung. Die Besonderheit liegt dabei im lernfähigen Charakter des Systems. Ihm genügt ein zweimaliges vollständiges Absolvieren des Parkmanövers durch den Fahrer, um alle dafür erforderlichen Daten zu sammeln. Im Anschluss ist das System in der Lage, selbstständig die exakte Parkposition zu finden und anzusteuern, die für ein effizientes induktives Aufladen ideal ist. Der Skoda VISION E verfügt rund um das Fahrzeug über verschiedene Laser- und Radar- Scanner für lange, mittlere und kurze Distanzen, mit deren Hilfe Fahrzeuge oder Hindernisse auf der jeweiligen Strecke und im Umfeld des Fahrzeugs erfasst werden.

Das Anzeige- und Bedienkonzept
Auch das Anzeige- und Bedienkonzept der Skoda VISION E umfasst neue Systeme, die den Komfort und die Sicherheit beim Fahren optimieren. Das innovative digitale Human Machine Interface (HMI) System gewährleistet eine maximale Flexibilität bei der Steuerung zahlreicher Funktionen im Fahrzeug. So lassen sich Infotainment-, Kommunikations- und Navigationsfunktionen sowohl mithilfe eines zentralen Bedienelements auf der Mittelkonsole als auch über die jeweiligen Touchscreens aktivieren und steuern.

Skoda Vision E Glasdach mit Blick in den Innraum der Konzeptstudie
Skoda Vision E Glasdach mit Blick in den Innraum der Konzeptstudie Foto:© Skoda

Als Ergänzung dazu verfügt die Skoda VISION E über eine Gestensteuerung für ausgewählte Funktionen. Definierte Handbewegungen, die vom Fahrer im Bereich der Mittelkonsole ausgeführt werden, erfasst und identifiziert eine Kamera. Auf diese Weise lassen sich standardisierte Anweisungen wie die Lautstärkeregelung des Audiosystems oder die Annahme von Telefonanrufen mit einfachen Hand- und Fingergesten erteilen, ohne dass der Fahrer dabei den Blick von der Fahrbahn abwenden muss.

Weitere Neuerungen in der Konzeptstudie sind u.a. Eye Tracking und der Heart Rate Monitor
Zu den weiteren Neuerungen, die in der Konzeptstudie zum Einsatz kommen, gehört zum Beispiel das Eye Tracking, das permanent die Augenbewegungen des Fahrers überwacht.Das kamerabasierte System ist in der Lage, die vom Fahrer benötigten Informationen stets zum richtigen Zeitpunkt und in der ergonomisch idealen Position auf einem der zahlreichen Displays im Innenraum darzustellen. Das Eye Tracking kann zusätzlich dazu genutzt werden, den Grad der Aufmerksamkeit des Fahrers zu analysieren. Bei nachlassender Konzentration des Fahrers wird die Müdigkeitserkennung Driver Alert aktiv, in dem sie eine Pause vorschlägt. Ein weiteres die Sicherheit optimierendes System, das im Skoda VISION E vorgestellt wird, ist der Heart Rate Monitor, der ständig die Herzfrequenz des Fahrers kontrolliert und bei riskanten Werten warnt. Für den Fall, dass tatsächlich ein medizinisches Problem auftreten sollte, kann die Skoda VISION E ihre automatisierten Fahrfunktionen auch dazu nutzen, das Fahrzeug ohne Zutun des Fahrers auf den Seitenstreifen zu lenken und zum Stillstand zu bringen. Im Notfall (z. B. beim Herzanfall) kann dieses System die Rettungsdienste rufen.

Infotainment und Skoda Connect
Eine umfangreiche Vernetzung von Automobil, Fahrer und Mitfahrern sorgt für eine äußerst komfortable und sichere Fahrt. Sämtliche Konnektivitätsangebote dienen einer verbesserten Information, einer umfangreichen Unterhaltung und einer weiter gesteigerten Sicherheit. Die Skoda VISION E verfügt über die neuesten Infotainmentsysteme. Sämtliche kapazitiven Touchdisplays sind im Skoda typischen Glasdesign ausgeführt. Dank superschnellem LTE-Modul topaktuellem Navigationssystem mit WLAN-Hotspot, der die mobilen Endgeräte sämtlicher Passagiere einbindet, sind die Passagiere der Skoda VISION E ‚always on‘. Ergänzt wird das Infotainmentangebot durch die Mobilen Online-Dienste von Skoda. Sie bieten Navigation, Information, Unterhaltung und Assistenz. Über das Skoda Connect-Portal können bereits am heimischen Computer Services konfiguriert sowie Ziele, Routen und Sonderziele ins Fahrzeug übertragen werden.

Plug-in-Hybrid-Modell ab 2019, fünf reine Elektrofahrzeuge bis 2025
Flexibilität bestimmt auch den kurz- und mittelfristigen Ausbau des Modellprogramms von Skoda und seine Ergänzung um Fahrzeuge mit Plug-in-Hybrid- und reinem Elektroantrieb. „Bereits für das Modelljahr 2019 ist die Einführung des Skoda SUPERB mit Plug-in-Hybrid-Antrieb in Europa vorgesehen. Damit beginnt für Skoda der Einstieg in das Zeitalter des elektrifizierten Antriebs“, sagt Bernhard Maier, Skoda Vorstandsvorsitzender. Das erste Modell mit der Kombination aus Verbrennungsmotor und Elektroantrieb wird es ermöglichen, im urbanen Umfeld, aber auch darüber hinaus lokal emissionsfrei zu fahren. Weitere Plug-in-Hybrid-Modelle werden in den darauf folgenden Jahren auch in anderen Fahrzeugsegmenten eingeführt. Parallel dazu entwickelt Skoda auf der Basis der Konzernplattform MEB eigenständige Fahrzeugkonzepte für rein elektrische Mobilität. Diese Modelle werden die für Skoda charakteristischen Qualitäten aufweisen. Bei ihrer Entwicklung wird die hohe Flexibilität des MEB in maximalem Umfang genutzt, um auch im Kontext der Elektromobilität Fahrzeuge anbieten zu können, die über ein besonders großzügiges Platzangebot im Innenraum verfügen. Als weitere alltagsrelevante Fahrzeugeigenschaften nehmen elektrische Reichweite und komfortable Bedienung einen besonders hohen Stellenwert ein. Auch das für Skoda typische Angebot an ‚Simply Clever‘-Lösungen für mehr Komfort und Funktionalität wird um innovative, speziell für die Elektromobilität erdachte Innovationen ergänzt.

Zahlen und Daten Skoda Vision E

Erste rein elektrisch angetriebene Konzeptstudie in der mehr als 120-jährigen Skoda Geschichte

Entwickelt auf der Konzernplattform MEB

– zwei Elektromotoren mit einer Systemleistung von 225 kW
– Antrieb über alle vier Räder
– Reichweite bis zu 500 Kilometer
– Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
– induktives Laden mit maximaler Ladeleistung von 11 kW
– Schnellladefunktion: 80 % der Batteriekapazität in 30 Minuten aufgeladen

Neue Fahrerassistenzsysteme
– Stauassistent
– Autopilot für Autobahnfahrten
– Car Park Autopilot
– Educated Parking

Anzeige- und Bedienkonzept
– Digitales HMI
– Gestensteuerung
– Sprachsteuerung
– Eye Tracking
– Müdigkeitserkennung Driver Alert
– Heart Rate Monitor

Abmessungen
– Länge 4.688 mm
– Breite 1.924 mm
– Höhe 1.591 mm
– Radstand 2.851 mm