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Formel 1: GP von Europa Premiere in Baku-Vorfreude der Renault Piloten auf Europa GP

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Kevin Magnussen, Formel 1 beim GP Kanada, Montreal, 2016
Kevin Magnussen, Formel 1 beim GP Kanada, Montreal, 2016

Formel 1: GP von Europa Premiere in Baku-Vorfreude der Renault Piloten auf Europa GP: Premiere für die Formel 1: Am kommenden Wochenende gastiert die Königsklasse des Motorsports erstmals in Baku. In den Straßen der Hauptstadt von Aserbaidschan wird der Große Preis von Europa (17. bis 19. Juni) ausgetragen. Für das Renault Sport Formel 1 Team bietet dies eine einmalige Chance, denn niemand kann auf Daten aus den Vorjahren aufbauen. Der 6,001 Kilometer lange Baku City Circuit führt mitten durch die Zwei-Millionen-Metropole.

Kevin Magnussen, Formel 1 beim GP Kanada, Montreal, 2016
Kevin Magnussen, Formel 1 beim GP Kanada, Montreal, 2016

Foto:© Renault Sport F1
Die Vorfreude ist groß bei Kevin Magnussen und Jolyon Palmer auf den Großen Preis von Europa in Baku (Start: 15 Uhr). „Es ist toll, wieder eine neue Strecke kennenlernen zu können“, sagt Magnussen. Ein wenig Erfahrung hat Palmer schon virtuell gesammelt. „Die ersten richtigen Eindrücke werden wir am Donnerstag bei der Begehung und am Freitag bei den ersten Runden im Auto bekommen”, sagt der Brite. Das Hauptaugenmerk der beiden Piloten und ihrer Ingenieure wird hauptsächlich auf der Griffigkeit des Fahrbahnbelags, den Bodenwellen und der Beschaffenheit der Curbs liegen. Nach Monaco und Montreal wird in Baku das dritte Rennen hintereinander auf einem Straßenkurs gefahren.
Stop and go sowie 22 Sekunden Vollgas

Für einen Straßenkurs ist die Strecke mit 6,001 Kilometern ungewöhnlich lang. Nach Spa mit 7,004 Kilometern ist dies der zweitlängste Kurs im Kalender. Gestaltet wurde er von Rennstrecken-Architekt Hermann Tielke und führt rund um das historische Zentrum der Hauptstadt Aserbaidschans. Zum besonderen Charakter dieser Strecke gehören drei völlig unterschiedliche Abschnitte. Teil eins besteht aus Stop and Go mit scharfen Kurven und kurzen Geraden. „Der mittlere Sektor mit seinen an Wellen erinnernden Kurven wirkt herausfordernd”, sagt Palmer. Den Abschluss einer Runde bilden vier kurze Kurven, die in einem Formel-1-Rennwagen aber zu einer langen Geraden werden. An deren Ende werden die Boliden mit ungefähr 345 km/h über die Ziellinie fahren und wieder auf Kurve 1 zuschießen. Etwa 22 Sekunden werden die Fahrer ohne Unterbrechung Vollgas geben.

Spagat bei der Abstimmung der Autos nötig

Der Kurs mit seinen unterschiedlichen Charakteristika stellt die Ingenieure vor besondere Herausforderungen. „Um aus den engen Kurven optimal herausbeschleunigen zu können, braucht es eine besonders gute Traktion,” sagt der technische Direktor Nick Chester. Auf der anderen Seite sollte der Luftwiderstand auf der langen Geraden so gering wie möglich sein. Cyril Abiteboul, Geschäftsführer des Renault Sport Formel 1 Teams, ist vor diesem Spagat nicht bange. „Wir können uns schnell an neue Gegebenheiten anpassen und Daten zügig und effizient interpretieren. Das sind unsere großen Stärken, die auf einer neuen Strecke von Vorteil sind.” Teamchef Frédéric Vasseur sieht noch einen anderen Vorteil: „Die kalten Bedingungen in Kanada haben uns Schwierigkeiten bereitet. In Baku wird es wesentlich wärmer sein. Deshalb hoffen wir auf einen Wechsel des Schicksals, den wir dringend brauchen.”

Fortschritt von aussen noch nicht sichtbar

Nach den nicht wie erhofft verlaufenen Auftritten bei den letzten Rennen möchte das Team endlich wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Kevin Magnussen lobt die Fortschritte: „Das Team hat durch intensive Arbeit das Auto weiter verbessern können. Auch die weiterentwickelte Power Unit R.E. 16 liefert ordentlich Leistung.” Zustimmung erfährt er von Frédéric Vasseur: „Wir arbeiten dafür, um wieder Punkte zu holen.”