Sport DTM 2018 – Stimmen und Reaktionen auf das Samstagsrennen in Brands Hatch

DTM 2018 – Stimmen und Reaktionen auf das Samstagsrennen in Brands Hatch

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DTM, 2018, Brands Hatch. Mercedes-AMG Motorsport DTM Team, DTM, Daniel Juncadella, Mercedes-AMG C 63 DTM © Mercedes AMG Motorsport
DTM, 2018, Brands Hatch. Mercedes-AMG Motorsport DTM Team, DTM, Daniel Juncadella, Mercedes-AMG C 63 DTM © Mercedes AMG Motorsport
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DTM 2018 – Stimmen und Reaktionen auf das Samstagsrennen in Brands Hatch

Mercedes-AMG Motorsport eröffnete die zweite Hälfte der DTM-Saison 2018 auf dem Traditionskurs in Brands Hatch mit einem Sieg und einem dritten Platz. Der Mann des Tages war Daniel Juncadella (Mercedes-AMG Motorsport REMUS). Der Spanier fuhr zunächst im Qualifying seine zweite Pole Position in der DTM heraus.

Im Rennen eilte Daniel dann zu seinem Debütsieg in der Tourenwagenserie. Nach seinem ersten DTM-Podestplatz auf dem Norisring durfte Juncadella zum zweiten Mal in diesem Jahr auf dem Podium Platz nehmen.

Stimmen von Mercedes-AMG Motorsport zum Rennen

Daniel Juncadella (26 Jahre, Spanien): 1. Platz Startnummer: 23 Team: Mercedes-AMG Motorsport REMUS Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Heute ist ein großer Tag für mich. Der Start verlief etwas enttäuschend, da ich zwei Plätze verloren habe. Aber dann waren die Jungs beim Boxenstopp absolut mega. So kam ich wieder nach vorne und hatte danach auch eine sehr gute Pace. Ich bin das Rennen bis zu den letzten fünf Runden wie ein Qualifying angegangen und habe auf jeder Runde gepusht. Auf dem letzten Umlauf bin ich dann ganz ruhig gefahren, von den Kerbs weggeblieben und wollte das Auto nur noch nach Hause bringen. Mein erster DTM-Sieg ist etwas ganz Besonderes für mich. Ich war in diesem Jahr auf dem Norisring schon einmal nah dran und nach dem Start heute dachte ich schon, dass es wieder nicht klappen würde. Aber mein Auto war absolut klasse und ich werde heute mit meinen Jungs feiern – sie haben einen riesigen Anteil an diesem Sieg.“

DTM Brands Hatch 2018 © DTM
DTM Brands Hatch 2018 © DTM

Lucas Auer (23 Jahre, Österreich): 3. Platz Startnummer: 22 Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Generell bin ich mit dem Rennen und einem Podestplatz zum Start in die zweite Saisonhälfte zufrieden. Ich bin zum ersten Mal auf dieser Streckenversion gefahren und im Vergleich zur kürzeren Variante ist sie echt knifflig. Die Reihenfolge auf der Strecke ist hier entscheidend. Wenn du vorne bist, kommt normalerweise auch niemand an dir vorbei. Mein Start war gut und ich konnte das Rennen sogar anführen. Leider habe ich dann zwei Plätze verloren. Wenn du aus der Box kommst, brauchst du etwas freie Fahrt – dann kann dich eigentlich niemand mehr überholen. Aber leider waren die Jungs zu nah dran und kamen an mir vorbei.“

Gary Paffett (37 Jahre, England): 6. Platz Startnummer: 2 Team: Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Nachdem ich auf meinem ersten Versuch im Qualifying einen Fehler gemacht habe und abgeflogen bin, bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Zum Glück kam ich trotz der Schäden am Auto an die Box zurück und holte noch P6 im Qualifying. Das ist ein gutes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass ich durch das Kiesbett gefahren bin und die Reifenstapel berührt habe. Im Rennen lag ich relativ komfortabel hinter der Führungsgruppe. Aber im Verlauf des Rennens schienen die anderen Fahrer etwas mehr Pace zu haben und ich hatte ein wenig damit zu kämpfen. P6 ist heute ein ordentliches Ergebnis, das mir weitere Punkte beschert. Jetzt müssen wir das Auto bis morgen weiter verbessern.“

Pascal Wehrlein (23 Jahre, Deutschland): 7. Platz Startnummer: 94 Team: Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM

„Herzlichen Glückwunsch an Dani zu seinem ersten DTM-Sieg. Ich freue mich sehr für ihn, dass er es endlich geschafft hat. Mit Blick auf mein Rennen ist es schade, dass ich heute nicht das Maximum herausholen konnte. Ich wurde im Qualifying aufgehalten und habe dadurch keine gute Runde zusammenbekommen. Der Speed war aber vorhanden, das konnte man auch im Rennen erkennen. Ich bin an drei Autos vorbeigekommen, aber mehr war heute leider nicht drin. Morgen wird es wichtig, ein besseres Qualifying zu haben und dann wird es sicher auch im Rennen deutlich besser laufen.“

Edoardo Mortara (31 Jahre, Italien): 8. Platz Startnummer: 48 Team: SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM
„Das war ein langes Rennen für mich, in dem leider nichts Besonderes passiert ist. Ich bin von Platz acht gestartet und auch auf diesem ins Ziel gekommen. Ich hatte heute kein besonders gutes Gefühl für das Auto. Das müssen wir uns heute Abend ansehen und analysieren. Dann werden wir sehen, was wir bis morgen verbessern können. Glückwunsch an Dani zu seinem ersten Sieg in der DTM. Ein Doppel-Podium ist ein gutes Mannschaftsergebnis für uns.“

Paul Di Resta (32 Jahre, Schottland): 16. Platz Startnummer: 3 Team: Mercedes-AMG Motorsport REMUS
Fahrzeug: Mercedes-AMG C 63 DTM

„Das war leider kein guter Tag für mich. Wir sind mit der Strategie und dem frühen Stopp ein gewisses Risiko eingegangen und haben gehofft, dass wir dadurch weiter nach vorne kommen könnten. Leider haben die Reifen im Verlauf des Rennens abgebaut und es war nicht mehr drin. Jetzt hoffe ich morgen auf ein besseres Qualifying und einen versöhnlichen Abschluss für mein Heimrennen.“

Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef:
„Herzlichen Glückwunsch an Dani zum ersten DTM-Sieg. Den hat er sich absolut verdient. Er hat den ganzen Tag über eine fantastische Leistung gezeigt. Ich will aber heute auch explizit dem gesamten Team für seine tolle Arbeit danken. Heute Vormittag gab es viele Fragezeichen, was die Strecke und die Abstimmung betraf. Dank des Einsatzes der Mannschaft konnten wir aus diesen Fragezeichen Ausrufezeichen machen und die Führung in der Meisterschaft ausbauen.“

Reaktionen von BMW Motorsport auf das Samstagsrennen in Brands Hatch

Rudolf Dittrich (Leiter BMW Motorsport Fahrzeugentwicklung):
„Es ist großartig, nach fünf Jahren wieder auf der Strecke in Brands Hatch zu Gast zu sein, dieses Mal auf der langen, anspruchsvollen Streckenvariante. Das Rennen war für alle sehr unterhaltsam, sowohl für die Fahrer, als auch für die Zuschauer. Besonders freue ich mich über den zweiten Platz von Augusto Farfus, der erstmals seit 2016 wieder auf dem Treppchen steht. Glückwunsch auch an das BMW Team RMG zum 40. Podesterfolg in der DTM. Insgesamt haben wir drei BMW M4 DTM in den Top-Ten platziert. Damit können wir zufrieden sein. Allerdings haben wir es nicht geschafft, im Paket alle Fahrzeuge im Vergleich zum Qualifying nach vorne zu bringen. Morgen gibt es vielleicht auch noch anderes Wetter und dann werden die Karten neu gemischt. Glückwunsch an Daniel Juncadella und Mercedes zum Sieg.“

Stefan Reinhold (Teamchef BMW Team RMG):
„Es ist fantastisch, es mit Augusto aufs Podium geschafft zu haben. Darauf haben wir die gesamte Saison hingearbeitet. Man sieht, dass wir dazu in der Lage sind, mit allen drei Fahrern vorne mitzufahren. Wir müssen allerdings weiterhin daran arbeiten, mit allen Drei konstant zu sein. Das werden wir schon morgen und auch in der weiteren Saison versuchen, umzusetzen. Die Meisterschaft ist nach wie vor offen, und wer uns kennt, weiß, dass wir immer vorne dabei sein wollen.“

Marco Wittmann (#11 BMW Driving Experience M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 9. Platz, Rennergebnis: 9. Platz, Punkte: 100):
„Wie geplant haben wir früh gestoppt. Aus irgendeinem Grund haben wir während der Boxenstopp-Phase und der Slow Zone sehr viel Zeit nach vorne verloren. Woran das lag, kann ich im Moment noch nicht einschätzen – das müssen wir noch analysieren. Danach war leider nicht mehr wirklich viel machbar. Ansonsten war die Pace heute nicht so schlecht, und das macht mir Mut für morgen.“

BMW Motorsport, 2nd Platz Augusto Farfus (BRA) und Gewinner Daniel Juncadella (ESP) Mercedes AMG Motorsport &cop; BMW Motorsport
BMW Motorsport, 2nd Platz Augusto Farfus (BRA) und Gewinner Daniel Juncadella (ESP) Mercedes AMG Motorsport &cop; BMW Motorsport

Augusto Farfus (#15 Shell BMW M4 DTM, BMW Team RMG – Qualifying-Ergebnis: 5. Platz, Rennergebnis: 2. Platz, Punkte: 40):
„Endlich wieder auf dem Podium zu stehen, fühlt sich gut an. Es war eine lange Zeit, jetzt hat es endlich geklappt. Wir hatten heute eine starke Pace. Von Beginn an hatten wir ein schnelles Auto, und das Team hat einen super Job gemacht. Zwar konnte ich den Speed von Mercedes nicht ganz mitgehen, aber dennoch waren wir sehr stark unterwegs. Ich freue mich sehr, insbesondere auch für mein Team.“

Timo Glock (#16 DEUTSCHE POST BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 7. Platz, Rennergebnis: 13. Platz, Punkte: 101):
„Die Slow Zone war aus strategischer Sicht natürlich sehr unglücklich für uns, denn eigentlich hatte ich mit einer Safety-Car-Phase gerechnet. Vor allem zu Beginn des Rennens hatten wir eine sehr gute Pace, im weiteren Verlauf hat diese aber leider nachgelassen. Ich hatte mit starkem Untersteuern zu kämpfen. Woran das lag, kann ich mir nicht erklären. Das müssen wir bis morgen analysieren.“

Bart Mampaey (Teamchef BMW Team RBM):
„Brands Hatch ist mit seinen vielen Hochgeschwindigkeitskurven eine wirklich aufregende Strecke. Mit Philipp Eng konnten wir ein sehr gutes Ergebnis erzielen. Wir haben seit heute Morgen hart gearbeitet. Philipp war im Qualifying sehr stark, und er macht in jeder Session Fortschritte. P5 ist wirklich gut. Für Joel Eriksson lief das Qualifying etwas schwierig ab, nachdem er kurz von der Strecke abgekommen war. Wir müssen für morgen noch mal alles neu angehen. Bei Bruno Spengler müssen wir uns das Set-up des Autos genau anschauen, denn hier müssen wir definitiv einen großen Schritt nach vorne machen.“

Bruno Spengler (#7 BMW Bank M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 18. Platz, Rennergebnis: 17. Platz, Punkte: 43):
„Wir hatten seit heute Morgen ein Problem mit der Balance am Auto. Im Rennen ist es nicht besser geworden. Ich hoffe, dass wir uns über Nacht verbessern können und morgen ein besseres Resultat erzielen.“

Philipp Eng (#25 SAMSUNG BMW M4 DTM, BMW Team RMR – Qualifying-Ergebnis: 4. Platz, Rennergebnis: 5. Platz, Punkte: 77):
„Die erste Runde hat durch das Duell mit Augusto richtig viel Spaß gemacht. Danach war es aus meiner Sicht ein eher ereignisloses Rennen. Erst gegen Ende wurde es nochmal ein wenig eng gegen Gary Paffett. Grundsätzlich bin ich mit dem Qualifying sehr zufrieden. Bei der Rennpace sehe ich noch ein wenig Potenzial und hoffe, dass wir morgen noch ein wenig zulegen können.“

Joel Eriksson (#47 BMW M4 DTM, BMW Team RBM – Qualifying-Ergebnis: 16. Platz, Rennergebnis: 14. Platz, Punkte: 27):
„Obwohl ich einen sehr schlechten Start hatte, bin ich sehr zufrieden mit dem ersten Stint. Durch die Slow Zone haben wir zusätzlich nochmal Zeit gutgemacht. Nach meinem Boxenstopp habe ich zwei Positionen verloren. Unter dem Strich hat uns heute einfach ein wenig die nötige Pace gefehlt. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir uns bis morgen verbessern können.“