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IMSA Laguna Seca – Porsche GT Team strebt dritten Saisonsieg in Laguna Seca an

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IMSA Mid Ohio Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team Earl Bamber, Laurens Vanthoor © Porsche Motorsport
IMSA Mid Ohio Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team Earl Bamber, Laurens Vanthoor © Porsche Motorsport

IMSA Laguna Seca – Porsche GT Team strebt dritten Saisonsieg in Laguna Seca an

Das Porsche GT Team reist mit zwei Porsche 911 RSR zum zehnten und vorletzten Rennen der diesjährigen IMSA WeatherTech SportsCar Championship nach Monterey, Kalifornien (7. bis 9. September). Auf dem Laguna Seca Raceway erwartet die beiden 510 PS starken Rennwagen aus Weissach starke Konkurrenz von BMW, Corvette und Ford.

In der Klasse GTLM kämpft Porsche um den dritten Saisonsieg. Das Porsche-Kundenteam Wright Motorsports will dagegen in der GTD-Klasse mit dem Porsche 911 GT3 R an den Erfolg vom 5. August auf der Road America in Elkhart Lake anknüpfen, als dem Rennstall aus Boston der erste IMSA-Saisonsieg gelang. Einen zweiten 911 GT3 R bringt das Team Park Place Motorsports an den Start. Anders als beim jüngsten Saisonlauf in Danville sind in Monterey auch die Wettbewerber aus der Prototypen-Kategorie wieder mit von der Partie.

Das Rennen
Der 3,601 Kilometer lange Laguna Seca Raceway in den Dünen Kaliforniens gehört zu den anspruchsvollsten Rundstrecken Nordamerikas. Nicht nur die berüchtigte Corkscrew-Kurve stellt Fahrer und Ingenieure vor eine große Herausforderung: Auf dem zumeist gleichermaßen heißen wie staubigen Asphalt des Kurses ist eine Höhendifferenz von 55 Metern zu bewältigen, welche sich über elf teils enge, teils schnelle Kurven erstreckt. Zudem erwies sich das zwei Stunden und 40 Minuten lange Rennen in den vergangenen Jahren bereits mehrfach als Strategiekrimi.

Die Porsche-Fahrer
Den Porsche 911 RSR mit der Startnummer 911 pilotieren mit Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) die Gewinner des Zwölfstundenrennens in Sebring. Im Schwesterwagen mit der Nummer 912 teilen sich die Mid-Ohio-Sieger Laurens Vanthoor (Belgien) und Earl Bamber (Neuseeland) das Cockpit. Den Porsche 911 GT3 R des Kundenteams Wright Motorsports (Startnummer 58) steuern der in Thousand Oaks aufgewachsene Werksfahrer und Lokalmatador Patrick Long (USA) sowie Porsche Selected Driver Christina Nielsen (Dänemark). Im Cockpit des 911 GT3 R von Park Place Motorsports wechseln sich Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Patrick Lindsey (USA) ab.

Die Porsche-Fahrzeuge
Beim 911 RSR wurden für seine zweite Rennsaison vor allem Optimierungen am Setup vorgenommen. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach 
Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Der über 368 kW (500 PS) starke 911 GT3 R wurde für die weltweiten GT3-Serien konstruiert. Eingesetzt wird er von Kundenteams, denen Porsche für 2018 ein Evolutionspaket zur Verfügung gestellt hat.

Die Zeiten
Das Rennen startet am Sonntag, 9. September, um 14.05 Uhr Ortszeit (23.05 Uhr MESZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA und Kanadas im Internet auf www.imsa.com.

IMSA Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team Earl Bamber, Laurens Vanthoor Virginia © Porche Motorsport
IMSA Porsche 911 RSR (912), Porsche GT Team Earl Bamber, Laurens Vanthoor Virginia © Porche Motorsport

Stimmen vor dem Rennen
Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge): „Die Saison neigt sich dem Ende zu: Laguna Seca ist das vorletzte Rennen und meine persönliche Lieblingsstrecke. In der jüngeren Vergangenheit hat sich der Kurs für Porsche aber als schwierig erwiesen. Ich hoffe, dass wir die Erfahrungen, die wir mit dem neuen 911 RSR seit dem vergangenen Jahr gesammelt haben, in eine gute Performance ummünzen können. Wir werden alles geben, um einen guten Saisonabschluss hinzulegen.“

Pascal Zurlinden (Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport): „Wir kommen gut vorbereitet nach Laguna Seca. Im Frühjahr haben wir hier einen erfolgreichen Test absolviert, bei dem wir viele wertvolle Setup-Daten sammeln konnten. Auf dieser Traditionsstrecke ist es wichtig, dass das Auto nicht nur schnell ist, sondern auch einfach fahrbar, denn der Kurs ist für die Piloten eine echte Herausforderung.“

Sebastian Golz (Projektleiter 911 GT3 R): „Um die Kurven optimal zu durchfahren, muss man in Laguna Seca oft die flachen Curbs mitnehmen. Überfährt man diese jedoch zu weit innen, sammeln die Reifen feinen Sand auf – das kostet Zeit in der nächsten Kurve. Insofern erwartet uns ein anspruchsvoller Kurs. Der 911 GT3 R wird mit der geänderten Aerodynamik in diesem Jahr gerade ausgangs der Corkscrew sehr stark sein. Wir sollten mit unseren Kundenteams ums Podium kämpfen können.“

Patrick Pilet (Porsche 911 RSR #911):
„Die Gegend rund um Monterey gehört zu den schönsten in den USA. Zu Saisonbeginn haben wir hier getestet, was uns helfen sollte. Ich erwarte daher, dass wir vorne mitfahren. Das Reifenmanagement wird hier eine entscheidende Rolle spielen.“

Nick Tandy (Porsche 911 RSR #911): „Ich freue mich immer, nach Kalifornien zu kommen. In der GTLM-Klasse haben wir in Laguna Seca noch nicht gewonnen. Es wäre also schön, wenn wir auch hier endlich einen Sieg holen würden. Die Strecke ist schnell und flüssig. Das sollte unserem Porsche liegen.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 RSR #912): „Laguna Seca ist einfach cool. Es gibt zwar Kurse, die ich lieber mag, aber die Umgebung ist toll. Dort kann man zum Beispiel sehr gut Fahrrad fahren. Wir erwarten, dass sich unser Auto gut auf die Strecke abstimmen lässt.“

Earl Bamber (Porsche 911 RSR #912): „Mit der legendären Corkscrew gehört die Strecke zu den spektakulärsten der Welt. Da wir in der Meisterschaft nur noch rechnerisch Aussichten haben, konzentrieren wir uns nun darauf, Einzelsiege zu holen. Außerdem wäre es schön, wenn wir bei der Porsche Rennsport Reunion, die drei Wochen später an gleicher Stelle stattfindet, auf ein gutes Ergebnis zurückblicken könnten.“

Patrick Long (Porsche 911 GT3 R #58): „Laguna Seca ist für mich ein Heimrennen. Ich mag die Landschaft, und die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Hier braucht man ein optimales Setup, und es ist sehr schwierig, sich durch den Verkehr zu arbeiten. Unser Porsche sollte gut auf diese Strecke passen.“

Christina Nielsen (Porsche 911 GT3 R #58): „Ich komme zwar aus Dänemark, aber da ich in Kalifornien lebe, ist Laguna Seca auch für mich eine Art Heimrennen. Meine Erinnerungen an die Strecke sind gut: Im vergangenen Jahr habe ich hier gewonnen und einen wichtigen Schritt in Sachen Meisterschaft gemacht.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship
Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in drei verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona) und P (Prototype). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.