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FIA GT World Cup – Qualifying Macau Porsche 911 GT3 R für dritte Startreihe qualifiziert

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Porsche 911 GT3 R, Manthey-Racing (911), Laurens Vanthoor (B), Macau 2018 © Porsche Motorsport
Porsche 911 GT3 R, Manthey-Racing (911), Laurens Vanthoor (B), Macau 2018 © Porsche Motorsport

FIA GT World Cup – Qualifying Macau Porsche 911 GT3 R für dritte Startreihe qualifiziert

Porsche startet beim FIA GT World Cup in Macau (China) von den Positionen fünf und sechs in das Qualifyingrennen. Im eng umkämpften Zeittraining auf dem 6,115 Kilometer langen Guia Circuit verpassten die Porsche Werksfahrer Earl Bamber (Neuseeland) und der Laurens Vanthoor (Belgien) eine bessere Startposition nur knapp. Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich), der in Macau für das Kundenteam Craft Bamboo Racing antritt, erreichte Rang zehn. Sein Teamkollege Darryl O’Young aus Hongkong qualifizierte sich für Platz 13.

Bamber hatte seine Ambitionen mit einer Bestzeit im freien Training deutlich gemacht. In der Qualifikation gab der zweimalige Le-Mans-Sieger bei etwas kühleren Bedingungen bereits in der ersten Runde Vollgas und verschaffte sich somit ausreichend Platz auf der Strecke für eine Attacke auf Platz eins. Der Neuseeländer führte die Zeitenliste im rund 500 PS starken Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 912 zeitweise an, wurde aber später von der Spitze verdrängt. Werksfahrerkollege Vanthoor reihte sich im Schwesterauto mit der Nummer 911 mit einem Abstand von nur 0,131 Sekunden dahinter ein.

Jaminet, der zum ersten Mal auf dem legendären Guia Circuit in Macau fährt, ging nach einer Berührung mit den Barrieren vorsichtig ans Werk. Mit seiner persönlichen Bestzeit in allerletzter Minute konnte der Franzose Platz zehn absichern. Lokalmatador O’Young hatte nur 65 Kilometer von seiner Heimat Hongkong entfernt ebenfalls Kontakt mit einer Leitplanke, zudem warf ihn ein Reifenschaden zurück.

Das Qualifyingrennen über zwölf Runden startet am Samstag, 17. November, um 13.05 Uhr Ortszeit (06.05 Uhr MEZ). Das Hauptrennen über 18 Runden beginnt am Sonntag, 18. November, um 12.25 Uhr Ortszeit (05.25 Uhr MEZ).

Stimmen zum Qualifying
Dr. Frank-Steffen Walliser (Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge): „Wir stehen nach dem Qualifying nicht ganz dort, wo wir uns erwartet hätten. Es fehlten am Ende zwei oder drei Zehntel zur zweiten Startreihe, zu Startplatz zwei auch nicht viel mehr. Dem Polesitter muss man großen Respekt zollen – eine starke Runde. Aus der dritten Startreihe in ein solches Stadtrennen gehen zu müssen, ist sicherlich nicht optimal. Es wird auf dieser Grundlage ein schwieriges Qualifyingrennen für uns.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 GT3 R #911): „Wir liegen sehr dicht beisammen. Das zeigt, dass wir auf Grundlage unserer Möglichkeiten das Optimale herausgeholt haben. Zufrieden sind wir aber dennoch nicht. Das Auto war nicht gut in der Balance. Am Mittag, als es im freien Training deutlich wärmer war, lief alles bestens. Bei kühleren Bedingungen im Qualifying nicht mehr. Wir haben die Reifen an der Vorderachse nicht richtig auf Temperatur bekommen, was zu einem Untersteuern geführt hat – und das mag ich persönlich gar nicht.“

Earl Bamber (Porsche 911 GT3 R #912): „Im freien Training war das Auto herrlich zu fahren, was wir mit der Bestzeit deutlich dargestellt haben. Im Qualifying war es kühler. Da haben wir vielleicht nicht die richtige Entscheidung bezüglich der Reifen getroffen. Das Auto war im Vergleich zum Mittag unverändert, aber die Balance war nicht mehr vorhanden. Dies gepaart mit etwas Verkehr auf einigen Runden hat es so schwierig gemacht. Unser Auto geht gut über die Distanz, wir haben einen guten Topspeed. Daher blicke ich trotzdem optimistisch auf das Qualifyingrennen.“

Porsche 911 GT3 R, Manthey-Racing (912), Earl Bamber (NZ), Macau 2018 © Porsche Motorsport
Porsche 911 GT3 R, Manthey-Racing (912), Earl Bamber (NZ), Macau 2018 © Porsche Motorsport

Mathieu Jaminet (Porsche 911 GT3 R #991): „Ich hatte Pech auf den ersten Runden des Qualifyings. Die Bremse reagierte nicht so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Daher gab es eine leichte Berührung mit der Leitplanke. So etwas ist natürlich nicht gut für das Selbstvertrauen, das du auf einer solchen Strecke unbedingt brauchst. Ich hoffe, wir können uns bis zum Qualifyingrennen noch verbessern. Die Ausgangsposition ist erst einmal nicht allzu gut für mich. Mal sehen, was noch geht.“

Darryl O’Young (Porsche 911 GT3 R #55): „Das Auto fühlte sich so gut an wie noch nie zuvor. Aber es gab bei mir die typischen Zwischenfälle, die in Macau immer wieder auftreten: eine leichte Berührung mit der Leitplanke und ein Reifenschaden, nachdem ich über Teile eines anderen Autos gefahren bin. Es ist schade, denn es wäre mit Sicherheit erheblich mehr möglich. Ich blicke nur nach vorn: die Entscheidung fällt erst im Hauptrennen am Sonntag. Da kann noch viel passieren. Vielleicht wird es regnen – dann sieht alles wieder anders aus.“

Ergebnis Qualifying
1. Raffaele Marciello (I), Mercedes AMG GT3, 2:16.800 Minuten
2. Augusto Farfus (BR), BMW M6 GT3, + 0,557 Sekunden
3. Maro Engel (D), Mercedes AMG GT3, + 0,622 Sekunden
4. Edoardo Mortara (CH), Mercedes AMG GT3, + 0,631 Sekunden
5. Earl Bamber (NZL), Porsche 911 GT3 R, + 0,917 Sekunden
6. Laurens Vanthoor (B), Porsche 911 GT3 R, + 1,048 Sekunden
7. Robin Frijns (NL), Audi R8 LMS, + 1,242 Sekunden
8. Christopher Haase (D), Audi R8 LMS, + 1,779 Sekunden
9. Dries Vanthoor (B), Audi R8 LMS, + 1,894 Sekunden
10. Mathieu Jaminet (F), Porsche 911 GT3 R, + 2,449 Sekunden
11. Alexandre Imperatori (HKG), NISMO GT-R GT3, X+ 2,521 Sekunden
12. Adderly Fong (HKG), Audi R8 LMS, + 3,200 Sekunden
13. Darryl O’Young (HKG), Porsche 911 GT3 R, + 3,573 Sekunden
14. Oliver Jarvis (GB), NISMO GT-R GT3, + 3,611 Sekunden
15. Tsugio Matsuda (J), NISMO GT-R GT3, + 4,910 Sekunden