Sport Formel 3 EM Spielberg – Mick Schumacher gewinnt und übernimmt Führung...

Formel 3 EM Spielberg – Mick Schumacher gewinnt und übernimmt Führung der Fahrerwertung

45
F3 EM Spielberg 2018 Rennen 1 © F3 EM
F3 EM Spielberg 2018 Rennen 1 © F3 EM

Formel 3 EM Spielberg – Mick Schumacher gewinnt und übernimmt Führung der Fahrerwertung

Zum vierten Mal in Folge heißt der Sieger eines Rennens der FIA Formel-3-Europameisterschaft Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing). Da Daniel Ticktum (Motopark), sein härtester Rivale um den Titel des FIA Formel-3-Europameisters, nur den achten Rang belegte, rückt Schumacher gleichzeitig auf Platz eins der Fahrerwertung vor. Hinter dem Deutschen wurden auf dem regennassen 4,318 Kilometer langen Red Bull Ring Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing) und Alex Palou (Hitech Bullfrog GP) abgewinkt.

Mick Schumacher ging von der Pole-Position ins Rennen, musste sich auf den ersten Kilometern aber gegen einen attackierenden Robert Shvartzman verteidigen. Nach einigen Runden hatte Schumacher sich einen kleinen Vorsprung auf seinen Verfolger aufgebaut, den er bis zur Ziellinie halten konnte. Auch der zweite Rang von Shvartzman, dem besten Rookie im Feld, war nie in Gefahr.

Hinter den beiden Prema-Piloten wurde zunächst Marcus Armstrong (PREMA Theodore Racing) notiert, doch er musste diese Position noch in der Anfangsphase an Ferdinand Habsburg (Carlin) abgeben. Der einzige Österreicher im Feld der FIA Formel-3-Europameisterschaft fuhr schon am Start vom elften Startplatz bis auf den fünften Rang nach vorne und eroberte wenig später sogar Position drei. Doch die konnte er nicht lange halten, dann hatte Armstrong die Nase wieder vorne. In Umlauf neun zog Alex Palou, der von Startplatz 13 ins Rennen ging, am Neuseeländer vorbei und wurde schließlich als Dritter abgewinkt.

Armstrong, Habsburg, Jüri Vips (Motopark), Jonathan Aberdein (Motopark), Ticktum, Fabio Scherer (Motopark) und Jehan Daruvala (Carlin) belegten die Positionen vier bis zehn. Dabei lieferten sich vor allem Ticktum und Daruvala einen über mehrere Runden dauerndes, spannendes Duell um die Positionen, in dem sich schließlich der britische Red-Bull-Junior durchsetzen konnte.

10 Robert Shvartzman (RUS, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 4 Mick Schumacher (DEU, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 39 Alex Palou (ESP, Hitech Bullfrog GP, Dallara F317 - Mercedes-Benz), FI © F3 EM
10 Robert Shvartzman (RUS, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 4 Mick Schumacher (DEU, PREMA Theodore Racing, Dallara F317 – Mercedes-Benz), 39 Alex Palou (ESP, Hitech Bullfrog GP, Dallara F317 – Mercedes-Benz), FI © F3 EM

Mick Schumacher (PREMA Theodore Racing): „Am Start und in den ersten Runden musste ich mich gegen Robert verteidigen. Zu diesem Zeitpunkt war die Strecke auch noch ziemlich rutschig und ich wollte kein übertrieben großes Risiko eingehen. Danach konnte ich mich etwas freischwimmen und habe versucht, meine Reifen so gut es geht zu schonen. Dass es für mich auch auf dem nassen und abtrocknenden Kurs so gut lief, freut mich sehr. Und ich freue mich ebenfalls, dass ich die Führung in der Fahrerwertung übernommen habe.“

Robert Shvartzman (PREMA Theodore Racing): „Am Start habe ich versucht, Mick zu überholen, aber es ist mir nicht gelungen. In der Schlussphase wollte ich dann wieder verstärkt Druck auf ihn ausüben, aber er hat keinen Fehler gemacht und ich war nicht nah genug dran, um ihn in einen Kampf zu verwickeln. Dennoch freue ich mich riesig über den zweiten Platz. In Misano hatten wir noch Probleme auf nasser Fahrbahn, aber die haben wir nun in den Griff bekommen. Nun versuche ich, noch in die Top 3 der Fahrerwertung vorzustoßen.“

Alex Palou (Hitech Bullfrog GP): „Ich bin vom 13. Startplatz ins Rennen gegangen und hatte mir die Top 8 als Ziel vorgenommen. Dass ich nun als Dritter bei der Siegerehrung stehe, ist natürlich richtig klasse. Gestern hatten wir noch viele Probleme und ich habe nicht verstanden, warum es so war. Deshalb war ich auch etwas besorgt für das heutige Rennen. Aber als ich gesehen habe, dass es ein Regenrennen sein wird, war ich optimistisch, denn auf nasser Strecke sind wir eigentlich immer gut.“