Sport IMSA – Porsche GT Team will in Virginia den Gesamtsieg

IMSA – Porsche GT Team will in Virginia den Gesamtsieg

6
Porsche 911 RSR (911), Porsche GT Team Patrick Pilet, Nick Tandy 9.Lauf IMSA © Porsche Motorsport
Porsche 911 RSR (911), Porsche GT Team Patrick Pilet, Nick Tandy 9.Lauf IMSA © Porsche Motorsport

IMSA 9. Lauf, Alton, USA Porsche GT Team will in Virginia den Gesamtsieg

Auf dem Virginia International Raceway startet das Porsche GT Team am 19. August mit zwei 911 RSR zum neunten Saisonrennen der IMSA SportsCar Championship.

Die 510 PS starken Rennwagen aus Weissach, die 2018 bereits den Zwölfstundenklassiker in Sebring sowie das Rennen in Mid-Ohio gewonnen haben, treten in der am härtesten umkämpften Klasse GTLM gegen die starke Konkurrenz von BMW, Chevrolet und Ford an. In der Klasse GTD ist das Porsche-Kundenteam Wright Motorsports mit dem 911 GT3 R am Start, der zuletzt auf der Road America seinen ersten Saisonsieg in den USA feierte. Auf der 5,263 Kilometer langen Traditionsrennstrecke in der Nähe von Alton im US-Bundesstaat Virginia fehlen zum zweitenmal in dieser Saison die Prototypen. Dadurch fahren die GT-Autos um den Gesamtsieg.

Das Rennen
Der an der Grenze zu North Carolina gelegene Virginia International Raceway blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. 1971 gewannen die Porsche-Legenden Hurley Haywood und Peter Gregg im Porsche 914-6 GT dort das allererste IMSA-GT-Rennen. Wegen den Folgen der Ölkrise wurde der Kurs 1974 geschlossen und erst 2000 wieder eröffnet – als erstes Motorsport-Resort der USA mit einem großen Freizeitangebot für Rennsportfans und ihre Familien.

Die Porsche-Fahrer
Das Cockpit des 911 RSR mit der Startnummer 911 teilen sich Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien), die Gewinner des Zwölfstundenrennens in Sebring. Die Mid-Ohio-Sieger Laurens Vanthoor (Belgien) und Earl Bamber (Neuseeland) wechseln sich im zweiten 911 RSR des Porsche GT Teams mit der Startnummer 912 ab. In der Klasse GTD setzt das Porsche-Kundenteam Wright Motorsports den 911 GT3 R ein. Mit der Startnummer 58 treten Werksfahrer Patrick Long (USA) und Porsche Selected Driver Christina Nielsen (Dänemark) an, die zuletzt auf der Road America ihren ersten Saisonsieg holten.

Die Porsche-Fahrzeuge
Beim 911 RSR wurden für seine zweite Rennsaison vor allem Optimierungen am Setup vorgenommen. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der über 368 kW (500 PS) starke 911 GT3 R wurde für die weltweiten GT3-Serien konstruiert. Eingesetzt wird er von Kundenteams, denen Porsche für 2018 ein Evolutionspaket zur Verfügung stellt.

Die Zeiten
Das Rennen startet am Sonntag, 19. August, um 13.35 Uhr Ortszeit (19.35 Uhr MESZ) und dauert 2:40 Stunden. Live übertragen wird es außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „Mit dem Rennen in Virginia biegt die spannende und hart umkämpfte IMSA SportsCar Championship auf die Zielgerade der Saison ein. Auch wenn es für uns schwierig werden wird, noch in den Titelkampf einzugreifen, so wollen wir doch auch bei diesem Rennen mit einer starken Performance das Potential unseres 911 RSR demonstrieren. Unser Ziel ist der dritte Saisonsieg mit dem 911 RSR nach Sebring und Mid-Ohio.“

Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT Werksmotorsport: „Der Virginia International Raceway ist eine Strecke, die von den Fahrern sehr viel Präzision erfordert. Schon ein kleiner Fehler endet meistens im Grünen. Das Team wird alles tun, um unsere 911 RSR auch für dieses Rennen perfekt abzustimmen. Die Bedingungen sind für alle Beteiligten nicht einfach, nicht zuletzt wegen der erwarteten Hitze und hohen Luftfeuchtigkeit.“

Sebastian Golz, Projektleiter 911 GT3 R: „Nach der zweiten Pole-Position und dem ersten Saisonsieg für den 911 GT3 R in den USA ist unser Kundenteam Wright Motorsports bestens vorbereitet, um diese Erfolgsserie auf dem Virginia International Raceway fortzusetzen. Doch diese typisch amerikanische Rennstrecke hat ihre Tücken. Die Fahrer bewegen sich in einem extrem schmalen Grenzbereich zwischen schneller Rundenzeit und Verlust der Bodenhaftung.“

Patrick Pilet (911 RSR #911): „In Virginia zu fahren macht immer sehr viel Spaß. Die Strecke ist sehr schnell und anspruchsvoll, eine echte Herausforderung. Dass wir um den Gesamtsieg fahren, ist eine zusätzliche Motivation. 2015 haben wir mit Porsche einen Doppelsieg gefeiert, und ich hoffe, dass wir auch diesmal ganz weit vorne landen werden. Dazu muss aber alles passen, denn in den vielen schnellen Kurven darfst du dir keinen Fehler erlauben. Bei einem Ausritt ins Grüne wirst du zum Rasenmäher, und bis deine Jungs an der Box das ganze Gras aus dem Kühler geholt haben, ist das Rennen gelaufen.“

Nick Tandy (911 RSR #911): „Ich freue mich sehr auf dieses Rennen. Virginia bietet eine tolle Landschaft mit sehr viel Grün. Das erinnert mich ein wenig an die Gegend, in der ich in Großbritannien lebe. Die Strecke hat viele schnelle Kurven, die für unseren 911 RSR ganz gut passen müssten. Ich erinnere mich gerne an unseren Sieg vor drei Jahren. Wenn du auf eine Strecke zurückkehrst, auf der du schon einmal gewonnen hast, ist das immer eine ganz besondere Motivation.“

Laurens Vanthoor (911 RSR #912): „Virginia ist das drittletzte Saisonrennen. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergeht. Die Strecke liegt im Nirgendwo und ist sehr speziell, weil sie keinen Fehler verzeiht. Wenn du nicht aufpasst, landest du in der Wiese und fährst endlos in Richtung Wald. Die Zeit, die du dabei verlierst, holst du nie mehr auf. Insgesamt ist das eine coole Strecke, die gut für unseren 911 RSR passen sollte.“

Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team Earl Bamber, Laurens Vanthoor IMSA 9.Lauf © Porsche Motorsport
Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team Earl Bamber, Laurens Vanthoor IMSA 9.Lauf © Porsche Motorsport

Earl Bamber (911 RSR #912): „In Virginia startet die entscheidende Phase der Meisterschaft. Jetzt dürfen wir keinen Punkt mehr abgeben. Wir stellen uns also auf ein sehr enges und hart umkämpftes Rennen ein. Die Strecke ist faszinierend und war immer ganz gut für Porsche. Bei meinem letzten Start 2015 stand ich als Zweiter auf dem Podium. Wir wollen jede Chance, die sich uns auf der Zielgeraden der Saison bietet, so gut wie möglich nutzen und für Porsche noch den einen oder anderen Sieg mit dem 911 RSR holen.“

Patrick Long (911 GT3 R #58): „In Virginia gibt es traditionell sehr viele Sportwagenfans. Ich hoffe, dass wir ihnen ein tolles Rennen bieten können. Der Virginia International Raceway ist technisch sehr anspruchsvoll und erfordert ein perfektes Setup. Eine wichtige Rolle spielt auch die Strategie, denn wegen der großzügigen Auslaufzonen gibt es dort stets weniger Safety-Car-Phasen als auf anderen Strecken. Mit unserem ersten Saisonsieg ging ein Ruck durch das ganze Team. Mit dieser Euphorie wollen wir jetzt ein weiteres Topergebnis holen.“

Christina Nielsen (911 GT3 R #58): „Auf dem Virginia International Raceway bewegst du dich auf einem schmalen Grat. Neben der Ideallinie ist die Strecke sehr rutschig. Du musst also sehr genau abwägen, wieviel Risiko du einzugehen bereit bist. Riskierst du zu viel, geht es ab ins Gras. Das kostet Zeit. Hältst du dich aber zu sehr zurück, bist du zu langsam. Auf dieser Strecke musst du alles exakt auf den Punkt bringen.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship
Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in drei verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT 
Daytona) und P (Prototype). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.