Sport Die Skoda Motorsporthistorie – Titel und Erfolge in Serie

Die Skoda Motorsporthistorie – Titel und Erfolge in Serie

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Zwei Rallyes vor dem Saison-Finale stehen die SKODA Werksfahrer Jan Kopecký und Pavel Dresler in der WRC 2-Kategorie der Rallye-Weltmeisterschaft als Champions fest und möchten eine erfolgreiche Saison mit einem weiteren Sieg krönen. © Skoda Motorsport
Zwei Rallyes vor dem Saison-Finale stehen die SKODA Werksfahrer Jan Kopecký und Pavel Dresler in der WRC 2-Kategorie der Rallye-Weltmeisterschaft als Champions fest und möchten eine erfolgreiche Saison mit einem weiteren Sieg krönen. © Skoda Motorsport
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Skoda Motorsporthistorie – Titel und Erfolge in Serie Automobilhersteller blickt auf 121 Jahre Motorsporttradition zurück Seit inzwischen 121 Jahren ist Skoda mit seinen Fahrzeugen auf Rennstrecken und Rallye-Pisten rund um die Welt eine feste Größe. Zu den Legenden der langen Motorsporthistorie zählt unter anderem der Skoda 130 RS, der 1977 bei der berühmten Rallye Monte Carlo einen Doppelsieg in seiner Klasse feiert und die RS-Historie der Marke begründet.

Von 2015 bis 2022 dominiert der FABIA Rally2 und seine evo-Version die WRC2-Kategorie im Rallye-Sport. Mit über 1.900 Siegen, zwölf Weltmeistertiteln und zahlreichen weiteren regionalen und nationalen Meisterschaften rund um den Globus gehören sie zu den weltweit erfolgreichsten Rallye-Fahrzeugen ihrer Kategorie.

Motorsporthistorie von Skoda beginnt ebenso wie die Geschichte des Unternehmens auf zwei Rädern
Die Motorsporthistorie von Skoda beginnt ebenso wie die Geschichte des Unternehmens auf zwei Rädern – mit dem Motorrad Slavia Typ B. Vier Jahre nach der Unternehmensgründung bieten Václav Laurin und Václav Klement im November 1899 neben Fahrrädern auch erste Motorräder an. Im Juni 1901 folgt der erste erfolgreiche Renneinsatz beim 1.196 Kilometer langen und in drei Etappen ausgetragenen Langstreckenrennen von Paris nach Berlin. Nach dem Ersten Weltkrieg folgen erste Rennteilnahmen von Automobilen der Marke aus Mladá Boleslav und ein erster großer Erfolg im Januar 1936: Der Skoda POPULAR fährt bei der legendären Rallye Monte Carlo in der Klasse bis 1.500 cm³ auf den zweiten Platz.

Erfolge in der Nachkriegszeit
Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrt Skoda schnell auf die Rennstrecken zurück. Im Juli 1948 feiern drei Skoda 1101 Tudor beim Comeback des 24-Stunden-Rennens im belgischen Spa einen Dreifachsieg in der Tourenwagenklasse bis 1,1 Liter Hubraum. Mit dem Ur-OCTAVIA gelingt von 1961 bis 1963 dreimal in Folge der Klassensieg bei der Rallye Monte Carlo.

Als einziges Sportcoupé des Ostens einst begehrter Traumwagen, heute Sympathieträger bei den Sachsenring Classic: der SKODA 110 R. © Skoda
Als einziges Sportcoupé des Ostens einst begehrter Traumwagen, heute Sympathieträger bei den Sachsenring Classic: der SKODA 110 R. © Skoda
Die ersten RS-Rennwagen und die Legende Skoda 130 RS
In den 1970er-Jahren beginnt für Skoda mit den ersten RS-Rennwagen ein weiteres erfolgreiches Kapitel Motorsportgeschichte: 1974 entstehen zunächst die beiden Rallye-Prototypen Skoda 180 RS und 200 RS. 1975 löst der Skoda 130 RS diese beiden Modelle ab und feiert als ,Porsche des Ostens‘ 1977 bei der ,Monte‘ einen Doppelsieg in seiner Klasse. Später gewinnt das Coupé dreimal seine Wertungskategorie bei der Akropolis-Rallye (1978, 1979 und 1981). Auch auf der Rundstrecke ist der Skoda 130 RS äußerst erfolgreich und holt 1981 den Markentitel in der Tourenwagen-Europameisterschaft. Noch weit bis in die 1980er-Jahre startet der überarbeitete Skoda 130 LR bei verschiedenen Rallyes und holt etwa den sechsten Gesamtrang bei der Rallye Sanremo 1986 und den Gesamtsieg bei der zur Europameisterschaft zählenden Türkei-Rallye im gleichen Jahr.Seit drei Jahrzehnten: Skoda Erfolge in Serie

In den 90er-Jahren startet Skoda mit neuen Modellen durch
In den 1990er-Jahren startet Skoda mit neuen Modellen durch. Zunächst feiert der FAVORIT von 1991 bis 1994 gleich vier Klassensiege in Folge bei der Rallye Monte Carlo, die letzten beiden sind sogar jeweils Doppelsiege. 1997 triumphiert der Nachfolger FELICIA ebenfalls bei der ,Monte‘. Vor dem Hintergrund dieser Erfolge entschließt sich Skoda, zum Einstieg in die Königsklasse der Rallye-WM und setzt mit dem OCTAVIA WRC auf das erste Skoda-Rallye-Fahrzeug mit Allradantrieb. Er wird 2003 vom FABIA WRC abgelöst, der auf der ersten FABIA-Generation basiert. Den Nachfolger präsentiert der Automobilhersteller 2009 mit der Rallye-Variante FABIA SUPER 2000. Das Fahrzeug feiert 2013 einen ,Monte‘-Klassensieg und zwischen 2010 und 2015 vier weitere Podiumsplätze.

Mit dem FABIA RS Rally2 als jüngstem Mitglied der ŠKODA RS-Familie will der tschechische Automobilhersteller auf der Rennstrecke seine Erfolgsserie in der Rally2-Kategorie fortsetzen.
Skoda FABIA RS Rally2 als jüngstem Mitglied der SKODA RS-Familie ©; Skoda
FABIA Rally2 und Rally2 evo: die erfolgreichsten Rallye-Fahrzeuge ihrer Kategorie
2015 präsentiert Skoda den FABIA R5, der zum weltweit erfolgreichsten Rallye-Fahrzeug seiner Klasse wird und die WRC2-Kategorie dominiert. Der Allradler auf Basis der dritten FABIA-Generation wird später im Zuge einer Reglementänderung in FABIA Rally2 umbenannt. 2019 führt Skoda Motorsport den FABIA R5 evo (heute FABIA Rally2 evo) ein, eine weiter optimierte Version seines Erfolgsmodells. Bis Oktober 2022 kommen die insgesamt mehr als 470 von Skoda Motorsport gefertigten Exemplare beider Modelle bei 14.440 Einsätzen weltweit auf mehr als 1.900 Siege, darunter vier Triumphe bei der Rallye Monte Carlo, sowie 4.650 Podiumsplätze. Skoda Motorsport und seine Kundenteams feiern mit dem FABIA R5/Rally2 und seinen evo-Versionen insgesamt zwölf Weltmeistertitel in Fahrer- oder Teamkategorien sowie zahlreiche weitere Titel in Europa, im Asia-Pazifik-Raum sowie in nationalen Meisterschaften rund um die Welt.

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