Sport DTM 2012: Fahrer für BMW in der DTM Saison im Porträt

DTM 2012: Fahrer für BMW in der DTM Saison im Porträt

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BMW M3 DTM 2012
BMW M3 DTM 2012

DTM 2012 BMW M3 DTM Piloten im Interview und Portäts der BWM Fahrer DTM Saison 2012: Nach beinahe 20-jähriger Pause kehrt BMW in die DTM zurück und stellt sich mit drei Teams und sechs BMW M3 DTM einer neuen Herausforderung. Bereits zwischen 1984 und 1992 war die Marke werksseitig in dieser Serie engagiert und drückte ihr mit 49 Siegen, 30 Polepositions und drei Fahrertiteln ihren Stempel auf. Ab 2012 tritt BMW an, diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. „Jeder im Team fiebert unserer
ersten DTM-Saison der neuen Ära entgegen“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt.
„Natürlich kann BMW auf eine lange Tradition in der DTM zurückblicken. Aber die Erfolge von früher zählen in der Gegenwart nichts, schon gar nicht angesichts unserer starken Konkurrenten.

Dennoch: Mit dem neu entwickelten BMW M3 DTM, drei starken Teams und sechs schnellen Piloten möchten wir schon im ersten Jahr für das eine oder andere Highlight sorgen. Wir werden zur Stelle sein, wenn sich uns die Chance auf ein Top-Ergebnis bietet. Aber wir wissen: Die Konkurrenz hat einen großen Erfahrungsvorsprung, den wir so schnell wie möglich wettmachen
wollen.“
Damals wie heute ist das BMW Team Schnitzer unter der Führung von Teamchef Charly Lamm mit von der Partie. Bruno Spengler und Dirk Werner gehen für die Freilassinger Mannschaft an den Start. Für das BMW Team RBM treten der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister Andy Priaulx und Augusto Farfus an. Der amtierende DTM-Champion Martin Tomczyk bestreitet dieSaison mit Joey Hand an seiner Seite im neu formierten BMW Team RMG. Im BMW M3 DTM haben die sechs Fahrer einen starken Verbündeten. Er wurde von BMW Motorsport neu entwickelt und tritt ab 2012 in die Fußstapfen des legendären
M3 der ersten Generation. Seit dem Roll-out im Juli 2011 hat der BMW M3 DTM Tausende Testkilometer absolviert, ehe am 1. März dieses Jahres die Homologation durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) erfolgte. Angetrieben wird das Fahrzeug vom BMW P66 Motor.
Dieses V8-Aggregat leistet mit den vom Reglement vorgeschriebenen Luftmengenbegrenzern ca. 480 PS.

DTM 2012 Die Fahrer für BMW in der DTM Saison 2012

Martin Tomczyk im Porträt
Startnummer: 1
Geburtstag/-ort: 7. Dezember 1981 in Rosenheim (DE)
Wohnort: Basel (CH)
Website: www.tomczyk.com
Twitter: @MartinTomczyk
Facebook: MartinTomczyk

 Martin Tomczyk BMW
Martin Tomczyk BMW

Erfolgreiche Rennfahrer brauchen Biss. So wie Martin Tomczyk. Seit 2001 fährt er in der DTM und hat immer an sich geglaubt. An seine Klasse, sein Talent, seine Chance auf den Titel. 2011
war er am Ziel – aber sein Erfolgshunger ist noch lange nicht gestillt. Kaum ein Fahrer kennt die DTM so gut wie Tomczyk. Jede Strecke könnte sein Wohnzimmer sein. Und das Beste: 2012 beißt der Champion für BMW.
Nur zwei der aktuellen DTM-Piloten haben mehr Läufe bestritten als der Rennfahrer aus Rosenheim. Im vergangenen Jahr erreichte er im elften Anlauf sein großes Ziel: den Fahrertitel in der DTM. Im Saisonverlauf hatte Tomczyk drei Siege und acht Podestplätze gefeiert.
Nach diesem Erfolg suchte der Routinier, der in der Schweiz lebt, eine neue Herausforderung und fand sie bei BMW Motorsport. 2012 wird er für das BMW Team RMG in der DTM antreten.
„Es ist schön, ein Teil dieses Projekts zu sein und dazuzugehören, wenn es nun für BMW heißt,nach so langer Zeit in die DTM zurückzukehren“, meint Tomczyk.

Meilensteine von Martin Tomczyk
ab 1992 Kartsport
1998 2. Platz BMW ADAC Formel Junior Cup
1999 1. Platz Portugiesische Formel ADAC
2000 12. Platz Deutsche Formel-3-Meisterschaft
2001 13. Platz DTM
2002 9. Platz DTM
2003 16. Platz DTM
2004 5. Platz DTM
2005 13. Platz DTM
2006 4. Platz DTM
2007 3. Platz DTM
2008 7. Platz DTM
2009 6. Platz DTM
2010 8. Platz DTM
2011 1. Platz DTM

Martin Tomczyk im Interview
Martin, so mancher Sportler verliert seinen Biss, wenn er einmal sein großes Ziel erreicht hat. Besteht diese Gefahr bei Ihnen als DTM-Champion auch?
Martin Tomczyk: „Definitiv nicht. Gerade das vergangene Jahr hat gezeigt, dass ich mir meinen Kampfgeist immer bewahrt habe. Deshalb habe ich auch den Titel gewonnen. Jetzt für BMW anzutreten, hat für einen weiteren Motivationsschub gesorgt. Ich kann meine langjährige Erfahrung einbringen und daran mitwirken, damit wir schnellstmöglich nach vorne kommen. Das
hat in der Vorbereitung sehr gut funktioniert.“

Viele ihre alten Weggefährten wollen Ihnen dieses Jahr den Titel streitig machen. Gefallen Sie sich in der Rolle des Gejagten?
Tomczyk: „Ja, es ist ein gutes Gefühl und ein besonderer Ansporn, als Champion in die Saison zu gehen. 2011 war ich noch der Jäger. Jetzt wollen mir alle die Nummer 1 wieder abnehmen. Das ist eine spannende Situation. Ich werde alles dafür tun, es meinen Konkurrenten so schwer
wie möglich zu machen.“

Fühlen Sie einen höheren Druck als in den vergangenen Jahren?
Tomczyk: „Druck habe ich mir immer selbst am meisten gemacht. Allerdings kommt es darauf an, richtig damit umzugehen und sich nicht verrückt machen zu lassen. Ich gehe meine neue Aufgabe mit viel Rückenwind und rundum positiv an. Jeder bei BMW und bei den Teams gibt Vollgas. Und das gilt auch für die Fahrer. Einen besonderen Druck auf meinen Schultern spüre
ich nicht. Wir wollen alle unbedingt erfolgreich sein.“

Wenn Sie auf Ihre Karriere zurückblicken, welches Rennen war Ihr bisher stärkstes in der DTM?
Tomczyk: „Spontan denke ich an meinen ersten Sieg 2006 in Barcelona. Den ersten Sieg vergisst man als Rennfahrer nie, das ist etwas ganz Besonderes. Von daher steht dieser Lauf ganz oben auf der Rangliste.“

Nicht nur BMW Motorsport, sondern auch die BMW Fans kehren zurück in die
DTM. Freuen Sie sich auf die Unterstützung?
Tomczyk: „Ich freue mich riesig. Der große Zuschauerandrang bei den Rennen ist eine der Besonderheiten der DTM und prägt ihr fantastisches Flair. Für uns Fahrer ist das natürlich eine tolle Anerkennung. Am liebsten wäre mir, wenn die BMW Fans genauso zahlreich erscheinen würden wie zu den legendären Zeiten in den 1980er und 1990er Jahren. Ich gehe davon aus,das sie uns bei jedem Rennen enorm unterstützen werden.“

Joey Hand im Porträt
Startnummer: 2
Geburtstag/-ort: 10. Februar 1979 in Sacramento (US)
Wohnort: Sacramento (US)
Familienstand: Verheiratet, zwei Kinder
Website: www.joeyhandracing.com
Twitter: @joeyhandracing
Facebook: Joey Hand & Joey Hand Racing Fan Page

Joey Hand BMW
Joey Hand BMW

In den USA hat es Joey Hand bereits an die Spitze geschafft. Wie bei seinem Triumph beim 24Stunden-Rennen von Daytona oder dem Titelgewinn in der GT-Klasse der American Le Mans Series 2011. Jetzt will er auch Europa im Sturm erobern. Als erster US-Amerikaner tritt Hand in der DTM an. Es macht ihn stolz, sein Land in dieser Tourenwagenserie zu vertreten. Er kommt
mit Rückenwind: 2011 war die erfolgreichste Saison seiner Karriere. Bis jetzt. BMW und Hand verbindet eine langjährige Partnerschaft, die 2012 gleich auf mehreren Bühnen ihre Fortsetzung findet. Er startet sowohl für das BMW Team RMG in der DTM als auch für das BMW Team RLL in der American Le Mans Series, in der er sich 2011 gemeinsam mit Dirk
Müller den GT-Fahrertitel sichern konnte. Mit dem erneuten Sieg in der GT-Klasse beim 12 Stunden-Rennen von Sebring (US) begann die Saison mit dem BMW M3 GT im März bereitsmit einem Triumph.
In der vergangenen Saison gewann Hand nicht nur den ALMS GT-Fahrertitel, sondern in einem BMW Riley auch das 24-Stunden-Rennen von Daytona. Jetzt freut er sich auf eine DTM-Saison,in der das Auto anders als bei Langstreckenrennen ganz auf ihn abgestimmt ist. „Dieses Jahr
heißt es für mich: Keine Kompromisse. Als ich den BMW M3 DTM zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich: Den musst Du fahren.“ Hand startet 2012 gemeinsam mit Martin Tomczyk für das BMW Team RMG.

Meilensteine von Joe Hand
ab 1995 Kartsport
1998 4. Platz Formel Mazda Pro Series
1999 1. Platz Formel Mazda Pro Series
2000 Gewinner Team USA Scholarship
2001 3. Platz Toyota Atlantic Championship
2002 Toyota Atlantic Championship, Gewinner Gilles Villeneuve Award
2003 7. Platz Toyota Atlantic Championship
2004 8. Platz Grand-Am GT-Series
2005 5. Platz Grand-Am GT-Series
2006 6. Platz GT2-Klasse American Le Mans Series
2009 American Le Mans Series
2010 7. Platz American Le Mans Series
2011 1. Platz GT-Klasse American Le Mans Series
1. Platz 24h-Rennen Daytona
1. Platz GT-Klasse 12h-Rennen Sebring

Joey Hand im Interview
Joey, Sie sind der erste US-Amerikaner, der eine komplette DTM-Saison bestreitet. Welche Bedeutung hat das für Sie?
Joey Hand: „Das ist wirklich eine große Sache für mich und weckt patriotische Gefühle in mir. Schon als Kind fand ich es klasse, die amerikanische Flagge auf einem Helm zu sehen. Viele Leute kommen zuhause auf mich zu und geben mir gewissermaßen den Auftrag, für die USA zu siegen. Viele Fans in den USA werden die Rennen verfolgen und mir die Daumen drücken.
Das erfüllt mich mit viel Stolz.“

War die vergangene Saison die beste ihrer Karriere?
Hand: „2011 hat wirklich alles gepasst. Das Rennen in Daytona war der Auftakt zu einer richtigen Siegesserie, die am Jahresende im Titelgewinn in der American Le Mans Series gipfelte. Ich bin für fantastische Teams wie Chip Ganassi Racing, BMW Team RLL und BMW Team Schnitzer gefahren. 2012 kommt das BMW Team RMG dazu. Auch das ist eine tolle Mannschaft, die mich von Beginn an super aufgenommen hat. Mit dem Sieg in Sebring hat
auch diese Saison exzellent begonnen. So soll es weitergehen.“

Müssen Sie sich erst daran gewöhnen, den BMW M3 DTM ganz für sich allein zu
haben?
Hand: „Natürlich ist das zunächst eine Umstellung, aber im Grunde kehre ich zu meinen Anfängen im Formelsport zurück. Es ist ein großartiges Gefühl, das Auto ganz nach meinen Wünschen abstimmen zu können. Mit einem Teamkollegen zu fahren, erfordert immer einen Kompromiss, mit dem beide gut leben können. In der DTM kann ich ist das anders. Auch darauf
freue ich mich sehr.“

Sie starten parallel in der ALMS und in der DTM. Das bedeutet viel Zeit im
Flugzeug…
Hand: „Ja, aber daran bin ich gewöhnt. Ich bin in meiner gesamten Karriere immer sehr viele Rennen gefahren. Durchschnittlich waren es 25 bis 30 Rennen pro Saison, überwiegend in den USA. Aber auch da musste ich natürlich mit dem Flugzeug reisen. Deshalb ändert sich für mich
nicht viel. Ich bin immer sehr gerne unterwegs, auch wenn ich natürlich wie jeder Vater meine Familie vermisse. Aber in diesem Jahr wird mich meine Frau hoffentlich häufig zu den Rennen
begleiten.“

Bruno Spengler im Porträt
Startnummer: 7
Geburtstag/-ort: 23. August 1983 in Schiltigheim (FR)
Wohnort: Oberwil (CH)
Website: www.brunospengler.com
Twitter: @BrunoSpengler

DTM Bruno Spengler BMW
Bruno Spengler BMW

Dass er alles mitbringt, um in der DTM Erfolge zu feiern, hat der Kanadier Bruno Spengler mehrals einmal bewiesen. Er zählt ohne Zweifel nicht nur zu den erfahrensten, sondern auch denstärksten Fahrern im Feld. Aber in dieser Saison spürt er ein besonderes Kribbeln, möchte die DTM aus einer ganz neuen Perspektive erleben und mithelfen, dass BMW möglichst schnell
ganz nach oben kommt. Dorthin, wo er im Verlauf seiner Karriere schon neun Mal stand. Spengler ist bei seinen Fans vor allem wegen seiner guten Laune und seinem Charme beliebt. Die Konkurrenz fürchtet ihn hingegen wegen seiner fahrerischen Klasse. Obwohl er erst 28 Jahre alt ist, gehört er zu den routiniertesten Piloten der DTM. 2012 startet er mit dem BMW
Team Schnitzer bereits in seine achte Saison. In den Jahren 2006 und 2007 sicherte er sich jeweils den zweiten Rang im Fahrerklassement. Seit 2006 beendete er kein Jahr außerhalb der Top-5. Insgesamt feierte Spengler neun Siege und elf Polepositions in der DTM.
2012 beginnt für ihn als BMW Werksfahrer eine neue Ära. „Zu BMW zu gehen, war für mich eine neue Herausforderung“, sagt Spengler. „Von Anfang an zu einem solchen Projekt zu gehören, mit einem ganz neuen Team und einer der größten Automobilmarken der Welt, das ist interessant und aufregend.“

Meilensteine von Bruno Spengler
1994-2000 Kartsport
2001 5. Platz Formel Renault Frankreich
2002 1. Platz Formel Renault Nordamerika
2. Platz Formel Renault Deutschland
2003 10. Platz Formel-3-Euroserie
2004 11. Platz Formel-3-Euroserie
2005 16. Platz DTM
2006 2. Platz DTM
2007 2. Platz DTM
2008 5. Platz DTM
2009 4. Platz DTM
2010 3. Platz DTM
2011 3. Platz DTM

Bruno Spengler im Interview
Bruno, Sie schlagen 2012 ein neues Kapitel in Ihrer Karriere auf. Wie fühlt sich das an?
Bruno Spengler: „Es ist eine große Herausforderung, auf die ich mich sehr freue. Es ist beinahe wie ein Neuanfang. Ich empfinde dieselbe Aufregung und Motivation, die ich am Anfang meiner Karriere verspürt habe. Ich fühle mich sehr wohl und bin stolz, für BMW zu fahren.“

Haben Sie in der Saisonvorbereitung ein besonderes Kribbeln verspürt?
Spengler: „Wie vor jeder Saison hatte ich ein Kribbeln im Bauch. Eine kurze Pause nach dem Saisonende ist ja ganz nett, aber schon nach ein paar Tagen will ich wieder ins Auto und das Adrenalin spüren. Davon lebt man als Rennfahrer. Und der neue Anfang mit BMW steigert dieses Gefühl noch. Schon beim ersten Test mit dem BMW M3 war ich richtig aufgeregt, wie bei meinem allerersten DTM-Test. Das war eine schöne Erfahrung.“

Der BMW M3 ist für viele Fans ein Mythos. Ist es für Sie auch ein spezielles Auto?
Spengler: „Ja, auf jeden Fall. Mein Vater hatte lange ein schwarzes BMW M3 Coupé. Ich war noch ein kleiner Junge. Alleine der Klang des Motors hat mich fasziniert. Mein Vater musste für mich ständig den Motor aufheulen lassen. Aber natürlich macht den BMW M3 auch seine Geschichte als Rennwagen zu einem ganz besonderen Auto.“

Sind Sie mit Ihrer Erfahrung den DTM-Neulingen im BMW Fahreraufgebot eine
Hilfe?
Spengler: „Das sind alle sehr gute Fahrer, die viel Erfahrung in anderen Serien vorzuweisen haben. Ich denke deshalb nicht, dass sie meine Tipps nötig haben. Natürlich bin ich als Ansprechpartner immer da, wenn mich jemand um Rat fragt. Wir sind alle vom selben Schlag, und es macht viel Spaß, mit den anderen Jungs zusammenzuarbeiten, allen voran mit meinem
Teamkollegen Dirk Werner.“

Dirk Werner im Porträt
Startnummer: 8
Geburtstag/-ort: 25. Mai 1981 in Hannover (DE)
Wohnort: Würzburg (DE)
Familienstand: Verheiratet, ein Kind

Dirk Werner und Renningenieur Martin Marx BMW
Dirk Werner und Renningenieur Martin Marx BMW

Markige Sprüche wird man von Dirk Werner nicht hören. Daraus Schlüsse auf seine fahrerischeKlasse zu ziehen, ist nicht zu empfehlen. Zieht er seinen Helm auf und steigt in den BMW M3 DTM, dann bekommen die Fans den echten Dirk zu sehen. Der mit seiner Schnelligkeitbeeindruckt und seinen Gegnern keine Chance lässt. Und dann steigt er aus und verzieht keine Miene. In der Ruhe liegt die Kraft. Im März 2010 ging für Werner ein Traum in Erfüllung, als er in Sebring sein erstes Rennen als BMW Werksfahrer bestritt. Nun geht dieser Traum mit seiner Debütsaison in der DTM weiter.
Früh bekam er das nötige Handwerkszeug für seine erfolgreiche Karriere im BMW ADAC Formel Junior Cup mit auf den Weg. In der Grand-Am Series trug er sich 2007 als erster Nicht Amerikaner in die Meisterliste ein und wiederholte diesen Erfolg im Jahr 2009. 2006 und 2007 gehörte er jeweils zur Siegermannschaft von Duller Motorsport beim 24 Stunden-Rennen von Silverstone. Auch beim Marathon in Dubai konnte er für dasselbe Team im
Jahr 2007 triumphieren. Mit dem BMW Team RLL und Teamkollege Bill Auberlen belegte er 2011 den dritten Platz in der GT-Wertung der American Le Mans Series. In diesem Jahr nimmt Werner wieder eine neue Herausforderung in Angriff und startet für das BMW Team Schnitzer in der DTM.

Meilensteine von Drik Werner
ab 1991 Kartsport
1997 Sieger ADAC Rennfahrerschule (Formel Junior)
1998 3. Platz BMW ADAC Formel Junior Cup
2000 2. Platz Formel König
2001 4. Platz Ford Puma Cup, 1. Platz Juniorwertung
2002 1. Platz Ford Puma Cup
2003 1. Renault Clio V6 Trophy
2004 3. Platz Porsche Michelin Supercup
2006 1. Platz Porsche Carrera Cup
1. Platz 24h-Rennen Silverstone
3. Platz GT-Klasse 24h-Rennen Daytona
2007 1. Platz Grand-Am Series
1. Platz 24h-Rennen Dubai
1. Platz 24h-Rennen Silverstone
2009 1. Platz Porsche Cup
1. Platz Grand-Am Series
2010 1. Platz LMGT2-Klasse ILMC-Finale Zhuhai
2011 3. Platz GT-Klasse American Le Mans Series

Dirk Werner im Interview
Dirk, ihr drittes Jahr als BMW Werksfahrer führt Sie in die DTM. Wie groß ist IhreVorfreude?
Dirk Werner: „Ich freue mich riesig, dass ich bei der Rückkehr von BMW in die DTM mit dabeibin. Für mich persönlich ist es mit Abstand die größte Herausforderung meiner bisherigenKarriere. Das fahrerische Niveau in dieser Serie ist enorm hoch, noch dazu sind die dreideutschen Premiumhersteller involviert. Für uns Fahrer wird die Saison genauso spannend wie
für die Fans. Wir sind klasse vorbereitet.“

Sie sind einer der wenigen Fahrer mit einem Hochschulabschluss. Haben Sie
ähnlich schnell gelernt wie Sie im Auto unterwegs sind?
Werner: „Ich habe Maschinenbau an der Fachhochschule studiert. Das hat Spaß gemacht und war mir wichtig, um ein solides zweites Standbein zu haben. Außerdem habe ich dadurch auch ein besseres Verständnis für die technische Seite des Rennsports entwickelt. Dieses Wissen versuche ich auch in die Arbeit mit den Ingenieuren einzubringen. Geschadet hat mir das
Studium in keinem Fall.“

Worauf freuen Sie sich am meisten?
Werner: „Es ist toll, wieder mehr Rennen in Deutschland zu bestreiten. Viele der Strecken kenne ich aus der Vergangenheit. Deshalb hoffe ich, dass ich schnell einen guten Rhythmus finde. Und ich freue mich darauf, wieder Sprintrennen zu fahren, denn die sind deutlich intensiver als Langstreckenrennen. Harte Zweikämpfe, enge Platzierungen, das ist für einen Rennfahrer die Essenz seines Sports.“

Andy Priaulx im Porträt
Startnummer: 15
Geburtstag/-ort: 8. August 1973 in Guernsey (GB)
Wohnort: Guernsey (GB)
Familienstand: Verheiratet, zwei Kinder
Website: www.andypriaulx.com
Twitter: @andypriaulx
Facebook: Andy Priaulx MBE

Andy Priaulx BMW
Andy Priaulx BMW

Genauso liebt es Andy Priaulx: Nach drei WM-Titeln im Tourenwagensport wagt er 2012 den Neuanfang. Eine neue Serie, eine neue Herausforderung. Jeder Erfolg hat ihn angespornt, noch besser zu werden. Zufrieden ist er erst, wenn er seine Ziele erreicht hat. Und danach setzt er sich neue. Über Jahre war er der Gejagte, nun ist er der Jäger. In der Rolle des Außenseiters fühlt er sich wohl. Und wenn sich Priaulx wohlfühlt, dann sind das meistens keine guten Nachrichten für die Konkurrenz.
Priaulx strahlt eine große Zufriedenheit aus. Welchem dreimaligen Weltmeister, der es bereits an die Spitze seiner Sportart geschafft hat, stellt sich noch einmal eine derart spannende Herausforderung, wie sie der Rennfahrer von der Kanalinsel Guernsey in diesem Jahr vor sich
hat? Seine Ergebnisse in BMW Rennwagen sprechen eine deutliche Sprache: Europameister, drei WM-Titel, Sieger bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring und bei den 12 Stunden von Sebring sowie Rang drei beim 24-Stunden-Klassiker von Le Mans. Seine Leistungen wurden 2008 auf von höchster Stelle gewürdigt, als ihn Königin Elizabeth II. in den Kreis der MBE
(Member of the British Empire) aufnahm. Trotz aller Titel und Triumphe in den vergangenen Jahren ist Priaulx nun hungrig auf mehr.

Meilensteine von Andy Priaulx
1984 Kartsport
1985 – 1990 Motocross
1990 1. Platz Motocross 250-ccm-Meisterschaft (Kanalinseln)
1991 – 1995 Bergrennen
1995 1. Platz RAC MSA Britische Bergmeisterschaft
1996 Formel Renault
1997 Förderkandidat in der Britischen Formel 3
1998 Renault Spider Cup
2. Platz Formel Palmer Audi Winterserie
1999 1. Platz Renault Spider Cup, 13 Siege von Poleposition
2000 Britische Formel-3-Meisterschaft
F3-Rennen in Macau und Korea
2001 Britische Formel-3-Meisterschaft, zwei Siege
2. Platz F3 Super Prix in Korea
2002 5. Platz Britische Tourenwagen-Meisterschaft
2003 3. Platz FIA ETCC
1. Platz BMW Sportpokal
2004 1. Platz FIA ETCC
2005 1. Platz FIA WTCC
1. Platz 24h-Rennen Nürburgring
2006 1. Platz FIA WTCC
2007 1. Platz FIA WTCC
2008 4. Platz FIA WTCC
Verleihung des MBE durch Königin Elizabeth II.
2009 4. Platz FIA WTCC
2010 4. Platz FIA WTCC
2011 1. Platz GT-Klasse 12h-Rennen Sebring

Andy Priaulx im Interview
Andy, ist es für Sie schwierig, nach all den Erfolgen im GT- und Tourenwagensport nun gewissermaßen von vorn anzufangen?
Andy Priaulx: „Im Gegenteil, ich liebe diese Herausforderung. Im Rennsport ist es ohnehin so,dass man sich jedes Jahr aufs Neue beweisen muss. Das ist in dieser Saison auch wieder so.Mit dieser Situation kann jeder Rennfahrer umgehen. Es ist ein Privileg, dass sich mir im Verlauf meiner Karriere immer wieder neue Herausforderungen geboten haben.“

Sie haben in Ihrer Karriere viele Siege und Titel gewonnen. Welcher hat für Sie die größte Bedeutung?
Priaulx: „Ich hoffe, mein schönster Sieg liegt noch vor mir. Ich möchte auch weiterhin mit BMW Geschichte schreiben. Rückblickend sind für mich der EM-Titel von 2004 und der Gewinn der ersten Weltmeisterschaft 2005 speziell. Es gab in der Vergangenheit aber viele großartige Momente mit BMW – und nun beschreiten wir gemeinsam einen neuen Weg.“

Hilft Ihnen Ihre Erfahrung, sich schneller an die DTM zu gewöhnen?
Priaulx: „Erfahrung ist wichtig, aber entscheidend ist die Geschwindigkeit. Die habe ich bei BMW in den vergangenen Jahren immer abrufen können – und das wird hoffentlich auch in der DTM so sein. Dabei hilft es, aus der Vergangenheit zu lernen. Jede Erfahrung – ganz gleich ob gut oder schlecht – macht dich stärker.“

Welches Rennen ist für Sie von besonderer Bedeutung?
Priaulx: „Das Heimrennen ist natürlich immer ein Höhepunkt. Brands Hatch ist ein fantastischer Kurs, auf dem die Zuschauer ein tolles Spektakel erleben werden. Ich habe dort schon einige schöne Siege gefeiert. Aber natürlich wird auch das erste Rennen in Hockenheim außergewöhnlich. Nach 20 Jahren kehrt BMW in die DTM zurück. Die Fans werden ganz genau
auf uns schauen.“

Sind Sie abergläubisch?
Priaulx: „Aberglaube ist für mich ein Zeichen von Schwäche, die ich mir nicht leisten möchte. Routinierte Abläufe vor einem Rennen sind hingegen unerlässlich. Das hat mit Aberglaube aber nichts zu tun.“

Augusto Farfus im Porträt
Startnummer: 16
Geburtstag/-ort: 3.September 1983 in Curitiba (BR)
Wohnort: Monte Carlo (MC)
Familienstand: Verheiratet, ein Kind
Website: www.farfus.com
Twitter: @augustofarfus

Augusto Farfus BMW
Augusto Farfus BMW

Fotos:©BMW AG
Egal in welcher Rennserie er angetreten ist: Binnen kürzester Zeit gehörte Augusto Farfus immer zu den Schnellsten. In der Tourenwagen-WM feierte er Sieg um Sieg, auf der Langstrecke bewies er langen Atem. Nun will er sich als erster Brasilianer in der DTM durchsetzen. Farfus liebt es, erfolgreich zu sein. Aber über allem steht seine Familie. Sie gibt ihm die Kraft, um auf der Strecke immer ans Limit zu gehen. So wie in der DTM-Saison 2012.
Farfus ist ein junger und hungriger Rennfahrer. Bereits im Alter von 28 Jahren hat er in seiner Karriere Erfolge erreicht, die so manchen älteren Piloten vor Neid erblassen lassen. 2012 beginnt für ihn ein neuer Abschnitt seiner Laufbahn, wenn er sich erstmals dem Wettbewerb in der DTM stellt. Es ist davon auszugehen, dass er auch in dieser Serie für Furore sorgen wird.
Farfus stammt aus Curitiba im brasilianischen Bundesstaat Paraná. Obwohl seine Heimatstadt eine eigene Rennstrecke besitzt, trat er schon früh den Weg ins Ausland an, um sein Talent unter Beweis zu stellen. 2007 verpflichtete ihn BMW Motorsport als Werksfahrer für die Tourenwagen-Weltmeisterschaft, in der er zehn Siege für die Marke feierte. 2010 trug er sich in die Geschichtsbücher ein und gewann im BMW M3 GT2 gemeinsam mit Jörg Müller, Pedro Lamy und Uwe Alzen das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Meilensteine von Augusto Farfus
1991 Motocross
ab 1992 Kartsport
1999 2. Platz Kart-Weltmeisterschaft (Formel A)
2000 12. Platz Formel-Renault-Europameisterschaft
2001 1. Platz Formel-Renault-Europameisterschaft
2002 9. Platz F3000-Euro-Serie
2003 1. Platz F3000-Euro-Serie
2004 6. Platz FIA ETCC
2005 4. Platz FIA WTCC
2006 3. Platz FIA WTCC
2007 4. Platz FIA WTCC
2008 6. Platz FIA WTCC
2009 3. Platz FIA WTCC
2010 1. Platz 24h-Rennen Nürburgring
7. Platz FIA WTCC
2011 1. Platz 24h-Rennen Dubai
2. Platz 24h-Rennen Nürburgring

Augusto Farfus im Interview
Augusto, wie viel Spaß macht es, am Steuer des BMW M3 DTM zu sitzen?

Augusto Farfus: „Ich war der erste Fahrer, der im BMW M3 DTM auf die Strecke gegangen ist. Und schon die erste Ausfahrt war fantastisch. Das Gesamtpaket ist klasse. Das Auto hat viel Abtrieb, einen wirklich starken Motor und fantastische Bremsen. Für mich ist es ein großer Sprung. Die DTM ist die schnellste Tourenwagenserie der Welt, daher freue ich mich über jede
Minute, die ich im Cockpit verbringe.“

Sie kennen BMW Motorsport und das BMW Team RBM seit Jahren. Ist das ein
Vorteil?

Farfus: „Sicherlich. BMW ist seit 2007 meine sportliche Heimat. Als Brasilianer war es ein großer Schritt für mich, nach Europa zu kommen und mich an die neue Umgebung und Arbeitsweise zu gewöhnen. Aber in der BMW Familie habe ich mich sofort wohlgefühlt. 2010 bin ich für das BMW Team RBM gefahren, deshalb kenne ich die Jungs dort sehr genau. Wir konnten uns deshalb von Beginn an voll darauf konzentrieren, uns gezielt auf unsere erste gemeinsame DTM-Saison vorzubereiten.“

Wie fühlt es sich für Sie als Brasilianer an, in Deutschland zu sein?
Farfus: „Abgesehen vom relativ kühlen Wetter mag ich Deutschland sehr. Man könnte fast sagen, ich habe mich ein wenig verliebt in dieses Land. Ich bin dabei, die Sprache zu lernen. Das ist nicht so einfach, aber es geht voran. Einige Strecken im Kalender kenne ich bereits, aber auch auf mir unbekannte Kurse wie den Norisring freue ich mich sehr.“

Welcher war Ihr schönster Sieg für BMW?
Farfus: „An zwei Siege erinnere mich ganz genau. In Pau überschlug ich mich 2007 im Qualifying, das Team arbeitete die ganze Nacht am Auto – und ich gewann am nächsten Tag das Rennen. Ein einzigartiger Moment. Genauso wie der Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Die Nordschleife ist die vielleicht härteste Strecke der Welt. Mit dem BMW M3 GT und meinen Teamkollegen am Ende ganz vorne zu sein, das war der Höhepunkt meiner
bisherigen Karriere bei BMW.“

Wie bekannt ist die DTM in Brasilien?
Farfus: „Die DTM hat weltweit einen Namen und wird auch in Brasilien verfolgt. Mein Ziel ist es,die Popularität der Serie als erster Brasilianer in der neuen DTM noch weiter zu steigern. Die Erwartungen bei den Menschen sind jedenfalls hoch, dass ich Brasilien würdig vertrete. Und genau das ist 2012 mein Ziel.“