Sport DTM 2018 Zandvoort – Stimmen und Reaktionen nach dem 1.Rennen in Zandvoort

DTM 2018 Zandvoort – Stimmen und Reaktionen nach dem 1.Rennen in Zandvoort

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DTM Zandvoort Circuit 2018 © DTM
DTM Zandvoort Circuit 2018 © DTM

DTM 2018 Zandvoort – Stimmen und Reaktionen nach dem DTM Rennen am Samstag in Zandvoort

Perfekter Auftakt in das Halbzeitrennwochenende der DTM-Saison 2018: Mercedes-AMG Motorsport fuhr beim neunten Saisonlauf auf dem Circuit Zandvoort in den Niederlanden einen Vierfachsieg ein. Der Meisterschaftsführende Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) erzielte bei seinem 18.

Start in Zandvoort seinen vierten Sieg (2005, 2009, 2010 und jetzt 2018). Zuvor eroberte der DTM-Champion von 2005 seine 14. DTM-Pole und die 133. für die Marke mit dem Stern in der DTM sowie die siebte in dieser Saison. Für Gary war es der dritte Sieg in diesem Jahr und der 23. Sieg in seiner DTM-Karriere, womit er in der ewigen Bestenliste mit Mattias Ekström gleichzieht. Nur Rekordmeister Bernd Schneider (43 Siege) und Klaus Ludwig (37 Siege) haben öfter gewonnen.

Stimmen von Mercedes AMG Motorsport zum Rennen in Zandvoort

Gary Paffett (37 Jahre, England):1. Platz Startnummer: 2 Team: Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war ein fantastischer Tag für mich. 28 Punkte an einem Tag sind perfekt. Wir hatten schon die gesamte Saison über ein großartiges Auto und heute war es im Qualifying und Rennen erneut so. Ich hatte einen richtig guten Start und kontrollierte das Rennen danach, sodass wir uns einen Vorsprung herausfahren konnten. Die Strategie war ebenfalls sehr gut und der Boxenstopp war mega. Die Jungs haben heute eine super Leistung gezeigt. Als das Safety Car herauskam, wurde es noch einmal knifflig. Schließlich weiß man nie, was beim Indy-Restart passiert. Aber es hat alles wunderbar funktioniert und ich konnte meinen 23. Sieg einfahren. Jetzt habe ich zusammen mit Mattias [Ekström] die drittmeisten DTM-Siege – das ist unglaublich. Vielen Dank an Mercedes für die Unterstützung in all den Jahren.“

Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland):2. Platz Startnummer: 3 Team: Mercedes-AMG Motorsport REMUS Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war ein produktiver Tag. Ich bin vom dritten Startplatz auf Rang zwei nach vorne gekommen. Natürlich wäre ich noch lieber auch vor Gary ins Ziel gekommen, da er so seine Führung etwas ausbauen konnte. Aber in der Meisterschaft zahlt sich Konstanz aus. Ich werde also weiterkämpfen, denn erst am Saisonende kommt es darauf an. Bis dahin muss man in einer guten Position bleiben.“

Lucas Auer (23 Jahre, Österreich):3. Platz Startnummer: 22 Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM

„Richtig stolz bin ich heute auf meine Leistung im Qualifying. Das Rennen müssen wir jetzt noch genau analysieren, aber ich bin natürlich froh über den Podestplatz. Meine Jungs haben einen super Boxenstopp hingelegt, der mir etwas Zeit verschafft hat. Beim Re-Start nach einer Safety-Car-Phase bin ich normalerweise gut. Wenn es darum geht, mit kalten Reifen fliegend zu starten, fühle ich mich einfach wohl. So konnte ich eine Position gewinnen. Alles in allem fühle ich mich wohl und wenn wir in allen Bereichen noch ein wenig nachlegen können, sollte es auch morgen gut aussehen.“

DTM Zandvoort 2018 Mercedes-AMG Motorsport DTM Team, DTM, Lucas Auer, Mercedes-AMG C 63 DTM © Mercedes-AMG Motorsport
DTM Zandvoort 2018 Mercedes-AMG Motorsport DTM Team, DTM, Lucas Auer, Mercedes-AMG C 63 DTM © Mercedes-AMG Motorsport

Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland):4. Platz Startnummer: 94 Team: Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM

„Für den Boxenstopp kann niemand etwas, aber er hat mich den zweiten Platz oder vielleicht sogar den Sieg gekostet. Denn im ersten Stint war ich schneller als Gary. Klar ärgert mich das, aber daran kann man hinterher nichts mehr ändern. Wichtig ist, dass es viel besser als auf dem Norisring gelaufen ist. Dazu war es kein Vergleich und auch bei den Rennen davor war ich immer relativ weit vorne mit dabei. Das Auto fühlt sich wieder so an, wie es sich anfühlen sollte.“

Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien):13. Platz Startnummer: 48 Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war ein frustrierender Tag. Leider konnte ich heute nicht mehr erreichen. Wir hatten im Qualifying ein technisches Problem mit der Einstellung der Bremsbalance. Im Rennen hatte ich dann Schwierigkeiten mit den Bremsen. Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Probleme bis morgen zu lösen.“

Daniel Juncadella (26 Jahre, Spanien):16. Platz Startnummer: 23 Team: Mercedes-AMG Motorsport REMUS Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war ein ganz komisches Rennen. Ich habe den Motor noch vor dem Start abgewürgt. Zum Glück konnte ich das Auto schnell wieder anlassen und einen normalen Start hinlegen. Trotzdem habe ich dabei zwei Plätze verloren. Danach hatte ich einen sehr guten Boxenstopp in Runde zwei, bei dem meine Jungs einen super Job abgeliefert haben. Dadurch hatte ich eine gute Chance auf Punkte. Ich lag direkt hinter Marco Wittmann, als Bruno [Spengler] aus der Box gekommen ist und mir in Kurve drei keinen Platz gelassen hat. Deshalb haben wir uns berührt und Jamie [Green] konnte mich überholen. Zwei Runden später passierte das gleiche mit Philipp Eng. Danach war mein Auto stark beschädigt und meine Pace nicht mehr gut genug, um weiter vorne ins Ziel zu kommen. Jetzt werde ich morgen wieder angreifen.“

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef:
„Gratulation an die gesamte Mannschaft zu diesem Spitzen-Ergebnis. Ein Vierfach-Erfolg auf einer so anspruchsvollen Strecke wie Zandvoort ist eine bemerkenswerte Leistung. Die ersten zwei Renndrittel liefen nach Plan und Gary, Paul und Pascal hatten einen komfortablen Vorsprung. Dann kam das Safety Car und der IndyCar-Restart. Zum Glück ging auch diese Situation gut für uns aus, so dass wir den Sieg sicher nach Hause fahren konnten. Glückwunsch auch an Gary zu seinem 23. DTM Sieg. Damit hat er nun genauso viele Siege wie Mattias Ekström auf seinem Konto. Das ist natürlich grandios!“

Reaktionen auf das Samstagsrennen von BMW Motorsport in Zandvoort:

Rudolf Dittrich (Leiter BMW Motorsport Fahrzeugentwicklung):
„Wir haben heute vier Autos in die Top-10 gebracht, das ist eine geschlossene Mannschaftsleistung. Augusto und Joel konnten im Vergleich zum Qualfying Plätze gutmachen, das ist hier in Zandvoort nicht selbstverständlich. Timo und Marco mussten früher stoppen als geplant und konnten leider nicht weiter nach vorn kommen. Sie haben aber wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft mitgenommen. Das Safety Car hat das Feld noch einmal zusammengeschoben. Insgesamt war Mercedes aber heute einfach stärker. Glückwunsch zum Sieg. Jetzt werden wir versuchen, die Lücke für morgen zu schließen.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):
„Schon im Qualifying haben wir uns heute schwergetan. Dennoch sind wir froh, dass wir im Rennen alle drei Autos hintereinander in den Top-10 ins Ziel gebracht haben. Natürlich wollen wir noch ein paar Plätze weiter nach vorn. Das ist unser Ziel für morgen.“

Marco Wittmann (#11 BMW Driving Experience M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 6. Platz, Rennergebnis: 7. Platz, Punkte: 98):
„Das war ein schwieriges Rennen, das von Mercedes dominiert wurde. Trotz der Safety-Car-Phase konnten wir nicht ganz vorne angreifen. Die vier BMW in den Top-10 waren alle auf einem ähnlichen Niveau unterwegs. Es ist aber immer schade, wenn man im Rennen nicht mehr ausrichten kann.“

Augusto Farfus (#15 Shell BMW M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 10. Platz, Rennergebnis: 8. Platz, Punkte: 12):
„Platz acht war heute das Maximum. Gemeinsam mit Marco und Timo haben wir eine geschlossene Teamleistung gezeigt. Hier hilft natürlich eine bessere Startposition. Das ist das Ziel für morgen – und dann schauen wir, wie das zweite Rennen verläuft.“

DTM Zandvoort 2018 BMW M4 DTM Augusto Farfus Shell BMW M4 DTM, Bruno Spengler (CAN) BMW Bank M4 DTM; Philipp Eng (AUT) SAMSUNG BMW M4 DTM und Joel Eriksson (SWE) BMW M4 DTM. © BMW Motorsport
DTM Zandvoort 2018 BMW M4 DTM Augusto Farfus Shell BMW M4 DTM, Bruno Spengler (CAN) BMW Bank M4 DTM; Philipp Eng (AUT) SAMSUNG BMW M4 DTM und Joel Eriksson (SWE) BMW M4 DTM. © BMW Motorsport

Timo Glock (#16 DEUTSCHE POST BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 5. Platz, Rennergebnis: 6. Platz, Punkte: 100):
„Das Rennen an sich war gar nicht so hart, weil ich meinen Rhythmus fahren konnte. Zu Beginn habe ich einen Fehler gemacht, als ich nicht damit rechnete, dass mich Robin Frijns überholt. Da hätte ich die Tür stärker zumachen müssen. Danach hat man schnell gesehen, dass die Jungs vorne einfach weggefahren sind. Spannend wurde es dann noch mal beim Re-Start und in der ersten halben Runde danach. Mercedes ist hier unglaublich stark. Und auch Audi sah gut aus. Wir müssen schauen, dass wir bis morgen einen Schritt nach vorn machen.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):
„Mit zwei Autos mussten wir früher stoppen als geplant. Mit Joel konnten wir hingegen länger draußen bleiben. Das hat sich für ihn ausgezahlt. Er hatte am Ende noch vergleichsweise frische Reifen, so konnte er Jamie Green noch überholen. Jetzt müssen wir uns anschauen, wie wir für morgen nach vorn kommen können.“

Philipp Eng (#25 SAMSUNG BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 13. Platz, Rennergebnis: 14. Platz, Punkte: 53):
„Dieses Rennen zeigt mir einmal mehr, dass man im Qualifying einfach weiter vorn stehen muss. Ich bin eigentlich ein gutes Rennen gefahren, mit einigen schönen Manövern. Dass man dann aber trotzdem als 14. über die Linie fährt, das ist enttäuschend.“

Bruno Spengler (#7 BMW Bank M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 12. Platz, Rennergebnis: 12. Platz, Punkte: 43):
„Mit Platz zwölf bin ich natürlich nicht zufrieden. Im Qualifying war das Potenzial schon da. Im Rennen hat dann die Pace gefehlt. Jetzt müssen wir schauen, was wir für morgen verbessern können.“

Joel Eriksson (#47 BMW M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 15. Platz, Rennergebnis: 9. Platz, Punkte: 27):
„Mit Platz neun ist man normalerweise nicht zufrieden, heute bin ich aber sehr glücklich darüber. Von Startplatz 15 noch in die Punkte zu fahren, das ist schön. Denn eigentlich kann man hier kaum überholen. Der Boxenstopp war auch super. Für mich persönlich kann ich deshalb heute happy sein.“

Der zehnte Lauf der DTM-Saison 2018 startet am Sonntag um 13:30 Uhr MESZ (ab 13:00 Uhr MESZ live in SAT.1). Zuvor finden bereits um 09:15 MESZ Uhr das 3. Freie Training und um 11:20 MESZ Uhr das 2. Qualifying statt.